Donnerstag, 3. Dezember 2015

Great Women # 43: Björk



Mein heutiges, 43. Porträt einer großartigen Frau ist insofern für mich etwas ganz Besonderes, denn zum ersten Mal schreibe ich über eine Frau, die jünger ist als ich selbst: Am 21. November ist sie nämlich gerade erst fünfzig Jahre alt geworden. Und ihre Musik hat mich in einem Alter angesprochen, als ich schon längst nicht mehr das aktuelle Geschehen in der Popmusik verfolgte, und zwar zuallererst mit diesem Titel:


Ein alter Titel des Wiener Komponisten von Unterhaltungsmusik, Hans Lang, geschrieben 1948, hinreißend interpretiert von der dreißigjährigen isländischen Sängerin Björk. ( Das Video wurde 2011 sogar im Kölner Museum für angewandte Kunst/MAK in der Ausstellung "The Art of Pop Video" gezeigt. Das Original ist hier zu finden. )
Ich wurde also noch einmal "Fan" in meinen mittleren Jahren ( zusammen mit meiner dreizehnjährigen Tochter & meinem musikbegeisterten jüngsten Bruder ).

Björk kommt also am 21. November 1965 als Björk Gudmundsdottir in Reykjavik während eines Vulkanausbruchs auf Island zur Welt. Ihre Eltern, Hildur Rúna Hauksdóttir und Guðmundur Gunnarsson, haben grönländische Inuit-Wurzeln und gehören damit zu einer Minderheit auf der Insel ( Björk wird als Kind als Chinesin beschimpft ). Sie leben in einer Kommune, in der Musik rund um die Uhr gespielt wird. Kein Wunder, dass die kleine Tochter im Alter von fünf Jahren bereits die ortsansässige Musikschule besucht und Unterricht in Klavier, Geige und Blockflöte erhält.

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Doch den Musikunterricht in der Schule findet sie eher schrecklich: "Ich wollte schon mit fünf selber Musik machen und Dinge ausprobieren. Aber in der Schule wollten sie einen Roboter für ein Symphonieorchester aus mir machen, der perfekt funktioniert. Dagegen habe ich mich gewehrt. Außerdem wollte ich frische isländische Mädchenmusik machen und keine steinalten Melodien aus Deutschland nachspielen," erzählt sie in diesem Interview. Mit einer Ausnahme: "Der Schulchor hat mir damals am besten gefallen, es hat mich berauscht, als wir mit vier anderen Chören drei Monate lang Bachs Matthäus-Passion übten."

Sechs Jahre später kann man ihren musikalischen Ausdruckswillen nicht länger bändigen und ermöglicht ihr mit gerade mal elf Jahren, ein erstes Album zu veröffentlichen: 

"Ich fiel auf, weil ich immer und überall gesungen habe. Ein Lehrer machte eine Plattenfirma auf mich aufmerksam, und ich bekam das Angebot, eine Platte zu machen. Spannend daran fand ich vor allem das Tonstudio, die Ingenieure zeigten mir, wie die Maschinen funktionierten. Ich habe nicht alles verstanden, aber die Magie des Studios hat mich gepackt."

Sie singt darauf verschiedene isländische Kinderlieder und Coverversionen populärer Titel wie „Fool on the Hill“ von den Beatles. Das Album wird ein großer Erfolg in Island, und Björk ein Kinderstar.

Coverentwurf von Björks Mutter für "Fool on the Hill"/1977
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Mit vierzehn verschreibt sie sich der Punkbewegung und gründet ab 1979 diverse Gruppen - "Es war eine grundsätzliche Auseinandersetzung zwischen Instinkt und Verstand", so ihr späteres Urteil.

Mit fünfzehn verlässt sie das Elternhaus und die klassische Musikschule, erprobt sich in ihren jeweiligen Musikgruppen in diversen Musikstilen wie Fusion - Jazz oder Gothic und gehört schnell zur künstlerischen Avantgarde der isländischen Hauptstadt der Achtziger Jahre. In dieser Zeit entwickelt sie ihren eigenwilligen Gesangsstil, der sie für immer vom monotonen Rest poppiger Boy-Groups oder anderer musikalischer Eintagsfliegen unterscheiden wird. 

Mit knapp achtzehn tourt Björk mit ihrer isländischen Band Kukl durch Europa und tritt dabei auch in Berlin auf ( und der Schriftsteller Max Goldt beschreibt die Auftritte ausführlich in "Wenn man einen weißen Anzug trägt" ).

Am 8. Juni 1986 bekommt Björk ihren Sohn Sindri. Der Vater ist Thór Eldon Jónsson, der Sugarcubes-Gitarrist, mit dem sie auch kurzzeitig verheiratet ist. Es geht die Legende um, dass ( nach einer Reihe weiterer musikalisch-stilistischer Exkurse Björks ) am gleichen Tag mit isländischen Kollegen die Alternative Band "Sugarcubes" gegründet wird, natürlich mit Björk als Lead-Sängerin:

Die "Sugarcubes", Björk in der mittleren Reihe rechts
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Den Sugarcubes gelingt mit dem Titel "Ammæli"("Birthday"1988 ein Hit in England und sie erwerben dort und in den Vereinigten Staaten Kultstatus. Ihr erstes Album "Life's Too Good" macht die Gruppe innerhalb kurzer Zeit international bekannt ( damit sind sie die erste isländische Band, die weltweit populär ist ). 

Björk verfolgt in dieser Zeit aber auch andere musikalische Interessen: Sie nimmt Jazz - Standards in isländischer Sprache auf, arbeitet mit House - Musikern zusammen und nähert sich immer mehr der elektronischen Musik an. Ab 1992 kommt es wiederholt zu Spannungen zwischen Björk und anderen Mitgliedern der Gruppe, und schließlich lösen sich die Sugarcubes auf.

Reykjavik ist ihr zu eng, und um noch mehr sie selbst sein zu können, packt Björk Kind, Songs & Siebensachen und zieht nach London, wo sie mit sämtlichen neuen musikalischen Strömungen der Londoner Club-Szene Bekanntschaft macht: Dance, House, Techno.

Sie lernt den Produzenten Nellee Hooper kennen ( "Massive Attack" & "Soul II Soul" ), der ihren ersten internationalen Soloerfolg „Human Behaviour“ und 1993 ihr erstes Soloalbum "Debut" produziert. Das wird von den Kritikern sehr gut aufgenommen ( der "New Musical Express" betitelt es gar als „Album des Jahres“ ) und  gibt mit seiner Mischung aus House, Jazz und Trip Hop schon einen Vorgeschmack auf das, was Björk in Zukunft bieten wird:

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Mit dem Filmkomponisten David Arnold schreibt sie den Song "Play Dead" als Titelsong des Films "Young Americans". Für Madonna schreibt sie "Bedtime Stories" ( lehnt aber ihren Wunsch ab, weitere Titel für sie zu komponieren ).

1995 folgt das Album "Post", auf der Björk neben ihren Vertrauten Nellee Hooper und Graham Massey auch mit Howie B und Tricky, mit dem sie zeitweilig liiert ist, zusammenarbeitet:



Nun zum Pop - Star avanciert, sehnt sich Björk wieder nach Ruhe, verlässt die Metropole London und kehrt zurück nach Reykjavík. Sie produziert Ende 1997 "Homogenic", ein ganz außergewöhnliches und sehr nachdenkliches Album, welches viel von Björks Emotionen und ihrer Liebe zur isländischen Landschaft & Natur preisgibt:

Cover-Foto von Nick Knight,
der für viele Fotografien von Björk verantwortlich ist
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Lars von Trier, dänischer Regisseur und Enfant Terrible der europäischen Filmszene, bittet Björk 1999 die Filmmusik für sein neustes Projekt  "Dancer in the Dark" zu schreiben, und überredet sie schließlich auch, die Hauptrolle in diesem Musical-Drama von 2000 zu übernehmen.
Björk spielt darin die tschechische Einwanderin Selma, die langsam erblindet & unter unwürdigen Bedingungen in den USA schuftet, um ihrem Sohn durch eine Operation das gleiche Schicksal zu ersparen. Ihr kleines Vermögen wir ihr von ihrem Nachbarn, einem Polizisten, geraubt. Und als sie ihn zur Rede stellt & mit ihm ringt, löst sich ein Schuss aus seiner Dienstwaffe, verletzt ihn so, dass er Selma um den Gnadenschuss bittet. Sie wird des heimtückischen Mordes angeklagt, und weil sie sich weigert, ihr Erspartes für einen Anwalt aufzuwenden, als Mörderin zum Tode durch Erhängen verurteilt.
Ich glaube, der Film hätte mich nie so erschüttert, wenn nicht Björk diese eigenartige Person so glaubhaft dargestellt hätte: Sie ist so gar nicht von dieser Welt, wirkt wirklich wie aus einem Elfenland stammend.

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Die Zusammenarbeit zwischen den beiden starken Egos ist allerdings sehr kräftezehrend. "Schnell hatte ich dann auch das Gefühl, die Figur Selma vor Lars beschützen zu müssen. Der hat sie zwar erfunden, aber er kennt sie nicht, er hielt sie für dumm und schlicht," sagt sie in einem Interview ( Quelle hier ).
Es ist ein ungleicher Kampf: Napoleon gegen Pippi Langstrumpf, der diktatorische Regisseur gegen die Naive, fremd in der Welt des Films. Aber sie verteidigt ihre Musik, ihre Vorstellungen mit Zähnen & Klauen. Einen Vertrag zwischen ihr & dem Kultregisseur hat es nie gegeben, denn: "Entweder man vertraut sich, oder man vergisst das Ganze am besten," sagt Björk einmal später.

Der Film wird von den Kritikern ungleich aufgenommen, kommt beim Publikum aber gut an. Er erhält die Goldene Palme von Cannes,  und Björk wird als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Der Song "I’ve Seen It All" wird 2001 für den Oscar nominiert. Bei der Oscarverleihung tritt Björk in ihrem berühmten Schwanenkleid auf, über das sich bis heute die Stilkritiker wahnsinnig aufregen können wegen so viel "bad taste" ( für mich unverständlich, ja fast ärgerlich, haben sie doch nie das Wesen von Björks Weiblichkeit verstanden ):

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2001 bringt sie ihr nächstes Album "Vespertine" heraus, welches allerdings eher kontrovers aufgenommen wird.

Und am 3. Oktober 2003 wird sie erneut Mutter einer Tochter, Isadora, vom US-amerikanischen Medienkünstler Matthew Barney, dem zuliebe sie zeitweilig in New York lebt, in Brooklyn in einem Haus, das dicht am Wasser liegt, in einer Gegend, in der man den Himmel sehen kann - ein Kompromiss, wenn man ihr isländisches Zuhause kennt.

"In New York sieht man Natur nur, wenn man in einem Zeitschriftenladen ein Magazin wie National Geographic aufschlägt. Ich könnte nie ein ganzes Jahr in einer Stadt wie New York überstehen. Dieses Lebensmodell: fünfzig Arbeitswochen zwischen Stahl und Beton und dann zwei Wochen Ferien am Strand? Unvorstellbar!", äußert sie sich in einem Interview.

Produktiv & kreativ ist sie weiterhin ohne Ende: Mit "Medulla" veröffentlicht sie im Jahr 2004 erstmals ein A capella-Album, das sich fast ausschließlich aus Elementen der menschlichen Stimme zusammensetzt. Chorgesänge, Obertöne und elektronisch verzerrte Gesangsaufnahmen schaffen einen atmosphärischen Klangteppich. Mit dem Song "Oceania" eröffnet sie im selben Jahr die Olympischen Sommerspiele in Athen:

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Mit dem Folgealbum "Volta" kehrt sie 2007 zurück zu tanzbaren Sounds, was ihre weniger experimentierfreudigen Anhänger begrüßen. Aber wieder einmal stellt Björk damit auch klar, dass sie nicht bereit ist, Erwartungshaltungen Außenstehender zu erfüllen.

Das Album ist mit Hilfe des amerikanischen Hip-Hop-Produzenten Timbaland entstanden und wird anschließend auf einer Welttournee mit einer rein weiblichen isländischen Blaskapelle, einem Schlagzeuger und einigen Computer-Musikern vorgestellt:

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"Ihre Live-Konzerte sind ein Meer aus grellen Farben, virtuos gestalteten Outfits und akustischen Spezialeffekten. Hier verknüpfen sich die einzelnen Elemente von Björks kreativem Schaffen zu einem explosiven Gesamtkunstwerk", schreibt die Süddeutsche Zeitung über sie.

Doch das Nachfolgealbum 2011 stellt alles bisher von Björk veröffentlichte in den Schatten, so dass es auch zweieinhalb Jahren dauert, bis das Projekt "Biophilia" veröffentlicht werden kann - ein avantgardistisches, multimediales Gesamtkunstwerk: Das erste interaktive "App-Album" der Welt. Hört man "Biophilia" über das iPad, kann man über zehn verschiedene Apps die Songs neu arrangieren, sich mit Hintergrundmaterial, Texten und Animationen versorgen, eine dazugehörige Webseite, bahnbrechende Live-Visionen und ein Dokumentationsfilm anschauen - "ein interaktives Großwerk aus Wissenschaft, Events und Entdeckungen, mit dem die Isländerin zum hundertsten Mal zeigte, wie unendlich ihr Universum ist." ( Quelle hier )

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Auf den Vorwurf, sie habe sich damit für Werbung für die Firma Apple hergegeben, antwortet Björk an dieser Stelle

"Ich weiß auch, dass das kein Idealistenladen ist. Apps sind ein Geschäftsmodell. Aber Musiker sollten sich bei solchen Entwicklungen trotzdem viel mehr einbringen. Sie müssen zeigen, wie weit die Möglichkeiten reichen. Wir leben in einer aufregenden Zeit, die Weichen für die Zukunft werden jetzt gestellt. Ich will mit diesen Apps nicht reich werden. Ich will nur dabei sein, wenn die Formate der Zukunft entwickelt werden."

Das nächste Album lässt dann vier Jahre auf sich warten. In diese Zeit fällt die schmerzhafte Trennung von Matthew Barney:

Mit Matthew Barney 2005 in Venedig
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"Vulnicura" kommt im Januar 2015 endlich heraus, Björks neuntes und persönlichstes Studioalbum, in dem sie ihren Liebeskummer zu bewältigen versucht. "Vulnicura erforscht kein externes Universum, sondern das ihres eigenen Schmerzes, in dem sie so lange wühlt, bis sich aus den Narben Muster erkennen lassen. Und bis Matthew Barney, der aus Björks Sicht die Schuld an allem trägt, sich wünschen muss, er hätte sich nie mit ihr angelegt." ( Quelle hier ).

Im Frühjahr des gleichen Jahres zeigt das New Yorker Museum of Modern Art dann eine Werkschau Björks ( zu der sie der deutsche Kurator Klaus Biesenbach überredet hat ). Die Ausstellung macht deutlich, wie stark sie die Musik, die Performance-, die Videokunst und die Mode der letzten drei Jahrzehnten geprägt hat. Auch nach dieser langen Zeit im Musikgeschäft scheint ihre Kreativität unerschöpflich, und Björk ist als progressiver Popstar der Inbegriff von Avantgarde. Schon lange vor Lady Gaga kreierte Björk zum Beispiel die sagenhaftesten Kostüme & Inszenierungen:















Das "Time"-Magazin gar bezeichnet sie als "Hohepriesterin der Kunst" und zählt sie zu den 100 einflussreichsten Menschen der Erde.

Doch diese überbordende Fantasie & Kreativität ist nicht die ganze Person Björk: Auch wenn sie sich als apolitischen Menschen betrachtet, nimmt sie ihren Standpunkt in puncto Emanzipation & altersbezogener Gleichberechtigung ein und mischt sich ein in die weitere Entwicklung ihres Landes, so zum Beispiel als Island vor einigen Jahren in wirtschaftliche Turbulenzen geraten ist, indem sie einen millionenschweren Investmentfonds namens Björk gründet, der "grüne Industrien" fördert.

"... gerade als apolitischer Mensch verstehe ich, dass die alten Lager von rechts und links aufgehoben sind. In diesem Jahrtausend muss Politik aus einer neuen Perspektive betrachtet werden", meint sie dazu.


Ich weiß, ich weiß: An Björk scheiden sich die Geister, sie polarisiert und wird für ihren eigenwilligen Stil zwischen Science-Fiction und Naturkind entweder gehasst oder geliebt. Mich fasziniert sie immer wieder aufs Neue mit ihren Ideen auf vielen Gebieten.



Kommentare:

  1. Liebe Astrid, größten Dank für dieses tolle Portrait.
    Ich mag Björk als Person sehr, mit ihrer Musik kann ich mich aber nicht immer anfreunden. Trotzdem löst sie immer ein Erstaunen und ein Zauber in mir aus.
    Der Film "Dancer in the Dark" hat mich im Kern erschüttert und er ist einer der Filme, die für immer bleiben werde.

    Greetings & Love
    Ines

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  2. Liebe Astrid, mit Björk hast du mich ganz auf deiner Seite, eine großartige Frau.... Und mit deinen Hintergrundinformationen schaffe ich es ja jetzt vielleicht mir mal ne CD auszusuchen ;-). Dancer in the Dark ist einer der Filme, die ich nicht vergesse (und das sind nur ganz wenige Filme bei mir...) Lieben Dank und Grüße Ghislana

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  3. Liebe Astrid, danke für das Portrait! Ich finde, Björk transportiert immer etwas Geheimnisvolles, Wesentliches mit ihrer Musik. Und in Dancer in the dark habe ich sie sehr bewundert für die Würde, die sie dieser verzweifelten Person gegeben hat. Und für die Hoffnung, die sie darzustellen vermochte, die ja über das eigene Leben dieser Frau hinausging. Ich fand das großartig.
    Astrid, würdest Du mir Deine Adresse schicken? Ich hätte hier noch etwas sterniges für Dich.... Meine Mailadresse findest Du auf meinem Header.
    Lieben Lisagruß!

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  4. Astrid, ich liebe Björk. Ich mag ihre Art, ich mag Ihre Musik und habe selbst zwei Alben. Obwohl ich in letzer Zeit wenig von ihr gehört habe, lege ich doch hin und wieder ein Album auf.
    Wundervoll beschrieben, sehr gut getroffen, ein sehr schönes Portrait.
    Heute höre ich sie definitiv! Alles Liebe für dich und vorweihnachtliche Grüße
    Christin

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  5. Liebe Astrid, mit Björk konnte ich bislang nicht allzuviel anfangen, wußte aber auch schlichtweg zu wenig über sie. Ich fand sie einfach nur seltsam und schräg irgendwie. Da kommt so ein Post gerade richtig. Ich war sehr überrascht, als ich las, wen du uns dieses Mal nahe bringen möchtest und habe mit interesse gelesen. Ein Fan werde ich wohl auch weiterhin nicht werden, aber jetzt weiß ich deutlich mehr über diese Frau als zuvor. Danke dafür! Liebe Grüße.

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  6. Sie hat mich seit frühster Jugend begleitet, fand ich immer gut, nie geschmacklos. Sie ist halt einzigartig. Und deine Reihe ist es auch, mir gefallen deine Portraits immer sehr, ein Gewinn.
    Liebe Grüße

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  7. Ich finde sie absolut faszinierend!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  8. ...deine Porträtreihe gefällt mir sehr, liebe Astrid,
    bringt sie mir doch besondere Frauen näher...den Namen Björk kannte ich wohl, aber die Frau dahinter nicht...interessant, über sie zu lesen...danke dir,

    lieber Gruß Birgitt

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  9. Björk ist auf jeden Fall Kult. Und jetzt muss ich mal in ihr neues Album reinhören. Das habe ich nämlich noch gar nicht. LG mila (Und ihr Schwan-Kleid ist einfach göttlich...)

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    1. Hast du das gehäkelte Kostüm erkannt? Ne Inspiration?
      LG

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  10. Ich verfolge deine Porträtreihe schon eine ganze Weile und bin immer wieder dankbar über so viele mir bis dato unbekannte Frauen / Persönlichkeiten zu lesen...aber das du mal über Björk, meine Lieblingssängerin seit dem Album "Debut", schreiben würdest - damit habe ich nicht gerechnet und freue mich heute umso mehr - ihre unglaublich Kreativität nicht nur ihre Musik betreffend fesselt mich auch immer wieder aufs neue und ich freue mich das es anscheinend nicht nur mir so geht.
    Danke, für diesen - für mich heute besonders - interessanten Beitrag.
    LG Silke

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    1. Liebe Silke, es freut mich, dass ich mit Björk auch mal den Nerv jüngerer Leserinnen getroffen habe.

      Es ist ja nicht so, dass mir in den jüngeren Generationen nicht viele tolle Frauen auffallen. Aber ich habe mir halt auch zur Aufgabe gemacht, dass die nicht vergessen werden, die lange vor uns ein eigenwilliges Leben geführt haben und teilweise für sich Rechte in Anspruch nahmen, die uns allgemein erst später zugestanden wurden.
      Gerade in der Diskussion um unsere "Leitkultur" wird so gerne übersehen, dass die verheiratete Frauen in der BRD erst 1977 selbst bestimmen durften, ob sie arbeiten gehen und wo sie wohnen wollten - habe ich noch am eigenen Leib erlebt, als ich mich von meinem 1. Mann getrennt habe! Von wegen lange Tradition der Gleichberechtigung! Die Scheinheiligen hierzulande machen sich ja gerne besser, als sie im tiefsten Innern sind.

      Auch Björk hatte durchaus zu kämpfen in der Musikindustrie, da hat sich nur punktuell etwas geändert seit Dusty Springfield oder Laura Nyro...

      Das alles möchte ich vor dem Vergessen bewahren, damit auch jüngere Frauen ein Bewusstsein davon haben, wie wenig gefestigt unsere gesellschaftliche Position ist.

      In diesem Sinne herzlichst
      A.

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  11. All is full of love kommt mir da in den Sinn, wenn ich deine Zeilen lese. Ich liebe sie schon lange, seit Human behaviour genau gesagt. Crystalline ist einer meiner Lieblingssongs/Videos. Die Frau hat was auf dem Kasten. Einfach bewundernswert. Lieber Gruss Tamara

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  12. Hallo Astrid,
    ein ausgesprochen gut recherchierter und interessant geschriebener Artikel zu einer aussergewöhnlichen Künstlerin. Als ausgesprochener Fan dieser wundervollen Frau finde ich mich in den einzelnen Beurteilungen oft wieder.
    Der Film ist tatsächlich eine sehr intensive Erfahrung. Ich habe mir sofort die DVD gekauft, aber seit dem nie angesehen, denn er wirkt immer noch nach.
    Die jüngste CD als audiophiler Download von B&W klanglich schlicht phänomenal.
    Wenn ich überhaupt etwas im Artikel vermissen soll, dann die CD Gling-Glo von 1990 aus ihrer Jazzphase (eine kleine Empfehlung der Vollständigkeit halber).
    Die zahlreichen Remixe einiger CDs von diversen Künstlern inkl. ihr selbst halte ich tatsächlich auch für nicht wirklich erwähnenswert.
    Vielen Dank für die schöne Zusammenfassung.
    Schöne Grüße
    Peter Michel

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    1. Liebe Peter, wie konnte mir das als große Jazzfreundin passieren, Glin-Glo zu vergessen???
      Dass du dir den Film nicht noch einmal angeschaut hast, ist für mich völlig nachvollziehbar - es ist so ein intensives Filmerlebnis!
      Ich fand schon so, dass ich viel zu viel über ihre Musikproduktionen geschrieben habe, ich bin ja kein Musik - Blog, sondern mir geht es immer um die persönliche Lebensgeschichte und meine Leserinnen erwarten eher in dieser Hinsicht etwas von mir. Da ich allerdings auch ein breit gefächertes musikalisches Interesse habe, kommen auch Frauen aus der Musik vor ( 7 Porträts gibt es ja bereits ).
      GLG

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  13. Ja, sie polarisiert. Ich muss gestehen, ich konnte mit ihr nie so richtig etwas anfangen, habe diesen Bericht hier aber trotzdem mit großem Interesse gelesen...LG Lotta.

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  14. Danke Astrid für deinen so wertschätzenden Kommentar!
    Was das Porträt von wunderbaren jungen Frauen angeht denke ich dass es ein wichtiger Beitrag ist, die Welt in eine Balance zu bringen, wenn wir an anderen besonders auch heute lebenden Frauen sehen, was sie für die Welt tun und das in den Fokus rücken. Deine Serie ist einfach großartig, ein großes Dankeschön!!!
    Herzliche Grüße
    ELisabeth

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  15. mit björk bin ich erst ende 2007 in berührung gekommen, als in goslar matthew barney der kaiserring verliehen wurde und ER dort eine große ausstellung hatte. ich weiß noch, dass ich ganz lange und völlig fasziniert filmausschnitte mit der wundervollen björk gesehen und ihrer völlig abgefahrenen musik gelauscht habe. seitdem hat mich diese frau auch nicht mehr losgelassen. ich wusste aber nichts von ihrer trennung von mb und hab auch länger nichts mehr von ihr gehört. das werde ich nachholen - dank dir und deinem großartigen portrait!
    liebe grüße von mano

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  16. immer wieder von neuem erfreut über die auswahl der porträtierten frauen. und die ausnahmekünstlerin björk hat seit den sugarcubes einen festen platz in meinem cd-schrank (auch wenn einige alben entschieden öfter als andere gespielt werden ;-) mit dem film geht es mir auch so wie den meisten hier, die stärke reichte für 1x ansehen, v.a. da damals im kino gesehen.
    freue mich auf weitere porträts, lg heike

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