Donnerstag, 8. Oktober 2015

Great Women # 37: Regine Hildebrandt



Die Frau meines heutigen Porträts war mir als Politikerin durchaus ein Begriff und ihr Umgang mit ihrer Krankheit & ihr früher Tod haben mich berührt. Doch habe ich mich mit ihr erst ausgiebig beschäftigt, nachdem Birgitt/ Erfreulichkeiten mir diese schöne Buch geschickt hatte:


Beim Durchblättern war mir gleich klar: Diese Frau ist eine ganz besondere, über die mag ich schreiben! Und gerade in diesen Tagen, in denen der Ereignisse der Wende gedacht wird, finde ich ihre persönliche Verwicklung in dieser Hinsicht besonders erinnernswert...


Regine Hildebrandt kommt mitten im 2. Weltkrieg am 26. April 1941 als Regine Radischewski in Berlin - Mitte in der Bernauer Straße 14 zur Welt. Ihr Vater Walter Radischewski, ein Unterhaltungsmusiker & Pianist aus einer Berliner Musikerfamilie stammend, die mit einer Damenkapelle unterwegs durch Europa tourte, hatte die Mutter, die Hamburgerin Gertrud Hinz, in Berlin kennen gelernt und zehn Jahre zuvor geheiratet. Regine ist ihr zweites Kind, Bruder Jürgen 1937 geboren.

Bernauer Straße 14 heute

Der Vater ist als Pianist in der "künstlerischen Begleitung der Wehrmacht" unterwegs. Zeitweise begleiten ihn Ehefrau & Kinder, um den Berliner Bombennächten zu entkommen. Ab Oktober 1943 wird die Familie in den Warthegau auf einen Gutshof ausquartiert, das Haus in der Bernauer Straße im Mai 1944 zerstört. "Ich selbst habe an den Krieg keine deutlichen Erinnerungen, die Ereignisse sind mir nur aus den Berichten meiner Eltern bekannt," sagt sie zu dieser Zeit.

Nach der Evakuierung kehrt die Familie zurück und erhält in der Bernauer Straße 2, Parterre links, eine Eineinhalbzimmer - Wohnung mit Klo unter der Treppe im Hausflur. "Die Waschlappen in der gemeinsamen Küche waren im Winter angefroren. Da wir kein Bad hatten, gingen wir wöchentlich ins Stadtbad Mitte zum Duschen. Ich habe diese.... Zustände niemals als bedrückend empfunden, unser Leben nicht als entbehrungsreich."

Eine große Stütze ist die Großfamilie, die hilft, wo sie kann, die aber auch immer zum Feiern aufgelegt ist, so dass die typische Nachkriegsdepression bei allen nicht aufkommt.

Neben dem Haus befindet sich in der Bernauer Straße 4 die Versöhnungskirche, das dazugehörige Pfarrhaus, Gemeindehaus und so weiter - ein bedeutsamer Ort für Regine, wie wir noch sehen werden. Dort ist sie getauft worden, dort im Gemeindehaus geht sie zu Chorproben, Bibelarbeit und Konfirmandenunterricht, dort wohnt im Pfarrhaus Jörg, der Sohn vom "alten Hildebrandt", dem Pfarrer der Kirche von 1950 bis 1961. Weihnachten 1954 bekommt sie dort auch das "Geistliche Chorbuch", das Standardwerk für Kirchenchöre, geschenkt, aus dem sie bis an ihr Lebensende singen wird.

1950
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Doch erst einmal wird Regine 1947 in die gleiche Schule eingeschult, die schon Vater, Tante, Onkel besucht haben. Diese Schule befindet sich in der Strelitzer Straße in französischen Sektor. "Denn kam aber ’53 mit Ulbricht die Tatsache, dass die Ostler aber auch in Ostberlin zur Schule gehen sollten, da musste ich also aus der Schule rausgenommen werden und kam auf die Schule in der Bergstraße.... Dahin bin ich also bis zur achten Klasse gegangen," erzählt sie hier.

Russisch muss sie nun nachholen und schreibt Worte falsch, die sie bis dahin nie gehört hat wie "Zentralkomitee". Für die Familie kommt es nicht in Frage, dass sie Mitglied bei den Pionieren wird. Sie findet viele andere, für sie interessante Beschäftigungen wie Lesen, Handarbeiten, Fotografieren, Klavierunterricht, legt Herbarien an. Bei den Sommeraufenthalten am Werlsee führt sie als Störchezählerin akribisch Listen.

1954 zeichnet man sie als beste Schülerin aus. Im Mai 1955 wird sie in der Versöhnungskirche konfirmiert, eine für sie nachhaltig beeindruckendes Ereignis. Den Versuchen in der Oberschule, aus ihr eine FDJlerin zu machen, widersteht sie, da sie das mit ihrem Christsein nicht vereinbaren kann und unbedingten Gehorsam ablehnt. Das schreibt sie in einem Aufsatz in der 11. Klasse zum Thema "Mein Leben- eine Darstellung meiner Entwicklung".

Das Abitur 1959 besteht  sie - was kann man auch anderes erwarten -  mit "sehr gut", die Aussichten aber, das Wunschstudium ( Bibliothekswissenschaften, Spezialfach Biologie ) aufnehmen zu können, sind wegen mangelnder Systemkonformität gleich null.

"Eine ehemalige Klassenkameradin, Heike Erdmann, war Tochter des Biologieprofessors an der Humboldt-Universität zu Berlin. Wir kannten uns sehr gut. Dieser Professor bekam 1959 erstmals wieder die Genehmigung, Diplombiologen zu immatrikulieren. Das war im August 1959, als alle Bewerbungsverfahren eigentlich schon vorbei waren. Es gab dann aber noch ein Gespräch mit Erdmann und den ideologisch Ausschlag gebenden Leuten. Wenn ich bereit wäre, das Junge Gemeinde-Abzeichen, ein kleine silberne Kugel mit einem Kreuz darauf, an der Universität nicht offen zu tragen, dann sollte es nun klappen. Diesen Kompromiss bin ich eingegangen," berichtet sie später in einem Interview.

Beim Botanisieren 1953
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"Spaß hat mir Biologie schon immer gemacht, ich kam ja schon mit guten Feld-Wald-Wiesen-Kenntnissen an. Das Interesse war immer da," so äußert sie sich später.

In ihre Studienzeit fällt der Bau der Berliner Mauer. Regine Hildebrandt dazu: "Das hat mich getroffen wie ein Donnerschlag. Am 13. August 1961 habe ich mit Kommilitonen Urlaub in Pillnitz bei Dresden gemacht. Als wir von einem Ausflug zurück kamen, sprach uns auf der Straße ein Bekannter an: "Ihr seid ja noch hier?" Am 14. August war ich am Brandenburger Tor. Ich war der festen Überzeugung, das kann sich überhaupt nicht halten. Angst war trotzdem nicht dabei. Es wurde ja nicht geschossen."

Ihr Studentenausweis
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Kommilitonen sprechen von einem "Antifaschistischen Schutzwall", der die Kriegsgefahr verhindern solle. "Ich dachte, ich werde nicht mehr! Von "Antifaschistischem Schutzwall" konnte doch keine Rede sein, habe ich gesagt. Wo stehen denn die Kampfgruppen? - Vor dem Brandenburger Tor! Daraufhin wollten sie mich exmatrikulieren. Ich sei eines Studiums in der DDR nicht würdig."


















Hautnah erlebt die Familie Radischewski den Mauerbau, lebt sie doch direkt an der Grenze zu Westberlin: "Wir hatten in der Bernauer Straße die schöne Situation, wir wohnten auf der Ostseite und wenn wir das Haus verlassen haben, waren wir im Westen. Und wenn wir, was ja üblich war an Regelung für die Ostberliner, den Tagespiegel kaufen wollten, für Ostgeld, dann konnten wir das drüben auf der anderen Straßenseite im Laden tun," so berichtet sie an dieser Stelle.

Am Anfang kann die Familie das Haus noch verlassen, dann werden die Türen und die Fenster der Parterrewohnung zugemauert. Kampftruppen ziehen die Familie von der Bernauer Str. 2 in die Bernauer Str. 10 um, wo sich vorher jemand aus dem ersten Stock in den Westen abgeseilt hatte.

Auch Regines Bruder wählt mit seiner Frau diesen Weg in die Freiheit am 5. September 1961, am gleichen Tag, an dem wenige Meter von der Versöhnungskirche entfernt ein Mann beim Sprung in die Freiheit erschossen wird.

"Es ist ein Zustand der geballten Faust in der Tasche," schreibt sie in ihrem Tagebuch vom 12. September 1961, auch angesichts der vielen Busse mit Gaffern auf der westlichen Seite, die sie von ihrem Fenster sehen kann. Glücklicherweise kommen aber auch Verwandte, Freunde, Gemeindemitglieder aus dem Westen zum Fenster, so dass man  sich noch unterhalten kann und Präsente hochziehen...

Später werden die Häuser an der Bernauer Straße abgerissen
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Schließlich wird die Familie am 25. September im Morgengrauen geweckt und von Kampftruppen zum Umzug verdonnert, indem diese die Habseligkeiten der Familie auf einen Laster werfen.

"Die, die dann unsere Sachen sortiert haben, haben natürlich auch gleich mal die ganzen Bücher durch geguckt, ob nicht vielleicht was staatsgefährdendes dabei ist. Und da haben’se dann nen extra Stapel gemacht, wo die ganzen schlimmen Bücher drauf lagen," erzählt Regine an dieser Stelle. Letztendlich kommen sie in einer Wohnung in der Neuen Schönhauser Straße 13 unter:

Neue Schönhauser Str. 13
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"Für mich war der 13. August immer ein Horrortag, und es hat nie ein Gewöhnungsprozess an die Mauer stattgefunden, nie!", bekräftigt sie später.

Doch Regine ist "so stark gegenwartsbezogen und mit so kräftigen Optimismus versehen, dass ich nur in kurzen Augenblicken des ganzen Übels gedenke und mich von so viel Schlechtem niederdrücken lasse," vertraut sie ihrem Tagebuch im Oktober 1961 an.

Ein Wechsel in den Westen kommt für sie nicht in Frage: "... haben wir nicht nur den Osten kritisiert - das natürlich mit dem nötigen Nachdruck, sondern wir haben den Westen a) genossen und b) die negativen Seiten gesehen. Am Bahnhof Zoo sahen wir auch, was da so an Schieberei und Prostitution läuft. Dieses Äußerliche, dieses Blenden, ist ja nun überhaupt nicht meine Art. Mit anderen Worten: Der Osten war für uns das Letzte. Aber der Westen bot nicht die Perspektive für einen idealen Staat. Deshalb war es für meine Familie keine Frage, dass wir im Osten blieben." ( Quelle hier )

1964 macht sie ihr Examen. Ihre berufliche Karriere startet sie anschließend als stellvertretende Abteilungsleiterin bei VEB Berlin-Chemie. Dieses Amt bekleidet sie bis 1978:
"Mein erster Gedanke damals war, na hier verblödest du ja. Hier musst du was machen. Da habe ich mich erst mal eingearbeitet, aber auch zugesehen, in ein Thema mit einzusteigen und über den Frauenförderplan des VEB Berlin-Chemie über eine außerplanmäßige Aspirantur meinen Doktor zu machen." Die Promotion erfolgt 1968.

Auch privat tut sich was: Im Januar 1966 verlobt sie sich mit dem ihr lange gut bekannten Pfarrerssohn aus der Nachbarschaft, Jörg Hildebrandt, in Stralsund. Am 22. Dezember 1966 werden sie in der Berliner Sophienkirche vom "alten Hildebrandt" getraut.

Über die ausschlaggebenden Gründe äußert sich Jörg Hildebrandt an dieser Stelle später so: "... der Bau der Mauer hat uns wieder sehr aneinander gefesselt. Wir hatten soviel verloren. Die meisten unserer Freunde lebten plötzlich im Westen. 1962 wurde die Wehrpflicht eingeführt, ich sollte einberufen werden. Aber das wollte ich nicht. Die hatten mir meine Freunde genommen und nun sollte ich diesen Gefängnisstaat auch noch mit der Waffe verteidigen? Sie haben mich eingelocht und du hast zu mir gehalten." Eine bescheidenere Braut, so ganz ohne Schleier und Strauß, hat die Familie noch nie erlebt!

1969 wird die erste Tochter Frauke geboren, 1971 der Sohn Jan und 1974 Elske, die mit drei Jahren an Leukämie erkrankt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für Regine selbstverständlich. " "Und meine Mutter hat das erste Kind genommen und gesagt: "Ja, mach das, bilde dich weiter, entwickle dich weiter und wir helfen dir, so viel wir können.""  ( Quelle hier )

Ab 1978 arbeitet sie Bereichsleiterin in der Zentralstelle für Diabetes- und Stoffwechselkrankheiten in Berlin-Ost und erhält den Fachabschluss für Klinische Chemie und Labordiagnostik:

1978 ( rechts )
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Gefragt nach den “Säulen ihres Lebens” nennt Regine Hildebrandt “Beruf, Familie, Freunde, Domkantorei” - zu letzterem an dieser Stelle auch ein paar Aussagen: 
Bereits 1961 bei der Gründung der Berliner Domkantorei ist sie dabei und bleibt dort als Chorsängerin bis zu ihrem Ende. "Die für mein Leben wesentlichste Begegnung war die mit der Bachschen Chormusik." Und an anderer Stelle: "Wäre die Musik nicht gewesen, die wir selber machen konnten oder die uns reichlich und in hoher Qualität geboten wurde, vielleicht hätten wir dann doch einen Ausreiseantrag gestellt." Chorfahrten bringen sie in Nachbarländer wie Polen, Ungarn, Rumänien und 1988 nach Utrecht.

1987 wird ihr auch die erste Westreise zum Geburtstag der Tante Lucie gewährt. 1989 während einer Familienreise durch das Baltikum erleben sie in Tallin eine Protestaktion anlässlich des 50. Jahrestages des Hitler - Stalin - Paktes und reihen sich in die Menschenkette ein, zweifelnd, dass es in der DDR jemals so weit kommen könne...

Bornholmer Brücke, 9.11.1989
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Am 9. November 1989 -  der Sohn Jan hat gerade seinen 18. Geburtstag gefeiert,  die Kinder schlafen und Regine wäscht ab - kommt ein Anruf von Bekannten, mit der Einladung zum Grenzübergang Chausseestraße zu kommen. Die Kinder werden geweckt, der Schwager abgeholt und los geht's zur Bornholmer Brücke. Ihr erster Besuch nach dem Mauerfall führt sie natürlich in die Bernauer Straße. "In die Versöhnungsgemeinde zu Pfarrer Fischer. Wir haben eine Tasse Tee getrunken. Wie zu Hause."

Die Wende 1989 veranlasst Regine Hildebrandt, sich politisch zu engagieren: Zuerst beteiligt sie sich bei der Bürgerbewegung “Demokratie Jetzt”, am 12. Oktober 1989 tritt sie der neugegründeten SPD bei und kommt bei der Wahl am 18. März 1990 ins erste frei gewählte Parlament der DDR. Sie bekleidet bis zum Bruch im August 1990 das Amt der Ministerin für Arbeit und Soziales im Kabinett de Maizière. 

1990, im Bild ganz links vorne
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Ab November 1990 ist sie Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen im Stolpe - Kabinett der Landesregierung Brandenburg.

1990
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"Ja, bist du denn bekloppt? Für mich war der Gang in die Politik nie die Erfüllung eines sehnlichen Wunsches, sondern schlicht und ergreifend die Einsicht in die Notwendigkeit. Man kann nicht vierzig Jahre lang meckern, und dann hat man zufällig gerade keine Zeit, weil man sehen muss, wie man Geld verdient," begründet sie ihre Entscheidung später einmal.

1990 ( Mitte )
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Von November 1990 bis Oktober 1999 gehört sie dem Brandenburger Kabinett von Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) an. Im Juli 1996 wird bei ihr Brustkrebs diagnostiziert. Doch schon einen Monat nach ihrer Operation setzt sie ihre Arbeit im Ministerium fort & engagiert sich scheinbar unbeeindruckt weiterhin in der Landespolitik. Im Spätsommer 1999 zieht sie sogar als Zugpferd an der Seite Stolpes in den Landtagswahlkampf & holt wieder ihr Direktmandat. Ihre Partei verliert aber die absolute Mehrheit. In der Frage des Koalitionspartner erlangt sie keine Einigkeit mit Stolpe und zieht die Konsequenzen: Niederlegung ihres Mandats & ihres Amtes.

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Große Beliebtheit erreicht sie durch zahlreiche soziale Projekte, die sie begleitet, sowie durch ihre humane und hoffnungsvolle Einstellung im Kampf gegen den Krebs. Dabei setzt sie sich besonders für die Hospizbewegung und für die Möglichkeit aktiver Sterbehilfe in Deutschland ein. Im März 2001 erhält sie das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im Juli erfüllt sie sich den Traum einer Kreuzfahrt nach Schottland, Island, Spitzbergen und Norwegen.

Zusammen mit ihrem Mann, den Schwiegereltern, dem Schwager, einer Tochter und den Enkeln lebt Regine Hildebrandt in einem "Mehr-Generationen-Haus" in Woltersdorf am südöstlichen Rand von Berlin. Dort stirbt sie am 26. November 2001 im Kreise der Familie. "Der Tod lässt sich nicht bequatschen," meint sie lapidar.

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In einem Brief an die Enkel ( hier nachzulesen ) wendet sie sich an die Nachgeborenen. Die Berliner SPD verleiht in Gedenken an sie seit 2002 den "Regine-Hildebrandt-Preis der deutschen Sozialdemokratie", die AWO die "Regine - Hildebrandt - Medaille der AWO- Landesverbände Berlin und Brandenburg". Und selbst eine Wasserpflanze trägt inzwischen den Namen der begeisterten Biologin: die intensiv weinrote Echinodorus "Regine Hildebrandt":

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Und wenn man sich im Netz umguckt, wird man noch Einiges mehr finden, das in Erinnerung an diese beeindruckende Frau veranstaltet wird... Sie scheint - zu Recht - unvergessen.








Kommentare:

  1. Eine sehr, sehr beeindruckende Frau...geradlinig, engagiert, ehrlich...Lustigerweise habe ich von ihr ein Zitat unter meinen bereits Anfang der Woche für morgen vorbereiteten Post gesetzt...nun kann ich gleich noch zu dir verlinken...Ich freue mich, wenn unsere "Zusammenarbeit" so perfekt klappt...;-))). LG Lotta.

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  2. Ich lese deine Überschrift und habe sofort ihre Stimme im Ohr, als würde sie nebenan gerade aus dem Radio sprechen.....
    Liebe Grüße

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  3. ich habe mich heute morgen sehr gerne an sie erinnert. und hier auch vieles lesen können, was ich noch gar nicht gewußt habe. vielen dank dafür.liebe grüße, sabine

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  4. Hallo. Danke für den Einblick. Interessante Frau und leider zu früh verstorben... Ich liebe Deine Porträts! So interessant. Habe heute morgen an Dich gedacht, als ich in der Zeitung von einer Tochter (war es Lord Byron) las, die nicht studieren durfte (1890...) - hörte sich interessant an... Schönen Tag!

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    1. Das freut mich, da habe ich ja mein Ziel erreicht ;-)-
      Ja, das ist Ada Byron King, Countess of Lovelace, die erste Programmiererin, lange bevor die anerkannten Pioniere auf diesem Gebiet tätig wurden. Gottseidank haben sie eine Programmiersprache nach ihr benannt, sonst wäre Ada auch vergessen wie so viele tolle Frauen der Weltgeschichte. Ada wurde jedoch von ihrer Familie unterstützt in ihrem Wunsch nach naturwissenschaftlichem Studium.
      LG

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    2. Wow! As Du weisst! Genau die meine ich. Richtig. Überrascht bin ich dann immer, dass erst in den 70er wich, dass der Ehemann für seine Ehefrau entschied... Wahnsinn....

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    3. So war es: Ich selbst habe manche Träne vergossen und die Faust vor Wut geballt, als ich in den Siebzigern mich von meinem Mann getrennt habe, und nicht einmal meinen Wohnsitz selber wählen durfte. Manchmal ärgert es mich, dass die jungen Frauen das alles nicht mehr auf dem Schirm haben heute und dass da viel, viel nachgebessert werden müsste...
      LG

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  5. Liebe Astrid,

    auch ich bin eine große Bewunderin von Regine Hildebrandt. Hab' vielen Dank für das beeindruckende Porträt - überhaupt für die beeindruckenden Porträts, die doch mit viel Zeitaufwand, Arbeit, aber spürbarer Motivation gestaltet sind.

    Ich hätte wirklich gerne mal ein Porträt über dich. Du beeindruckst mich jedes Mal wieder.

    Liebste Grüße schickt dir
    Kirstin

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  6. ...ich freue mich so sehr, liebe Astrid,
    dass du das Buch zum Anlaß genommen hast und mir nun in deinem so gut lesbaren Stil noch mehr über diese von mir geschätzte und bewunderte Frau erzählst...sie hat in einer bewegten Zeit gelebt und hat in ihrem Leben, mit ihrem Tun einiges bewegen, Einigen die Augen öffnen können...
    herzlichen Dank dir für dieses schöne Porträt...und dafür, dass du dich so intensiv mit den Frauen beschäftigst und ihr Leben in ein gut lesbares Porträt bringst,

    lieber Gruß Birgitt

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    1. Birgitt, ein Dank noch einmal dir, die du mir dieses tolle Buch geschenkt hast! So bin ich ja erst drauf gekommen!
      GLG

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  7. Ich bin froh, schon vor einiger Zeit auf diesen Blog gestoßen zu sein und freue mich, dass es so viel Interessantes über Frauen zu lesen gibt, was mir sonst entgehen würde. Frauenbiographien und Frauenwerke sind eben immer noch zu wenig sichtbar, als dass sie einem selbstverständlich in den Blick geraten würden. Danke für Dein Engagement. Grüße von Sylvia.

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  8. Ach wie schön. An Regine Hildebrandt erinnere ich mich noch sehr gut und sehr gerne und es ist schön und interessant über sie zu lesen. Du hast das so wunderbar zusammengefasst. Bei einem so bewegten Leben stelle ich mir das nicht einfach vor. Ja und die Teilung Deutschlands ist immer wieder unfassbar.
    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Für mich eher die Wiedervereinigung! Wenn man das von klein auf erlebt hat mit Familienangehörigen "drüben", den Kalten Krieg ( mit einem Soldaten als Vater ), den Bau der Mauer mit allen grausamen Folgen und dann diese Ereignisse 1989 - ich finde es nach wie vor unglaublich. Und für mich auch ein Beispiel für "Wir schaffen das", so ein Vertrauen in unsere positive Wirkungskraft als Menschen...
      GLG

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  9. Liebe Astrid,
    danke für das interessante und berührende Portrait. Du schaffst es immer wieder, die Leistungen dieser großartigen Frauen aufzuzeigen und gleichzeitig auch ihr Menschlichkeit durchscheinen zu lassen. Als Österreicherin kannte ich Regine Hildebrandt sicher nicht so gut wie ihr Deutschen und habe nur ab und zu von ihr gelesen und einmal in einem Radioprogramm von ihr gehört. Jetzt weiß ich mehr! Auch ich liebe seit ich denken kann Biologie und Botanik. Als Kind habe ich immer Mendelsche Kreuzungsversuche mit Bohnen gemacht :) Danke für deine Portraits!
    Liebe Grüße,
    Veronika

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  10. Was für eine tolle Frau! Selten lese ich Posts auf Blogs so aufmerksam (deshalb: hier muss es heißen Radischewski und nicht Hildebrandt. Noch nicht... "Hautnah erlebt die Familie Hildebrandt den Mauerbau, lebt sie doch direkt an der Grenze zu Westberlin: ")

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Danke, Andrea, ich sollte dich als Korrekturleserin engagieren! habe es sofort geändert...
      GLG

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  11. Wie viele starke, vorbildhafte Frauen es doch gibt! LG, Ingrid

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  12. Oh, ja...mir hat sie auch imponiert....sie war eine der ersten "Ost"Menschen in der Wendezeit, auf die ich aufmerksam wurde....
    Tolles Portrait...
    LG Smilla

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  13. Ein wunderbarer Post über diese wunderbare und starke Frau!
    Ich wünsch Dir einen schönen Tag und einen guten Start in ein schönes und gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  14. Ein wunderbares Portrait! Ich kann es ja als Kind aus dem Osten sehr gut nachempfinden, was sie gerade in ihrem Enkelbrief zum Ausdruck bringt. Dieses Maßhalten ist mir äußerst wichtig und es scheint auch gelingen zu können. Meine Mutter will immer meine Kinder beschenken, die wissen aber .-zu ihrer Verzweiflung- nicht womit. Sie haben immer alles. Wibei ich da schon auch manchmal dran verzweifeln könnte... Man kann so viel schaffen, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert und festen Prinzipien des Herzens folgt. Schade, dass es Regine Hildebrand nicht mehr gibt, um so wichtiger, dass man sich ihrer erinnert. Ich denke, es ist auch dieser spezielle Wesens und Überzeugungszug, den Frau Merkel an den Tag legt...nur kann sie eben leider keinen Enkelbrief schreiben. Aber sie ist Frau, das ist ja schonmal eine Menge. 😉Liebe Grüße von Nicole

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  15. Das hat jetzt richtig gut getan aus deiner Feder ein Regine-Hildebrandt-Porträt zu lesen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich daran gewagt hätte, zu groß die Sorge, dieser großartigen Frau nicht gerecht zu werden. Du schaffst das ;-). Während meiner Arbeit in der Erzieherausbildung habe ich ihre Tochter Frauke kennen und schätzen gelernt, die unermüdlich den Blick für den natürlichen Forscherdrang von Kindern schärft und mit Kindern philosophiert. Sie ist ihrer Mutter (die ich als Bürgermeisterin auf Tagungen einige Male live erleben konnte) vom Temperament her sehr ähnlich ;-). Heute habe ich übrigens beim Lesen eines kleinen Artikels über Joan Mitchell bei mir gedacht, da muss ich mal bei Astrid gucken..., und klar, hast du sie in deiner Reihe... Zu guter Letzt: Deine Freitagsblumen, deine Raif-Badawi-Folge (deine Worte über die Entwicklung seiner Frau!) und dein Herbst-Porträt-Foto... - ich lese sehr gern hier. Herzlich Ghislana

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  16. Regine Hildebrandt, was für eine wunderbare und warmherzige Frau, ihre Stimme und Art sind unvergesslich. Danke für Dein Portrait Astrid.
    Liebe Grüße
    Maiga

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  17. regine hildebrandt war für mich immer die authentischste politikerin in deutschland und sie hat nie ihr fähnchen nach dem wind gehangen. ihr tod hat mich damals wirklich getroffen.
    ihr brief an die enkel ist wunderbar und hat mich beim lesen nochmal zum nachdenken über unsere konsumgesellschaft gebracht. die kleinen freuden, das zusammengehörigkeitsgefühl, die gemeinsamen erlebnisse sind so viel wichtiger als alle spielzeuge und anhäufungen von gegenständen.
    liebe grüße und dir einen guten sonntag,
    mano

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  18. Sie war eine imponierende Persönlichkeit, ich mochte sie immer sehr gerne. Eine großartige Frau.
    Geradlinig, geradeheraus.
    Der Enkelbrief ist sehr rührend. Ich habe immer noch ein Rezept von ihr im Küchenschrank: Sie war mal im WDR-Fernehen und backte einen Frankfurter Kranz...
    LG Sabine

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Der Kommentar ist für den Blogger wie der Applaus im Theater - also: worauf wartest du?

Aber bitte nicht vollkommen anonym - ein Name ist erwünscht! Und ein gewisses Maß an Herzensbildung auch - ansonsten schalte ich den Kommentar nicht mehr frei. Das kann auch schon mal dauern - dann bin ich vom Schreiben neuer Posts gefesselt!

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