Samstag, 19. September 2015

Ich war fremd { Blogparade }


"Wenn ich in diesen Wochen wie erstarrt vor dem Computer sitze und das Gerät mir im Minutentakt die FlüchtlingsNeuigkeiten dieser Welt auf den Bildschirm vor die Augen spuckt und irgendeine Reaktion von mir erwartet, dann denke ich viel nach über das Fremdsein und das Sich-fremd-fühlen. Darüber, was es braucht, von außen und von innen, daß ein Fremder sich nicht fremd fühlt. Darüber, ob jemand, der sich niemals fremd gefühlt hat, nachempfinden kann, was Fremdsein heißt", schrieb Friederike vom LandLebenblog am 1. September und rief zu einer Blogparade auf. 
Friederike hat für mich eine besondere Bedeutung, hat sie sich doch dort in jener bundesrepublikanischen Provinz niedergelassen, in der ich geboren wurde & die ich als knapp neunjähriges Kind verlassen musste, um in die Fremde zu gehen...


Als ich vom Rücksitz des Autos, das meine Familie an jenem 2. Januar zum Bahnhof brachte, den geliebten Zwiebelturm hinter den sich davor schiebenden Bergen verschwinden sah, ging meine Welt unter. 

Doch Kinder sind Kinder: Bald gewann die Neugier die Überhand, hatte mir doch meine Patentante, eine Rheinländerin, mit Hilfe einer reich illustrierten Karte den Mittelrhein schmackhaft gemacht. Und so fieberte ich dem Niederwalddenkmal, dem Mäuseturm entgegen, der Pfalz bei Kaup, der Marksburg...

Als wir in Bonn - Beuel ankamen, war es schon finster. Einzig eine Leuchtreklame für Deutz - & Geldermann prägte sich mir ein. Mit dem Taxi ging es zur Wohnung. Die roch nach Farbe und war nur mit Feldbetten & Luftmatratzen ausgestattet, denn unsere Möbel waren ja noch im Möbelwagen unterwegs.

Ein erster Schock am Morgen, als wir uns beim Öffnen der Fensterläden auf einer Art von Autobahnbaustelle befanden, von ihr nur durch einen breiten Rasenstreifen und einen Jägerzaun getrennt. ( Zuhause kam in unsere Straße höchstens einmal pro Woche ein PKW...)






In der Schule - glücklicherweise ohne gefährliche Straßenüberquerungen  zu erreichen, - musste die bis dahin bewunderte, geschätzte, verwöhnte Klassenprima mit einem Platz in der letzten Bank neben der absoluten Außenseiterin der Klasse vorliebnehmen. Die nahm die Chance wahr, sich auch mal gut zu fühlen, und machte mich immer an: "Du, du, du kommst doch aus dem Altersheim!" ( Mein Geburtsort hat einen ähnlichen Namen...)

Das nahm ich alles hin, wenn mich auch nachmittags regelmäßig Kopfschmerzen plagten. Meine Mutter gab sich sehr viel Mühe, mich aufzubauen, saß oft an meinem Bett, kaufte mir Illustrierte ( die ich leidenschaftlich gerne las und die es im Dorf nur beim Zahnarzt oder Friseur zu lesen gab ), half mir, schöne Einträge in die Poesiealben meiner Mitschülerinnen zu fabrizieren. Langsam entspannte sich diese Front etwas.

Doch im Wohnblock, wo wir mit fast vierzig Kindern aus allen Himmelsrichtungen der Bonner Republik zusammen trafen, gab es den für mich nachhaltigsten Zusammenstoß:
Auf dem Spielplatz gab es eine Wippe, die immer belegt war. Irgendwann platzte meiner zwei Jahre jüngeren Schwester einmal der Geduldsfaden, und sie forderte mit lauter Stimme und mit höchst hochdeutschem Tonfall & Betonung: "Geh doch mal RAAB!" Das Gelächter von mehr als einem Dutzend Kinder um uns herum ließen in mir den Wunsch wach werden, nicht an diesem Ort zu sein. Aber der richtige Faustschlag kam noch, als ein jüngerer, kleinerer Knabe sich in die Brust warf und sagte: "Äh: Seid ihr aus Bayern?" Und: "Bayern, die sind doch alle doof!"






Von diesem Tag an habe ich den heimischen Dialekt nicht mehr gesprochen. Bis heute. Ich habe mich ins Haus zurückgezogen und mit Hilfe eines Tonbandgerätes meinen nordbadischen Tonfall abtrainiert, so lange, bis niemand mehr sagen konnte, woher ich kam.

Mit dem Dialekt, mit dem Tonfall habe ich einen Teil meiner Identität aufgegeben, gelte bis heute als hochnäsig oder arrogant, wenn ich - auf Besuch - nur Hochdeutsch spreche. Ich habe sämtliche guten Gefühle, die mich mit dem Dorf meiner Kindheit verbanden, immer mehr weg gepackt, bis sie in bloße Verachtung für die Provinz umkippten. Und fühle ich mich doch mal versucht, etwas im vertrauten Idiom zu erwidern, ist es, als bohrten sich die Spitzen auf der Innenseite meines selbst geschmiedeten Eisenkorsetts in meine Brust. Ich kann nicht...

Ja, ich habe mir ein Schutzschild geschaffen - "Ich bin anders als die anderen!" -, um in der feindlich erlebten neuen Umwelt vor weiteren Verletzungen geschützt zu sein, gab mich gerne als eine, die über allem drüber steht. Gemeinschaft fehlte mir lange nicht zwingend, waren wir doch viele zu Hause. Aber ich hätte auch gerne dazu gehört, je älter ich wurde, je mehr ich durchschaute.







Ich bin überzeugt, dass einige merkwürdige Züge an mir diesen Erfahrungen & meinen Schlussfolgerungen anzurechnen sind. Leider habe ich dieses Gefühl des Fremdseins auch meinem Heimatdorf gegenüber. Und so ein bisschen dazwischen bin ich Zeit meines Lebens überall geblieben, auch hier in Köln, selbst an Karneval sitze ich immer zwischen den Stühlen...


Kommentare:

  1. Danke für die Offenheit, und danke fürs Mitmachen.

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  2. Selbstverleugnung bis in die Zungenspitze... Das ist bitter. Es erinnert mich, an die Berichte meiner Mutter, die als Kind von Schlesien ins Erzgebirge vertrieben wurde und als Pubertierende alleine weiter nach Westen floh. Heute im Alter freut sie sich, wenn sich jemand plötzlich irgendwo in der Stadt zu ihr umdreht und eine versteckte Vokallänge analysiert - und ihre Geburtsregion errät. Freudig nach einem Zipfel alter Heimat greifend. Diese minimalen Relikte erkennen können nur dort selber Aufgewachsene. Auch hier zeigten Hänseleien und Ausgrenzungen ihre Folgen. Heimatlosigkeit kann sich so deutlich in der Sprache niederschlagen, selbst wenn man das allerreinste Hochdeutsch spricht..
    Ich finde deinen Bericht so ehrlich und tiefgründig. Lieben Dank dafür.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Liebe Astrid,
    es ist immer wieder höchst interessant, diese Einblicke in das Leben der so geschätzten Bloggerinnen zu gewinnen. Vielen Dank für diese Geschichte. Vielen Dank für deine Geschichte! Liebe Grüße, M.

    Wenn ich es zeitlich schaffe, schreibe ich auch noch etwas zur Blogparade. Hier geht nämlich die Geburtstagsparade weiter...

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  4. Liebe Astrid,
    wie sich doch die „Bilder“ (fast) gleichen. Auch ich war im gleichen Alter, nur sind wir vom Rheinland nach Hessen gezogen.
    Allerdings ohne jegliche Vorbereitung, meinerseits - ich hatte so furchtbares Heimweh!
    Es sollte 5 lange Jahre dauern bis ich durch die Konfirmandenzeit wieder ein wenig das Gefühl von Zugehörigkeit bekam…

    Und auch bei der Sprache, wenn gleich die Entwicklung die entgegengesetzte Richtung einnahm hatte ich das ein oder andere sprachliche "Missverständnis“ mit meinen neuen Mitschüler.
    Heute pflege ich mein Hochdeutsch wieder und bin oft erschrocken über meine Sprachmelodie - den sie ist nicht meine!!!

    Ich habe lange gesucht nach meiner Heimat, nach meinen Platz. Jetzt, für den "Moment" habe ich ihn gefunden, den Ort des Herzens, aber zwischen den Stühlen da nehme ich auch heute noch gerne Platz...

    herzliche Grüße


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    1. Ein paar Tränen der Rührung, konnte ich mir nicht verkneifen...Ja, meine Sprachmelodie ist auch nicht die meine, aber den "Ort des Herzens", den haben wir beide gefunden. Und dann lässt sich auch einiges Wackelig - Unsichere aushalten.
      Ebenfalls ganz herzliche Grüße!

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  5. ...erst als Erwachsene bin ich von Sachsen nach Baden gezogen, liebe Astrid,
    und habe sprachliche Unterschiede auch schmerzlich kennengelernt...inzwischen spreche ich ein Mischmasch, welches sich je nach Aufenthaltsort in die eine oder andere Richtung verstärken kann, werde aber überall als nicht dazu gehörend erkannt...freue mich über jeden Ossi, den ich hier treffe und habe freundschaftliche Verbindungen zu Einheimischen...ja der Ort des Herzens, der lässt das alles in normalem Licht leuchten...

    lieber Gruß Birgitt

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  6. Das hast du aber schön geschrieben. Stets ist irgendwo jemand fremd und keiner merkt es. Das schlechte Gefühl sieht man demjenigen manchmal, doch nicht immer, an.
    Eine schöne Blogparade!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  7. Liebe Astrid,
    wie wir von Franken nach Osthessen umgezogen sind, waren unsere Söhne waren 11, 6 und 1 Jahr alt. Die Jungs wurden wegen ihrer Sprache gehänselt, der zweite hat sich den fränkischen Zungenschlag abtrainiert, es ist nichts mehr von rollendem "RRR" zu hören. Unsere Familie sagt der dritte und der vierte Sohn würden hochdeutsch reden, die Leute hier sagen, sie reden fränkisch. Jeder hört nur das fremde heraus.
    wünsche Dir eine gute Zeit
    Judika

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    1. Ist das nicht zum Heulen? Über all dem vergessen wir, das wir ALLE Menschen sind.
      GLG

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  8. Liebe Astrid, danke für Deine Geschichte. Sie berührt mich. Irgendwie ist es auch eine Anpassungsleistung, wenn man sich der Sprache und der Gepflogenheiten des Ortes anpasst, wo man sich niederlässt. Vielleicht sogar notwendig oder auch bereichernd. Und man muss etwas hinter sich lassen, ein Stück persönliche Geschichte. Mit Wehmut vielleicht. Ich habe mir ja diesen Ort durch meine Heirat selbst "ausgesucht", als ich 26 Jahre alt war. Natürlich habe ich auch versucht, hochdeutsch zu sprechen und mir ging es auch so, dass ich dann im Nachhinein abschätzige Bemerkungen hörte, ob ich denn jetzt meine, etwas "Besseres" zu sein. Allerdings habe ich mich hier nie fremd gefühlt, neu eher. Und ich bin oft gefragt worden, ob ich nach der Trennung von meinem Mann wieder zurück "nach Hause" ziehen würde. aber dieses Zuhause gibt es nicht mehr. Meine Eltern wohnten auch nur wegen ihrer Arbeit dort, wurden nie ganz heimisch und gingen nachher zurück.... So viele Menschen ziehen umher. Ich plädiere für's Dazu-Stehen, dafür, seine Wurzeln auch zu zeigen und sich nicht zu verleugnen... das ist nun mal Teil deines Lebens. Alles Liebe , Astrid! Sabine

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    1. Als Kind hat man aber keine Wahl, ob man das möchte, das Umherziehen.
      Und aus meiner Erfahrung als Lehrerin & Mutter weiß ich, wie wenig es Erwachsenen gelingt, Mobbing zu erkennen und richtig damit umzugehen, weiß aber auch, welche psychischen Schäden das langfristig mit sich bringt.
      Ich für mich habe einen Weg gefunden, habe das aber auch aufgeschrieben, um gegen allzu viel Plattheit in der gegenwärtigen Diskussion ein Gegengewicht zu schaffen. Jedes Ding hat mehrere Seiten, und mir ist es immer sehr wichtig gewesen, viele davon zu kennen.
      LG

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    2. Du hast Recht, als Kind hast du keine Wahl. Da musst du einfach mit.

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    3. Ich bin dem Schicksal (?) dankbar, dass mein Vater dann nicht mehr versetzt wurde wie sonst üblich. Für ihn war es im Ministerium die Hölle, für mich eine Chance... Ich hoffe, die 28 Jahre, die er anschließend in seinem Heimatdorf aktiv leben konnte, waren genug Entschädigung dafür.

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  9. Selten habe ich einen Text so ... ja wie eigentlich... so eindringlich, so mit angehaltenem Atem gelesen. Er ist berührend, sehr persönlich, es ist so schön so etwas über dich zu erfahren. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben.
    Man sagt ja oft Kinder finden sich schnell in alles ein, aber ganz so einfach scheint es doch nicht zu sein. Ich glaube nicht, dass man sich wirklich in die Lage der Flüchtlinge hineinversetzen kann. Ich spreche aber viel mit meiner Tochter darüber und wir versuchen es uns gemeinsam vorzustellen, wie es wohl sein mag. Seit letzter Woche sind auch in unserem Ort Flüchltlinge (500 Personen sollen in einer Halle untergebracht werden - grausam) und wir haben fleissig unsere Schränke und Kindersachen aussortiert und meine Tochter hat die Sachen heute mit hingebracht. Das Nachbarmädel dagegen hat ihren Roller weggesperrt. Ewegen der Asylanten...
    Deswegen reden, viel reden, denke ich mir immer.
    Liebe Grüße und danke
    Jutta

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    1. Au weia, welch spannungsgeladene Situation! Was wird mit so vielen Menschen, die nichts zu tun haben als zu warten...Ich habe viel mit meiner Mutter über ihre Flucht als Teenager gesprochen, 3 lange Jahre unterwegs in Lagern. Ich weiß von ihrer Lethargie, ihrem unerklärlichen Kranksein, ihren Gefühlen. Inzwischen denke ich auch, dass ihre depressiven Züge, ihre Angst auch auf ihre Kinder, uns, übergegangen sind...
      Es ist gut, wenn die Menschen erst einmal mit dem Notwendigsten versorgt sind. Aber die schwierigere Aufgabe kommt dann. Und wie werden wir de bewältigen?
      GLG

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  10. Liebe Astrid, danke für diesen Text! Sich fremd fühlen hat so unglaublich viele Facetten! Gerade Kinder sind so Schutzlos in solchen Situationen, wie gerne hätte ich ein anderes, versöhnlicheres Ende in deiner Geschichte gelesen. Auch wenn ich weiß, dass du dich ein wenig annäherst, aber ganz heil wird das nicht, die Verbindung mit deiner Kindheits-Heimat. Liebe Grüße!

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    1. Nein, heil wird es nicht, aber leichter, seit ich mir den Verlust eingestehen kann, was mit der Erkrankung meines Vaters vor ca. 2 Jahren und den vielen Besuchen dort zusammenhängt.
      Aber ich habe meinen Ort des Herzens, hier in Köln-Nippes beim & mit dem Herrn K., mit der Tochterfamilie, der Schwester, dem Bruder nicht weit entfernt.
      GLG

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  11. Liebe Astrid, dein Beitrag berührt mich sehr. Mein Mann (aus dem Stuttgarter Raum) musste - als wir nach Hessen zogen - von einem auf den anderen Tag in seinen Klassen hochdeutsch sprechen, angeblich damit ihn die Schüler besser verstehen konnten....tatsächlich haben sich die Schüler nie beschwert, nur dem Schulleiter passten die wenigen (!) noch seit Studienzeiten übrig gebliebenen geschwäbelten Wörter überhaupt nicht und so wurde er fortan kontrolliert. Er unterrichtet Mathe und Physik und nicht etwa Deutsch........Ich selber wohne seit 20 Jahren in einem katholischem Dorf in Hessen mit etwa 1000 Einwohnern, mit denen ich nie wirklich warm geworden bin. Die Mütter legen schon früh fest, mit wem ihre Kinder spielen dürfen und mit wem nicht.....die Bürgersteige werden samstags von Unkraut befreit und gefegt, sonntags wird der Gottesdienst besucht, Menschen aus anderen Ländern oder Zugezogene werden argwöhnisch beäugt und verlassen meistens unerwartet schnell wieder den Ort, die soziale Kontrolle ist unerträglich............
    Warum wir hier geblieben sind? Weil entsprechender Wohnraum auf dem Lande einfach finanziell erschwinglicher ist; der Preis dafür ist jedoch hoch!!!!
    Liebe Grüße von Hille

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  12. Liebe Astrid,
    ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll, aber ich will nicht gehen, ohne was zu schreiben.
    So eine traurige Geschichte.
    Und irgendwie kommt mir das Gefühl bekannt vor - ich bin hier immer fremd gewesen, obwohl ich von Geburt an hier gewohnt habe.
    Alles Liebe
    Anneliese

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    1. ...und das kann ich dir so nachfühlen.
      Herzlichst A.

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  13. Danke!

    Ich kann nicht mehr sagen!

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  14. liebe Astrid,
    ich habe Deine Geschichte mit großem Interesse gelesen!
    Ich lebe in Bayern, da meine Eltern aber aus Breslau und Stettin waren, wurde bei uns nur Hochdeutsch gesprochen. Ich habe mich als Kind sehr schnell bemüht bayrisch zu lernen - um dazu zugehören! Aber heute fühle ich mich hier zu Hause!
    liebe Grüße
    Gerti

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  15. ich habe die ersten zwanzig jahre meines lebens an einem ort verbracht. fremd habe ich mich gefühlt, als ich als arbeiterkind auf ein mädchengymnasium voller akademikerkinder kam. sehr fremd und sehr einsam! gut dass damit nach drei jahren schluss war! aber bitterkeit ist doch zurückgeblieben. mobbing, dass man als kind erlebt hat, ohne hilfe zu bekommen, bleibt wohl immer irgendwie in der seele haften. die gedanken daran tun mir gerade sehr weh.
    liebe grüße, mano

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    1. Ach, Mano, da kann ich mitfühlen...
      Die Zeiten auf meinem kath. Privatgymnasium mit lauter Höheren Töchtern des Bonner Bürgertums - das ist ein weiteres düsteres Kapitel meiner Geschichte.
      Um so mehr können wir uns in andere hineinversetzen...
      GLG

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  16. Ein sehr beeindruckender Text. Sehr offen und intensiv. Danke, dass du das mit uns geteilt hast. Wird mich sicher noch länger beschäftigen...

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  17. Ach Mensch ... hier sitze ich mit Ganzkörpergänsehaut. Ich glaube, vielen Menschen geht es so, auch wenn die Kommentare hier sehe. Und niemand zeigt es öffentlich, also kann man es nicht teilen. Und ja, wie Mano schreibt, es bleibt an der Seele haften. Danke für Deine Geschichte und Deine Offenheit. Wie schön, dass Dich dieser Weg in meine Nachbarschaft geführt hat. Unsere Begegnung hat sich ein bißchen wie Heimat angefühlt, weil wir nicht an der Oberfläche geblieben sind - danke auch dafür. Und ich hoffe, wir alle finden Wege, den vielen Flüchtlingen, die unterwegs zu uns sind, auch ein Stück Heimat zu geben.

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  18. Traurig und schön. Danke für den tollen Artikel!
    Doro

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Der Kommentar ist für den Blogger wie der Applaus im Theater - also: worauf wartest du?

Aber bitte nicht vollkommen anonym - ein Name ist erwünscht! Und ein gewisses Maß an Herzensbildung auch - ansonsten schalte ich den Kommentar nicht mehr frei. Das kann auch schon mal dauern - dann bin ich vom Schreiben neuer Posts gefesselt!

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