Donnerstag, 6. August 2015

Hiroshima






 Heute jährt es sich zum siebzigsten Mal, 
dass auf Befehl des US-Präsidenten Harry S. Truman
die ersten Atombombe auf
die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen wurde.

Um 8.18 Uhr explodierte sie,
dreiundvierzig Sekunden später 
war die Stadt zu achtzig Prozent zerstört.
70.000 bis 80.000 Menschen waren sofort tot.

Es war eine Lüge,
dass dieser Abwurf notwendig war,
um die Japaner zur Kapitulation zu bewegen,
denn sie hatten bereits Kapitulationsbereitschaft signalisiert.
58 Prozent der Amerikaner denken allerdings noch heute so.
( Quelle hier )
Amnesie nennt man so was.
Leider befällt sie inzwischen auch immer mehr Japaner,
und die Politiker dort denken über eigene Atomwaffen nach.

Die Dokumentation "The Man Who Saved The World" 
( auf Arte am 4.8. 2015 )
berichtet vom ( damals ) jungen sowjetischen Oberst Petrow
der 1983 im Kalten Krieg eine Entscheidung getroffen hatte, 
die einen Atomkrieg verhinderte. 

Petrows wichtige Botschaft heute an uns alle:
  "Bei einem weltweiten Atomkrieg gibt es keine Sieger. 
Wir müssen lernen, miteinander zu leben wie Brüder - 
sonst werden wir untergehen wie die Dinosaurier."


Ich habe Angst, dass das immer mehr Menschen vergessen.





Kommentare:

  1. John Herseys Büchlein "Hiroshima" sollte Pflichtlektüre werden... Es war eins der ersten Bücher oder überhaupt das erste, das der Gefährte mir schenkte. Und ich erinnere mich an Hiroshima mon amour, den Film, den wir (1970?) atemlos im "Westfernsehen" sahen. Ich vermute, heute Abend ist das Gesprächsthema beim Abendanruf, der Gefährte hat soviele bedeutende Geschichts-Daten im Kopf... Es tut gut, dass du daran erinnerst, ich hätte es heute sonst vergessen, so medien-abgekoppelt wie ich zz. lebe... Lieben Gruß Ghislana

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  2. ich teile deine angst... oder ist es eher eine Befürchtung?
    lg kathrin

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  3. Einstein hat da mal ein sehr treffendes Zitat von sich gegeben: "Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit." Und ich befürchte, zumindest mit letzterem hat er Recht.

    LG, Varis

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  4. Keine Ahnung, was die Hohlköpfe sich damals dabei gedacht haben. So viele unschuldige Menschen sofort, noch mehr lange später für einen Dickschädel gestorben... Grauenvoll der Gedanke, das es immer noch solche Hohlköpfe gibt...
    LG, Andrea

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  5. Bis heute hat sich Amerika nicht dafür entschuldigt...Wie kann man überhaupt nur auf so eine abscheuliche Erfindung kommen...was sind das für Menschen? LG Lotta.

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  6. "Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten." Wie wahr, Herr Brecht.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Sehr schönes Zitat, Andrea! Nur dass das nächste Mal nicht nur Karthago verschwunden sein wird, sondern alle...
      GLG

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  7. Interessant ist dabei, dass diese Erkenntnis von einem "bösen" Russen kam und nicht von den "guten" Amerikanern. Auch der Irakkrieg war eine Lüge ... und Amerika hat anscheinend nichts aus Hiroshima und Nagasaki gelernt. Während des Irakkrieges, der übrigens eine völkerrechtswidrige Invasion war hat Amerika 1000- 2000 Tonnen Uranmunition abgeswchossen. An Orten der Panzerschlachten wo diese Munition verwendet wurde,wird heute noch eine erheblich erhöhte Strahlung gemessen. Angeblich ist die Munition gesundheitlich unbedenklich. Die Fälle von Leukämie und anderen Krebsraten ist seitdem aber um das Zehnfache gestiegen. Da es jedoch keine wissenschaftlichen Belege für einen Zusammenhang gibt, liegt es angeblich auch nicht an der Munition. Tja, es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    Meine Meinung zu der amerikanischen Politik (ich will nicht pauschalisieren und von den Amerikanern sprechen) behalte ich ganz vornehm für mich. Das Thema Ukraine und Nato ist auch so eine Ding. Ich empfinde die amerikanische Nation als den größten Usurpator dieser Welt. Ihr heutiges Verhalten zeigt mir einfach, die Politik hat NICHTS aus Hiroshima gelernt, NICHTS!

    LG Doris

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  8. diese angst hab ich leider auch allzu oft. gut, dass du hier in der bloggerwelt an dieses furchtbare ereignis erinnerst.
    danke und lg, mano

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  9. Danke für die Erinnerung. Ich habe gestern auch gelesen, dass es keineswegs die Atombomben waren, die den Krieg beendet haben - wie es immer wieder als Rechtfertigung behauptet wird. Es war vermutlich die Kriegserklärung der Russen. Und Hiroshima und Nagasaki war eine Möglichkeit, schnell noch zwei Bomben zu testen, die man für viel Geld entwickelt hatte. Das macht mir noch viel mehr Angst,.

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  10. In der heutigen Tageszeitung ist das Titelbild ein wunderschönes: Lauter bunte Papaierlaternen. Der kleine Fuchs hat gefragt was das ist... und nach meiner Erzählung kräftig geschluckt. Danach mussten wir uns auf der Weltkarte anschauen wo überall Krieg ist. und danach hat er sein Spielzeugregeal "kriegsbereinigt" Ein Jeep und zwei Militär-Mini-Jets mussten raus, mehr findet sich ja eh nicht bei uns. Bringen wir morgen in den "Flohmarktladen". Das Holz-Ritterschwert durfte da bleiben, weil damit kann der Ritter ja auch Zucchini abschneiden ... :-)

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  11. Liebe Astrid,
    danke, dass Du an dieses furchtbare Ereignis erinnerst, so etwas darf niemals mehr geschehen, wir müssen unseren Kindern immer wieder bewusst machen, wie dumm Menschen sein können.
    herzlich Judika

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  12. Ich komme erst heute dazu, deine Erinnerung an Hiroshima zu lesen, und muss sagen, dass ich in den letzten Jahren oft den Atem angehalten habe, wenn irgendwo Konflikte zu eskalieren drohten, und ich hoffte, dass alle besonnen genug wären, nicht die finale "Lösung" zu suchen.

    Ich komme mir dann immer wie eine Feder im Wind vor, die einfach irgendwo hingetrieben wird, wo sie nicht hinwill. Oder sagen wir es mal weniger bildhaft: ich fühle mich sehr ohnmächtig und den Entscheidungsträgern ausgeliefert und hoffe auf den gesunden Menschenverstand, aber gerade Militärs haben davon anscheinend sehr wenig. Nie wieder Hiroshima!!!

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