Montag, 10. September 2012

(K)ein Glückspilz


Heute war einfach nicht mein Tag:
Schwüle macht mir prinzipiell zu schaffen. Als ich Schnitte in neuen Größen kopieren wollte ( was ich sowieso immer weniger leiden kann ), war meine Baufolie alle & ich musste improvisieren. Body zuschneiden aus "Gitta" - Jersey ist nervig, weil der sich stark rollt. Beim Zusammennähen wurde mir immer klarer, dass meine Overlock um einen baldigen Besuch bei Priesterath nicht herum kommt: Messer nicht mehr scharf genug, Stichbreitenfinger immer lockerer - die Nähte sehen einfach zu unsauber aus. Beim Nähen der Paspeln an Hals und unterem Rand à la Hamburger Liebe zickte dann auch noch meine Nähmaschine. Der Gipfel war dann, als ich die Ärmelsäume - aus Bequemlichkeit mit der Zwillingsnadel statt mit der Coverlockmaschine gesäumt - zwei Mal auftrennen musste. Es reichte!

Dabei hatte ich doch gestern von meiner Schwester einen neuen Glückspilz, diesmal aus Platanenholz, für meine Sammlung geschenkt bekommen:


Als Kind habe ich beim Pilzsammeln immer lieber die Fliegenpilze mitnehmen wollen & die kleinen Papiermaché - Pilze am Adventskranz fand ich auch so niedlich. Und mit Vorliebe habe ich Pilzhäuschen gezeichnet, die von kleinen Waldtieren & Zwergen bewohnt wurden.
Aber dann kam eine Zeit, in der das alles als absoluter Kitsch verdammt wurde & als Zeichen des schlechten Geschmacks. 
Ich musste mich erst einmal hinsetzten, als ich dann 2008 mit der Fliegenpilzflut in den Nähblogs konfrontiert wurde. Aber diese kleinen Pilze strahlen so etwas Fröhliches, Positives aus, gegen das ich mich auch nicht mehr stellen wollte...
Gut, in meinem Zuhause durften sich allerdings nur diese, aus verschiedenen Hölzern handgeschnitzten Exemplare breit machen. Aus  Rotdorn-, Akazien-, Pflaumen- & Kirschbaumholz habe ich schon welche, auf ein Exemplar aus dem Holz des morschen Walnussbaumes meiner Eltern warte ich noch...

Aber als echter Glückspilz fühle ich mich immer erst, wenn ich mit meiner kleinen Enkelin zusammen sein kann:


Ihr allein ist es heute gelungen, meine schlechte Laune zu vertreiben...

Was ist euer Rezept gegen solche Missstimmungen?
:-) Astrid



1 Kommentar:

  1. Hi Astrid....des beste Rezept gegen schlechte Laune sind auch bei mir meine Kinder( wobei die 3 Hühner es ziemlich oft auch schaffen bei mir das Gegenteil zu bewirken und mich in fast in den Wahnsinn treiben können...grins). Dein Blog ist übrigens auch voll der Gute-Laune-Macher. Ich schau immer wieder gerne bei dir vorbei. Leider bleibt mir mittlerweile nur noch sehr wenig Zeit dafür.

    Übrigens: vielen vielen Dank für den Award. Ich hoffe zu verzeihst mir, dass ich mir diesmal den ganzen Aufwand der damit im Zusammenhang steht, gespart habe.

    Ganz liebe Grüße
    Daniela

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