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Montag, 23. August 2021

Restefest - August 2021

Nach wie vor finde ich die Idee von Marion/Kunzfrau-kreativ, im Januar 2018 von mir aufgegriffen, inspirierend, aus Resten etwas zu nähen und im Blog zu präsentieren. Ende Juli, Anfang August habe ich ja die Kisten mit den Reststoffen unter meinem Nähtisch inspiziert und aufgeräumt, zwei schwere Pakete mit solchen Resten gepackt und an Kindergärten verschickt, aber auch alle meine anderen Sammlungen an Nähzubehör kritisch überprüft und aufgeräumt. 

 

Und da fanden sich in einem Behältnis von Schuhkartongröße auch jede Menge "Stickis", Sachen, die ich mal ausprobiert, die kleine Fehler oder die ich gekauft hatte, als ich noch keine Stickmaschine besaß.

Meine Schwester, ihre Tochter & ihr Enkel haben sich dann Motive ausgesucht, weil sie neue Schlüsselbänder brauchten und von mir gemacht haben wollten. 

So sind mal während einer Siesta des Herrn K. diese Exemplare rechts mit Hilfe von Rips- und diversen Webbändern entstanden. Karabinerhaken habe ich in verschiedenen Metallfarben & Größen immer auf Vorrat.

Beim Aufräumen habe ich auch den Jersey wieder gefunden, von dem ich ein Drittel vor zwei Jahren für einen Bügelbrettbezug verwendet habe. 

Der alte war nämlich inzwischen an ein paar Stellen löchrig geworden bzw. leicht angebräunt, da war ein neuer Bezug motivationspsychologisch angebracht, denn wirklich gerne bügle ich nicht. ( Beim Nähen ist ja so Brett auch ein unvermeid- bzw. unverzichtbares Utensil. ):



So ein Nutzgegenstand ist relativ einfach herzustellen: 

Ich habe den Jersey auf meinem großen Tisch ausgebreitet, das Bügelbrett darauf gelegt und im Abstand von 6 Zentimetern von den Rändern des Brettes eine Linie gezeichnet ( am geraden Ende neben der Ablage fürs Bügeleisen 3 Zentimeter ). Entlang dieser Linie habe ich den Jersey beschnitten und anschließend die Ränder mit der Overlockmaschine versäubert. Dann habe ich mit einem Dreifach-Zickzack-Stich eine extrem gedehntes schmales Gummiband entlang des Randes festgesteppt - das ist schon die ganze Kunst! Anschließend muss das Teil nur über das Brett gezogen werden wie ein Spannbetttuch über die Matraze.

Für einen dritten Ersatzbezug ist allerdings immer noch ein passendes Jerseystück übrig geblieben.



Ebenfalls wiederentdeckt wurde ein Jacquard- Rest mit einem japanischen Ashanoa - Muster. Das schien mir passend als Verpackung eines Geldgeschenkes ( Beitrag für eine Japanreise ) zum siebzigsten Geburtstag.
 
Gefüttert habe ich es mit einem Rest von einem sehr farbenfrohen Hemd des Herrn K., ein schöner Satin, den ich erst nicht weggeben konnte.

Ein Stiftemäppchen kann ein Künstler doch auch immer gebrauchen, oder?

Auch der größte Teil des Restes vom Frida - Stoff von diesen Mäppchen musste einfach weg und wurde in einen Rucksack für die Nichte gleichen Namens umgewandelt. 

Ein echter  Blickfang  ist das doch mit diesen intensiven Farben geworden!


Ich bin in diesem Monat eigentlich sehr zufrieden gewesen, was die Näherei anbelangt, vor allem auch, dass ich erst gar nicht neue Reste aufkommen lasse, denn zwei Kisten unterm Nähtisch sind ja immer noch gut gefüllt. Von den nicht angeschnittenen Stoffen wollen wir mal gar nicht reden...




Verlinkt auch mit dem Creativsalat