"Von der Tradition wissen sie nicht mehr,
als dass angeblich früher alles besser war,
auch wenn sie keine Ahnung haben,
wann dieses Früher zu Ende gegangen wäre.
Von der deutschen Geschichte haben sie nur gehört,
dass diese „groß“ und „erfolgreich“ gewesen sei."
.....
"Es braucht den Anstand und die Disziplin,
die den Rechten völlig fremd sind."
Claudius Seidl
"Was bleibt ist unheimlich laut,
surreal selbstbewusst,
unrealistisch eindeutig
und folglich hohl
und unsere Gesellschaft nicht weiter bringend."
@blauerelefant
"Egomanie war immer schon schlimm.
Aber selten so laut!
Es herrscht den ganzen Tag Topfschlagen."
Micky Beisenherz
Noch ganz schön grün, aber mit kleinen Anzeichen herbstlicher Vergänglichkeit, der Feiertag vor einer Woche!
Besonders der Gleditschie vor meiner Haustüre sieht man den Herbst an. Sonnig war's am Sonntag zum 28. Köln-Marathon und mit 21°C auch recht warm.
Gehört habe ich bis in mein Zuhause die Samba-Trommeln. Und da war klar: Ich muss auch nach draußen!
Mehr als 41.000 Läuferinnen und Läufer waren in Köln auf den Straßen der Domstadt unterwegs - ein neuer Rekord! Das entspricht einer kleineren deutschen Mittelstadt. Es gab auch wieder Streckenrekorde: Der Kenianer Bernard Kiprop Koech lief nach 2:06:20 Stunden als schnellster Mann ins Ziel, seine Landsfrau Jackline Chepngeno als schnellste Teilnehmerin nach 2:21:33 Stunden. Beeindruckt haben mich die doch recht zahlreichen Staffeln mit inklusiven Teilnehmer*innen, darunter auch blinde. Jede Staffel bestand aus je zwei Menschen mit und zwei Menschen ohne Behinderung, die die Strecke gemeinsam bewältigten. Unterstützt wurden sie von 30 Begleitläufern.

Auch die jungen Menschen, die in Siebener - Staffeln für ihre Schulen laufen, habe ich mit Freude gesehen. In diesem Jahr kannte ich allerdings niemanden unter den Teilnehmern ( mein Bruder, den wir früher angespornt haben, läuft keinen Marathon mehr, zu wenig Zeit zum Trainieren ). Aber die tolle Stimmung am Straßenrand in meinem Veedel nehme ich doch gerne immer wieder mit.
Irgendwie ist bei mir trotz spätsommerlicher Temperaturen drinnen die Verveine-Tee-Spekulatius-Zeit angebrochen.
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| ( In etwa mein 12tel Blick der Jahre 2021 bis 2025 ) |
Am Dienstag eine Art Familientreffen am östlichen Ende der Stadt auf der Schäl Sick bei der ersten Frau des Herrn K., wie wir das jetzt schon fast traditionell jeden Herbst veranstalten. Auf dem Weg dorthin bin ich auch am Thielenbrucher Wald vorbeigekommen:
Der geplante Ausflug am Mittwoch mit meinen lieben Nachbarn musste storniert werden, weil ihnen jemand ins Auto gefahren ist. Dafür hat sie mir einen Blick gegönnt, die Großnichte! Welch ein Erlebnis!
Habe ich den sonnigen Tag halt für meine Hobbys genutzt, im Garten gearbeitet und gelesen. Ab jetzt wird wohl tägliches Fegen als Sport angesagt sein. Am Mittwoch habe ich dabei noch reichlich geschwitzt ( 22°C ). Ab drei Uhr nachmittags trübte es dann langsam ein, ab acht Uhr regnete es. Und seitdem ist es herbstlich hier bei uns, es regnet immer mal wieder, die Temperaturen liegen seitdem um 13-14°C und die Heizung läuft. So gefällt es mir drinnen, denn den geplanten Ausflug konnte ich am Freitag nicht nachholen, weil ich etwas unpässlich war. Määt nix!
Web-Fundstück der Woche: ein tolles Wort!
Wenn die Mitmenschen wenigstens nur besserwisserisch unterwegs blieben! Frau ist ja unterdessen bescheiden geworden in ihren Ansprüchen. Stattdessen wird gehetzt, gehasst, gedroht, selbst mit dem Vergasen in altdeutscher Manier. Hape Kerkeling fand klare Worte im Thüringer Landtag, machte das sichtbar, was für jeden eigentlich offensichtlich sein sollte. Deswegen musste in dieser Woche auf sämtlichen Kanälen gegen ihn geschossen werden, um ihn zu denunzieren, ihn als "
geisteskrank" oder
"Schwuchtel" usw. zu diffamieren, ihm Gewalt anzudrohen. Geht man so inzwischen mit seinen Mitmenschen um? Ist das der korrekte Weg in puncto Meinungsfreiheit? Ich weiß nicht, liebe Leserinnen meines Blogs, ob ihr damit konfrontiert seid, welche Verrohung sprachlicher Art in den
social media nun gang und gäbe ist und den politischen wie privaten Diskurs bestimmt. "
Ick kann jar nicht soville fressen, wie ick kotzen möchte." ( Max Liebermann, Maler, 1933 )
Sehr gefreut habe ich mich über die Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Juristin und Menschenrechtlerin
Navanethem "Navi" Pillay, die u.a. von 2003 bis 2008 Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gewesen ist, ehe sie 2008 bis 2014 UN-Hochkommissarin für Menschenrechte wurde.
Honni soit qui mal y pense, wenn zur gleichen Zeit die US - Regierung weitere Sanktionen gegen diesen Internationalen Gerichtshof in Den Haag verhängt werden. Man werde Transaktionen mit dem Gericht untersagen, Ressourcen beschneiden und seine Handlungsfähigkeit einschränken. Verlieren konnte das Trampeltier noch nie.
Genießt am Wochenende, was wir noch haben!
Und wer ebensolche Freude an der Renovierung von Ricks Zuhause in London hat wie ich, kann hier das aktuelle Video nach über 60 Tagen Arbeit sehen: Incredible!
Liebe Astrid,
AntwortenLöschendas schönste zuerst:
Was für ein Blick deiner Großnichte!! Da rast die Positivbilanz steil nach oben. :-)
Auch dein Terrassentisch, das ist eine wahre Augenweide.
Wie schön, dass du Kontakt zur ersten Frau hast!
Das muss auch erstmal hinbekommen werden, klasse!
3 Frauensachen haben mich diese Woche sehr gefreut:
- Deutscher Buchpreis für Shida Bazyar
- Literaturnobelpreis für Anne Carson ( die mir leider gar nichts sagt, aber ich freue mich einfach, dass eine Frau ihn bekommen hat) , sie hat es erfahren bei einem Spaziergang in Island am Strand
- Friedensnobelpreis für "Navi" Pillay!!
( Ich habe kurz ihre Reaktion im Fernsehen gesehen, als sie davon erfuhr im Nürnberger Justizpalast
so in etwa: "This is a joke." und danach "ich als Anwältin muss erst überprüfen, ob das der Wahrheit entspricht" oder so ähnlich. Humor hat sie auch!! )
Das waren meine Frauen-Highlights!
Mit Hape Kerkeling, das habe ich wiederum gar nicht mitbekommen, das werde ich sofort mal nachlesen. Und das ist das, was gar nicht mehr geht:
sofort auf ihn mit allen Geschützen unter der Gürtellinie losschießen.
Eine alles in allem nicht so schlechte Woche hattest du, oder?
Viele liebe Grüße,
Claudia
Deine Woche scheint sehr schön gewesen zu sein, auch wenn es nun kalt und ungemütlich wird.
AntwortenLöschenBesserwisser gibt es immer. Das Wort gefällt mir aber. Versuche ich mir zu merken. Das Internet scheint die Menschen wirklich mutig zu machen. HP hatte so recht mit seiner Rede.
Liebe Grüße
Andrea
da lebe ich wirklich auf einer fast heilen insel in meiner kleinstadt. es ist ein berührendes foto des babys, bringt mich zum strahlen. anderes habe ich nicht im griff. wünsche dir erstmal gute gesundheit und freude, wo auch immer du bist. wir pflegen unsere netzwerke, gell. herzlich grüßt roswitha
AntwortenLöschenDa hat bei dir die (Kräuter-)Teezeit ebenfalls begonnen. Mir ist nicht nur abends einfach nur kalt. Da müssen warme Socken an die Füße und ein warmer Tee in den Körper.
AntwortenLöschenIch schließe mich der Vor-Kommentatorin Claudia an. Die drei Preisverleihungen an klasse Frauen in dieser Woche taten gut und machen etwas Hoffnung.
Viele liebe Grüße
Karin
Moc krásné zátiší máš na terase milá Astrid a co se týká Nobelovy ceny míru, je opravdu "překvapením", že ji nezískal ten ruský agent z Bílého domu, který přece ukončil 8 válek a aktuálně se dohodl s masovým vrahem Putinem na dodávkách ruské ropy, takže krvavými penězi za její nákup bude financovat vraždění Ukrajinců. Jak odporné. Pokud možno klidný zbytek víkendu přeji. Katka
AntwortenLöschenAno, je to k zoufání.
LöschenDoufám, že se i vy tam, kde jste, máte dobře.
Srdečně zdravím!
Da war ja eine Menge los in Köln. Wobei mir beim Rennen auf Asphalt schon beim Zuschauen die Knie wehtun... Sehr herbstlich gemütlich schauen Teezeit und Terrassentisch aus! Wir hatten einen Regentag - endlich, aber das war's dann aber auch schon wieder.
AntwortenLöschenDie Verrohung von Sprache und Geist im Internet lässt nichts Gutes für die Zukunft ahnen...
Liebe Grüße
Andrea
Wie schön, dass Navanethem Pillay bei uns in Nürnberg das erfahren durfte. Ich habe mich auch so mitgefreut!
AntwortenLöschenDas Cover von Anne Carsons letztem Buch: Norma Jeanne Baker von Troja hat auch eine Fränkin gemacht, die jetzt in Berlin lebt: Heidi Sill.
Mich freuts einfach, dass unser kleines Franken doch immer ein bisschen mitmischt!
Aber nun zu Deiner Woche, die alles in allem eine gute war, wie mir scheint.
Die Marathon-Stimmung ist auf jeden Fall immer etwas Besonderes, auch wenn Du dieses Mal nicht jemand direkt zum Anfeuern hattest. Mein Sohn ist mal den Berlin-Marathon mitgelaufen und bekommt heute noch Gänsehaut darüber...
Dass Du im Garten angefangen hast mit dem Fegen, wird noch viel Fortsetzung finden...
Und eine Großnichte mit dem Blick der ganzen Welt, das ist einfach wunderbar.
Einen schönen Sonntag wünscht Dir herzlichst,
Sieglinde
Deine Woche klingt zumindest größtenteils nach einer guten Woche. Bis auf das unpässlich und den Autoschaden, ich hoffe dir geht es wieder besser. Die Zitate wie immer auf den Punkt ausgesucht. Und die Anhörung von Hape Kerkeling im Thüringischen Landtag habe ich mir online angesehen, mein Respekt vor diesem Menschen steigt gerade immer weiter. Die Anfeindungen denen er ausgesetzt ist hingegen sinken immer tiefer. Die Grenze des Sagbaren verschiebt sich immer weiter in schon jetzt nie für möglich gehaltene Untiefen.
AntwortenLöschenDass so viele wichtige Nobelpreise diesmal an die unterrepräsentierte weibliche Hälfte der Menschheit gehen freut mich.
Liebe Grüße heike
das schlusswort habe ich noch nie gehört, aber menschen, die so sind kenne ich leider zu viele. meistens männlicher natur...
AntwortenLöscheneine bunte, ein schon fast leuchtende woche mit aktivitäten, aber auch mit gemütlichen stunden zu hause. so mag ich das auch.
hab es noch schön am wochenende!
liebe abendgrüße von mano
...und ja, unser urlaub war wirklich so erholsam. danke für deinen lieben kommentar!