Montag, 25. Januar 2021

Zur Erinnerung

an den 
Maler, Dichter, Tänzer, Popstar, Zeitzeugen und Menschen
Arik Brauer


der am Sonntagabend, 
drei Wochen nach seinem 92. Geburtstag, 
im Beisein seiner Familie 
  in Wien
gestorben ist.

 Der Sohn eines aus Litauen stammenden jüdischen Schuhmachers 
in Wien-Ottakring 
überlebte versteckt in einem "Ganghäusl",
 während der Vater verschleppt 
und später in einem lettischen Konzentrationslager umgekommen ist.

Nach dem 2. Weltkrieg studierte er Musik
und Kunst an der 
Akademie der bildenden Künste Wien. 
In dieser Zeit gründete er mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner u.a. die 
"Wiener Schule des Phantastischen Realismus". 
Zwischen 1951 und 1954 
reiste er mit dem Fahrrad durch Europa und Afrika. 

Dieses Lied mit dem "Radl" war das erste, das ich von ihm gehört habe:


Ich kann bis heute den Text mitsingen...

1954/55 lebte er als Sänger und Tänzer in Israel, 
dann in Paris, ab 1964 wieder in Wien
und machte sich einen Namen als Bühnenbildner und Sänger 
ab den 1970er Jahren.

Mit solchen Liedern wie diesen
hat er seine Stimme für Menschlichkeit, Solidarität und Freiheit
erhoben
&
meine Weltsicht
und mein Tun beeinflusst:




© Arik Brauer/Sebastian Gansrigler



 "Ich war so glücklich mit meiner Frau, mit meiner Familie, 
mit meiner Kunst und meinem Wienerwald. 
Aber es gibt eine Zeit, da lebt man, 
und es gibt zwei Ewigkeiten, da existiert man nicht."

Das sollen seine letzten Worte gewesen sein.

Danke dafür,
dass ich an diesem reichen Menschenleben
teilhaben durfte.

                                                         


Kommentare:

  1. Liebe Astrid,
    danke für die Erinnerung. Hatte ihn schon etwas vergessen,dabei habe ich seine Lieder und phantastischen Bilder sehr geliebt.
    Viele Grüße Ingrid

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  2. Danke, dass du uns erinnerst. Es ist immer schön, an die Besonderen zu denken.
    LG
    Magdalena

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  3. Ihn hatte ich gar nicht mehr im Blick, aber nun gleich wieder im Gehör. Einer von denen, die nur Wien geboren werden und nur dort wirklich ihr Glück finden. A ganz a b'sondrer Mensch!
    Möge er seinen Frieden haben, in der für ihn passenden Ewigkeit.
    Servus,
    sagt Sieglinde

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  4. Danke für die Erinnerungen an ganz besondere Menschen.
    Das Nesthäkchen gibt es jetzt auch in der Mediathek und das werde ich mir jetzt nochmal ganz in Ruhe anschauen.
    https://www.zdf.de/serien/nesthaekchen/nesthaekchen-teil-1-100.html
    in
    zum Gedenken an Else Ury

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  5. Ich glaube, wir leben bis heute in versch. Kulturkreisen - der Name ist mir noch nie begegnet und leider hängt auch mein Web mal wieder unter 100kb/sek fest... ich kann mir das nur später anhören. Danke für die Bereicherung.
    Herzlichst
    Mascha
    (grade ziemlich schlimm krank)

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  6. Das Radl-Lied kannte ich bisher nicht. Aber es ist sehr schön. Danke für's Verlinken
    Liebe Grüße - Elke

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Ich freue mich eigentlich über Kommentare. Doch es gilt auch die uralte Spruchweisheit: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." Da wird dann schon mal der Freischaltknopf nicht gedrückt, wenn der Ton daneben ist...

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