Irwin Cotler, sein kanadischer Anwalt, hat einen Brief an Fionnuala Ni Aolain, der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten, geschrieben, weil er um das Leben des Bloggers fürchtet. Darin beantragt er die Intervention der Vereinten Nationen.
Kein gutes Zeichen ist, dass Raif seit zehn Tagen nicht mehr seine Frau Ensaf Haidar angerufen hat, wie heute Elham Manea, jemenitisch-schweizerische Politologin und Autorin bei WDR5 berichtet hat. Immerhin gab es aus diesem Anlass heute endlich mal wieder mediale Aufmerksamkeit.
Es ist übrigens nicht der erste Hungerstreik Raif Badawis: Im vergangenen September hatte er bereits einen gestartet, um ein Treffen mit einem Vertreter der saudischen Menschenrechtskommission zu erhalten.
Al Issa zeigte sich bewegt angesichts der Zeugnisse des Massenmords. "Aber Gottes Barmherzigkeit ist über allem und stärker als das", meinte er. Der Islam gäbe niemandem das Recht, gegen Juden vorzugehen. Wer das täte, sei wie die Nazis, so seine weiteren Ausführungen. Allerdings gäbe es extremistische Ausprägungen in allen Religionen. Der Geistliche sprach auch von "Verbrechen gegen die Menschlichkeit".
Der AJC-Direktor David Harris betonte den "historischen Tag". Viele der deutschen Täter seien Akademiker gewesen, studierte Leute, Ingenieure, so Harris. Sie hätten alles gelernt, aber nicht Menschlichkeit.
Die fehlt meines Erachtens seinem saudischen Gast ebenfalls. Es war Al Issa, der als saudischer Justizminister den Blogger Raif Badawi ins Gefängnis gebracht hat und hinter der hohen Strafe von zehn Jahren Gefängnis, tausend Stockhieben und den anschließenden zehn Jahre Ausreiseverbot gestanden hat.
Es scheint noch eines gewaltigen Schrittes der Selbstreflexion zu bedürfen, damit dieser Herr die schreckliche Ungerechtigkeit in seinem eigenen Verhalten erkennt und entsprechend Einfluss nimmt.
Hab ich es schon mal gesagt? Ich hasse Feiertagsreden...


nun..
AntwortenLöschenGottes Barmherzigkeit mag über allem sein
nur ..die Menschen müssen sie ausführen
und da scheint sie noch nicht angekommen zu sein :(
ja.. ausser schönen Worten kommt nichts bei rum
mir tut die Familie sooo Leid
liebe Grüße
Rosi
puh.... trotz aller kenntnis über die grausamkeiten, die menschen anderen lebewesen antun immer wieder grausam, so etwas lesen zu müssen. *sarkasmus an* aber es ist ja die krone der schöpfung und so unfehlbar, der mensch.... *sarkasmus aus* mehr fällt mir dazu gerade nicht ein.
AntwortenLöschendanke für´s erinnern.
liebst,
jule*
Angesichts der vielen Inhaftierten in saudischen Gefängnissen empfinde ich den Besuch von Auschwitz und die Kommentare dieses Gastes schlicht als tiefsten menschenverachtenden Zynismus. Man möchte ausspucken. Freiheit für diese armen misshandelten politischen Gefangenen. Es ist ein Grauen. Grüße, Eva
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