Mittwoch, 7. Februar 2018

Stadt - Land im Februar: Der Verkehr, die Autos und so

"Der für mich auffälligste Unterschied zwischen draußen am Land und mitten in der Stadt sind die Autos. Ein leidiges Thema und doch betrifft es jeden", schreibt Susanne in der Einleitung zu ihrem Februar - Post in der Reihe "Stadt - Land".
Ja, leidig ist es, das Thema. Mir besonders leidig, seit unsere geschäftsführende Regierungschefin ( Daimlers Zetsche schloss sich an ) die Tests an Affen oder sogar Menschen der Autoindustrie als "ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen" bezeichnet hat und dabei völlig ausblendet, dass dieser Wirtschaftszweig - in der BRD unter Bestandsschutz wie kein zweiter und unsere liebste Hätschelbranche - schon seit Jahr und Tag die Menschen in unserem Land einem Feldversuch ohnegleichen unterzieht, was die Auswirkungen der von Dieselfahrzeugen ausgestoßenen Stickstoffdioxide betrifft. Mehr Scheinheiligkeit geht nicht. Wir haben nicht nur ein Fehlverhalten in der Autoindustrie, sondern ein größeres in der Politik. Meine Atemwege ( und die Tausender von Menschen ) könnten quasi ein Lied davon singen, wenn sie nicht so angekratzt wären.



Die Folgen sind an den justement zu diesem Zeitpunkt vom Bundesumweltamt veröffentlichten Ergebnissen der Stickstoffdioxid - Messungen für 2017 abzulesen, die meine Stadt an dritter Stelle der am meisten belasteten Kommunen ( nach München und Stuttgart ) aufführt. Ich hoffe auf eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, weil meine Stadt ( wie zwanzig weitere deutsche Städte ) die Luftgrenzwerte für Stickstoffoxide wohl auch bis zum Jahr 2020 nicht schaffen wird. Anfang Februar ist ein Gutachten vorgelegt worden, dass besagt, dass nicht einmal ein Fahrverbot für sämtliche Dieselfahrzeuge ausreichen würde...

Laut Statistik von 2016 gibt es in Köln 532 241 Autos ( darunter 157 025 mit Dieselmotor ), das sind pro tausend Einwohner 424 Autos. 

Zum Vergleich: 
In den umliegenden Landkreisen sind es 531 ( Rhein-Sieg-Kreis ), 568 ( Rheinisch- Bergischer Kreis ) bzw. 530 ( Erftkreis ) pro tausend Einwohner.



Da darf es einen nicht wundern, wenn morgens die großen Einfallstraßen in die Stadt verstopft sind ( im Staureport an sechster Stelle in Deutschland ), denn täglich kommt die Hälfte der Arbeitnehmer als Pendler nach Köln, 33 901 aus dem Rhein-Sieg - Kreis, 26 100 aus Rhein - Berg und die meisten - knapp 60 000 - aus dem Erftkreis. Wer nach Köln zur Arbeit fährt, nimmt dafür eine durchschnittliche Wegstrecke von 27,6 Kilometer auf sich. 

Gut, nicht jeder Pendler kommt mit dem eigenen PKW, die Pendelei trägt aber mit zur Belastung der Luft für uns Städter bei. Wenn ich mir das so anschaue, verwundern mich die ganz anderen politischen Präferenzen bei Wahlen ( siehe dieser Post ) der Bewohner innenstädtischer Bereiche dann überhaupt nicht mehr.

In oben erwähntem Gutachten wurde u.a. sogar vorgeschlagen, Pförtnerampeln an den Einfallstraßen zu errichten, die auf die Verkehrsdichte reagieren. Das hat schon fast was von den mittelalterlichen Stadttoren, die - "Stadtluft macht frei" - regelten, wer hinein durfte. Wir haben zwar viele Freiheiten in der Stadt, aber meist neben verstopften Straßen auch solche Nasen und Bronchien...




Was mein "grünes" Veedel anbelangt, liegt es mit 302 Autos pro Tausend sogar unter dem in der Stadt üblichen Niveau. Köln ist zwar noch nicht Carsharing - Hauptstadt, liegt aber mit 1,27 Fahrzeugen pro tausend Einwohner an vierter Stelle. Im Rhein - Sieg - Kreis gibt es gerade mal drei Carsharing - Stationen, zwei davon in der Stadt Siegburg. So viele Stationen habe ich alleine in meiner Straße. Die eine erreiche ich in zwei Minuten, die andere in drei. Weitere Stationen sind 650 bzw. 900 Meter von meiner Wohnung entfernt - da wird es auch für mich Zeit, im Frühjahr den eigenen PKW abzuschaffen, er steht sowieso meist nur in der ( gemieteten ) Garage.

Ich bin damit früher immer zur Arbeit gefahren, obwohl alle meine Arbeitsplätze mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen waren. Nur bin ich eben keine Lerche, die früh aus dem Bett kommt, und musste, das meine Entschuldigung, meist meinen halben Hausstand mitschleppen, um viele schöne & spannende Dinge überhaupt im Unterricht mit den Kindern machen zu können, so minimalistisch wie hierzulande die Schulen ausgestattet sind Der Herr K. hingegen hat die elf Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad bewältigt ( für Mathe - Leistungskurs brauchte es nur Tafel & Kreide )...







Auch bei uns sind die Straßen so wie bei Susanne in Wien nicht für den Autoverkehr angelegt worden. Meine Straße ( siehe auch dieser Post ) war sogar lange ein Weg hinaus auf Gärten und Felder. So wie bei mir sieht es fast überall in meinem Veedel aus: Schmalster Bürgersteig, parkende Autos, schmale Fahrbahn für eine Fahrtrichtung, parkende Autos und ein etwas großzügigerer Bürgersteig. Wenn dann noch Fahrzeuge im absoluten Halteverbot abgestellt werden, kommen Feuerwehr und Notarzt nicht mehr durch. Und dann kommt auch schon mal jemand bei einem Brand um, weil die Feuerwehr nicht schnell genug an der Unglücksstelle ist. Kein gutes Gefühl!

Dafür ist es hier in den Seitenstraßen auch nachts sehr ruhig.

Wir haben hier nichts so Charmantes wie "Pickerl", die Parkerei wird hier durch das Ausgeben von Anwohnerparkscheinen sowie durch Parkuhren geregelt. So ist tagsüber immer wieder Platz zum Parken oder Aus- oder Beladen gegen Entgelt ( 50 Cent pro zwanzig Minuten ) zu finden, denn Leute wie ich, die eine Garage haben, sind von einem Anwohnerparkschein ausgeschlossen, unsere Besucher sowieso. Auch hier gibt es immer wieder mal Nachbarn, die ihr Auto suchen, weil sie nicht mehr wissen, wo sie es am Abend vorher abgestellt haben. Da ist es nicht anders bei uns als in Wien ( oder Paris, wie ich von der Familie weiß )...



Übrigens ist meine Beobachtung, dass all die jungen Familien um uns herum kein eigenes Auto mehr haben, ihre Kinder oder Lasten mit Anhängern an ihren Fahrrädern transportieren und, wenn eine Fahrt zu den Großeltern auf dem Land ansteht, ein Auto mieten. Da hat schon ein großer Bewusstseinswandel statt gefunden, belohnt werden sie und ihre Kinder dafür nicht - siehe die einleitenden Worte zu diesem Post.



Das frage ich, zusammen mit Susanne, die ebenso begierig drauf wartet, eure Lebensumstände in puncto Verkehr zu erfahren. Der zweite Teil zum Thema "Verkehr" beschäftigt sich dann mit den Alternativen zum Auto. Und der Post kommt nächsten Mittwoch...


Kommentare:

  1. oha, da hast du wohl recht, was deine entscheidung für die teilnahme an susannes aktion stadt-land betrifft. das ist kein spaziergang. ich geniesse die stadt gerade, muß ich ein wenig kleinlaut gestehen.
    ich bin noch nicht häufig genervt vom lärm und gewusel in den straßen. allerdings ist meine stadt mit knapp 102.000 einwohnern auch weit hinter köln. die berufspendler hier sind eher in andere richtungen unterwegs und der stau in, oder aus der stadt hinaus hält sich in grenzen. mein auto parkt überwiegend in der tiefgarage, die wirklich in der stadt ein großer gewinn ist. in meiner stadt gibt es trotz des vorhandenen garagenplatzes immerhin einen anwohnerparkplatz pro haushalt, was das parken mit zwei autos deutlich angenehmer macht. der preis für das anwohnerparken liegt bei 30 euro für das jahr und ist damit fast geschenkt im vergleich zu den halbstündigen parkgebühren (finde ich). als familie habe ich die letzten 20 jahre am stadtrand gewohnt und würde das wohl auch immer wieder so machen. der jüngste sohn gibt mir recht, denn er mochte die stadt als kind und als teenager gar nicht. heute, mit 22 findet er den umzug in die stadt aber ok. alles, wofür er sonst doch mindestens eine halbe bis eine stunde mit dem bus unterwegs war, ist nun in minuten zu erreichen. wir sind hier überwiegend zu fuß oder mit dem bus unterwegs. nur selten holen wir noch das auto aus der garage. das geschieht dann eher am wochenende. ich bin als kind hier in dieser stadt groß geworden. für mich habe ich das nie als furchtbar empfunden, da wir ohnehin fast jeden tag im stadtpark unterwegs waren. als junge familie würde ich, mit heutigen wissen und der erfahrung am stadtrand zu wohnen, immer den stadtrand oder das land vorziehen. liebe grüße, sabine

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  2. Liebe Astrid, wir leben in einer sehr ländlichen Kleinstadt, die dazu in einem relativ engen Tal liegt und 3 große Einfahrtstraßen (Zubringer zu eventuellen Autobahnanschlüssen, keiner näher als 45 km entfernt)hat, die sich dann zu einer schlussendlich vereinen. Weder einkaufstechnisch (bergig u steil, abgelegen) noch medizinisch und bei uns dringend erforderlich, ließen sich die Dinge ohne Auto bewältigen. Dazu kommt, dass der Nahverkehr spärlich ist (Zug alle 2 Stunden, Bus manche Richtung 3 mal pro Tag)und in keinem Fall ausreichend. Berufstätige pendeln zu 80%, was sich aus der örtlichen Situation ergibt, die große Industrie (Werkzeuge und Co.), die es hier gab, ist zerschlagen, kleinste Betriebe kämpfen ums Überleben.Teilweise fahren die Leute 250km pro Tag und mehr, nur um nicht einen zweiten Wohnsitz zu errichten, weil hier die Familie lebt und sie eben auch braucht. Viel schlimmer als der beträchtliche Autoverkehr sind hier aber immer noch ca. 30% Kohleheizungen (allein wir sind an 3 Seiten von qualmenden, stinkenden Schornsteinen umgeben, meist wird billige tschechische Braunkohle gefeuert), die die Luft schwer machen, das Atmen für mich als chronische Bronchitishauptgewinnerin - immerhin 73 mal in meinem Leben bisher - oft unerträglich machen. Dazu kommt, dass sich direkt über uns 3 große Flugrouten befinden, die keiner mehr erwähnt und die nachweislich soviel Feinstaub in der Luft verursachen, wie gleich mehrere Großstädte zu bieten haben. Eine 4. scheint am Beginn zu sein. Abends ein Schlafzimmer zu lüften, ist völlig undenkbar, obwohl wir doch angeblich "im grünen Herzen Deutschlands wohnen". Ich denke, dass manchem da noch nicht aufgefallen ist, mit welcher Situation gerade in bergiger Lage (auf dem flachen Land ohne Täler und Engstellen oder gar in Seenähe mag es anders sein) die Menschen dort zu kämpfen haben. Herzlich, Sunni

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    1. P.S. Und ich habe noch vergessen zu erwähnen, dass sich bei uns der gesamte LKW-Verkehr der Mautvermeider von A4/9/71 und 73 durch das Tal wälzt, und das bei den engen Straßen eben mit erheblichem Stau und Stillstand (schön mit laufendem Motor natürlich).

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  3. Ich habe mir angewöhnt, meinen zweiten Kaffee am Vormittag bei dir zu trinken und zu lesen. Fehlt ein neuer Post, schmeckt der Kaffee nicht so gut. Das ist wieder ein informativer, zum Nachdenken anregender Bericht. Vielen Dank sagt Rela

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  4. Liebe Astrid, wir haben unser Auto letztes Jahr im September abgeschafft und kommen auch ohne eigenes Auto sehr gut zurecht. Schon vorher stand es meist ungenutzt mit Anwohnerausweis auf dem Gehweg, da wir ohnehin sehr viel mit dem Rad erledigen. Wenn wir verreisen wollen, steigen wir bequem in die Straßen- oder S-Bahn (die wir mühelos zu Fuß erreichen können) und fahren von dort zum Bahnhof oder Flughafen. Für Strecken, für die Bahnfahrten nicht in Frage kommen, mieten wir einen Leihwagen. Ich selbst habe in dem halben Jahr alleine ein einziges Mal ein Auto gemietet, um damit in die Eifel zu fahren. Dort ist es mit dem öffentlichen Nahverkehr ja eher schwierig, und da ich mehrere Tage geblieben bin und verschiedene Leute besucht und getroffen habe, war ein Leihwagen die beste Wahl. Mein Mann hingegen nutzt häufiger auch Car-Sharing-Anbieter, um meinen Sohn zu Fußball-oder Tennis-Spielen fahren zu können. Mit den Car-Sharing-Autos ist man allerdings sehr eingeschränkt, was die Verwendungsmöglichkeiten angeht. Ich selbst bin dort gar nicht angemeldet, weil ich in der Stadt ohnehin alles zu Fuß, mit dem Rad oder der Bahn erledigen kann. Meine direkten Nachbarn haben auch kein Auto. Andere Nachbarn hingegen haben gleich drei. Jedenfalls kann ich dich in deinem Vorsatz, das Auto abzuschaffen, nur bestärken. Uns fehlt es nicht und wir werden auch kein neues kaufen.
    Liebe Grüße
    Carmen

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  5. Ja, die Auto-Lobby, die haben wohl un Deutschland totale Narrenfreiheit. Schon fast ein kleines Wunder, dass gerade gestern nicht wenige Staatsanwälte bei Audi vorstellig wurden.
    Interessant fand ich z. B. das http://www.hr-inforadio.de/programm/das-thema/faktencheck-feinstaub---problem-oder-nicht,feinstaub-106.html . Heißt, dass manchmal gar keine komplizierten Maßnahmen notwendig wären, um die Luft ein wenig sauberer zu machen. Aber statt Filter lieber sinnfreie Software.
    Schlimm finde ich auch die Entwicklung zum Größenwahn. Fuhren Geländewagen früher nur Förster oder Bauern, nerven die hippen SUVs heute an jeder großstädtischen Ecke.
    Wir wohnen in einer 30iger Zone - nur hält sich kaum einer dran. Das Verhalten vieler Autofahrer ist einfach abartig. Da geben Mütter ihre Kleinkinder in der Kita ab und rasen dann mit quietschenden Reifen an der eigenen Einrichtung vorbei.
    Ich persönliche fahre gerne Auto und ich möchte auch keinesfalls auf mein (kleines) Auto verzichten. Aber die derzeitige Situation finde ich nicht gut.
    Liebe Grüße

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    1. Das, was da an Entwicklungen in den Städten, aber auch auf dem Lande passiert bedrückt mich sehr, denn es hängt alles miteinander zusammen ( die Reihe ist ja auch nicht gedacht, um uns auseinanderzudividieren, im Gegenteil ).
      Aber all das, inklusive Klimaerwärmung, scheint ja wieder mal vier Jahre vertagt zu sein.
      Übrigens fahre ich auch gerne Auto, aber die Geldausgaben stehen für mich in keiner Relation zu meinem Nutzen.
      LG

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  6. wohne am berg, stadtnähe...leider muss ich immer autofahren ..ich könnte schon bis zur busstelle runterlaufen , aber das 'zurück' ist nur für sportliche ...:))) liebe grüsse

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    1. Ne, deinen Berg hochlaufen möchte ich auch nicht! ;-)
      LG

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  7. Ich wohne ja am Stadtrand und schön auf den Ruhrhöhen, doch der zunehmende Strassenverkehr drängt auch durch unsere Durchgangsstrasse. Sie wird als Alternative zur A 40 und dem Hellweg Richtung Bochum benutzt und das ist deutlich angestiegen.So ruhig unsere kleine Wohn- Strasse ist- so < rauschend< ist die Durchfahrt an der Haupstrasse zur Feierabenzeit.
    Wir haben ein Auto das wir für unsere Touren benutzen, viele Wanderungen wären sonst nicht oder nur schwer erreichbar. In ländlichen Gegenden ist der Nahverkehr eher bescheiden. Für andere Gelegenheiten nehme ich die RB Regional oder S-Bahn, da sind wir gut angebunden. Und-
    Ich gebe zu ich fahre gerne Auto und die Urlaubsfahrt beginnt vor der Haustür.Was erstaunlich ist das der Verkehr so rücksichtslos geworden ist, jeder fordert seine Vorfahr ob erlaubt oder nicht, keiner blinkt, viele überholen wann und wo sie wollen. Das ärgert mich maßlos.Ein anderes Übel ist die Autoindustrie, die alles technisch hingekommen- nur der Wille und die eigenen Gewinne hindern und verhindern eine bessere Umweltabgas-maßnahme.
    Gruß zu dir
    heiDe, die morgen mit der RE nach Kölle kommt ::))

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  8. Der Verkehr in meiner Stadt ist stark, aber reglementiert durch größere und kleinere Straßen und die meisten halten sich dran. Unsere gesamte Innenstadt ist seit 40 Jahren Fußgängerzone - ein Paradies. Ausländische Gäste staunen oft darüber.
    Den Verkehr auf dem Dorf meiner Eltern empfinde ich dagegen als viel heftiger und lauter. Mitten durchs Dorf laut und stinkig fahren LKWs und PKWs und nicht zu vergessen - bei Schönwetter an Sonntagen besonders gern - röhrende Motorräder. Ich sage oft, dass es bei uns in der Straße in der Stadt ruhiger ist als dort.
    Wir fahren eh fast alles mit dem Rad und unser Auto steht in der Garage. Viele jungen Leute haben oft nicht mehr das Bedürfnis nach starken Motoren, sondern nach nahen Carsharing-Stationen. Das Auto ist nicht mehr das Status-Symbol, das es früher war. Dementsprechend werden künftig- hoffentlich!! - die Frechheiten und Lügen der Autoindustrie auch abgestraft werden von den kommenden Konsumenten, die nicht ihren Status verteidigen müssen durch ein Auto mit gefakten Daten.
    Ich lebe sehr gern in der Stadt und möchte durch mein Verhalten sie auch lebenswert erhalten.
    Danke für Deinen tollen Post über Deine Stadt und Dein Veedel!
    Herzlichst, Sieglinde


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  9. Das erste, was mir auffiel als ich von der Stadt aufs Land zog, war tatsächlich, dass der Verkehr hier erträglich ist. Inzwischen bin ich richtig genervt, wenn ich in der Stadt Auto fahre und von Ampelstau zu Ampelstau schleiche. Gewohnt ungestört von A nach B zu fahren, überlege ich mir gut, ob ich in die Stadt fahre oder was ich brauche, auch vor Ort bekomme. Da ich auf dem Dorf arbeite, muss ich nicht zwangsläufig in die Stadt. Ich hätte natürlich die Möglichkeit mit dem Bus zu fahren. Erstaunlicherweise ist die Anbindung hier gut. Müßte ich jedoch mit dem Bus zur Arbeit fahren, wäre ich - ich habs probiert - 1 1/2 Stunden unterwegs. Fahrzeit mit dem Auto gerade mal 15 Minuten. Das Problem, dass die Straßen zugeparkt sind, haben wir jedoch auch.
    Liebe Grüße
    Sabine

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  10. Tja, Pförtnerampeln gibt es hier auch rund um die Stadt herum. Aber das größte Verkehrsproblem (ohne Pförtnerampeln in diese Richtung) sind bei uns leider die Schweizer Einkaufstouristen, die die Stadt überschwemmen und auch Anwohnerparkplätze besetzen. Dagegen darf man aber nichts sagen, bringen sie dem Handel doch Geld in die Kassen... Angelockt werden sie mit günstigem Wechselkurs, niedrigeren Preisen und Rückerstattung der Mehrwertsteuer (und geringfügigeren Strafen bei Park- u.a. Verkehrsvergehen). Zu leiden haben aber die Bewohner der Stadt und der Umgebung. Ein Grund, warum ich nur noch am frühen Morgen und niemals nicht nachmittags in der Stadt bin...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  11. Ich bin in der überglücklichen Lage, auf dem Land zu leben. Es geht zwar nicht ohne Auto, aber dieses Verkehrsaufkommen kenne ich nicht, auch nicht auf dem Weg der 35km entfernten Arbeitsstätte. Wenn ich je mal nach München fahre, dann mit dem Zug.
    Herzlich Susanne

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  12. Als ich noch in der Stadt lebte, habe ich auch immer das Auto genommen, wenn ich zur Arbeit fuhr. Ich weiß nicht, ob ich das heute noch machen würde. Aber ganz ohne Auto würde ich nicht sein wollen. Dafür fahre ich zu gerne Auto.
    Lieben Gruß
    Katala

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