Dienstag, 1. November 2016

Fünfzehn Fakten über mich und Friedhöfe


Heute ist Allerheiligen, der Tag, der in katholischen Kirche, der anglikanischen Kirche und den lutherischen Kirchen als Gedenktag der Heiligen gefeiert wird. In den überwiegend katholischen deutschen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ist das ein gesetzlicher Feiertag, an dem die Toten auf dem Friedhof besucht werden. Dieser Text von Reinhard Mey über Friedhöfe brachte mich auf die Idee, hier & heute über meine eigene Faszination zu schreiben.

1. Ich bin von klein auf immer gerne & regelmäßig auf den Friedhof des Dorfes meiner Kindheit gegangen um Gräber zu pflegen, Zwiesprache aufzunehmen mit den Menschen, die ich vermisste, und um zwischen den Gräbern herumzustreunen und mir Lebensgeschichten zu den Daten auf den Steinen auszumalen.

2. Ich gehe in jeder europäischen Stadt, die ich besuche, auf mindestens einen Friedhof. Am schönsten war es, mit dem Vaporetto über die neblige Lagune nach San Michele zu fahren, der venezianischen Friedhofsinsel.


3. Ich war in Kairo auf einem Friedhof, der "Stadt der Toten", auf dem wohnungslose Menschen in den Mausoleen dauerhaft wohnen.

4. Aber auch altägyptische Kulturstätten wie die Totenstadt von Sakkara und Gizeh habe ich mir angesehen. Klar, dass ich auch in der Großen Pyramide war.

5. Ich habe viele jüdische Friedhöfe besucht & eine detaillierte Einweisung in den jüdischen Totenkult erhalten. Der beeindruckendste Friedhof war der in Prag, der berührendste der kleine in der Nähe der Bonner Nordbrücke auf Beueler Seite.






6. Auch antike Nekropolen standen auf meinen Programm, wie die minoische auf Kreta in Armeni, die etruskische in Cerveteri, die Elysischen Felder (Alyscamps) in Arles und  die Grabmäler entlang der Via Appia Antica. Großen Eindruck hat mir der Friedhof der Bogomilen, den Vorfahren der Bosnier und Anhänger der dualistischen Lehre der Manichäer, in Radimlja bei Stolac aus dem 15./16. Jahrhundert gemacht.

7. Ich war auf allen großen Friedhöfen in Paris. Aber am poetischsten waren die kleinen Friedhöfe im Vaucluse mit ihrem künstlichen Blumenschmuck aus Draht & Glasperlen.



8. Ich bin über die Mauer des ( geschlossenen ) Friedhofs von Lourmarin geklettert, nur um zum Grab von Albert Camus zu gelangen.

9. Die Wiener Friedhöfe sind für mich alle ein Ziel gewesen inklusive der Kapuzinergruft. Am beeindruckendsten war jedoch der "Friedhof der Namenlosen" an der Donau. Aber eine traurige Stimmung wollte dort nicht aufkommen, weil wir uns der Gelsen erwehren mussten.





10. In Weimar habe ich neben dem Historischen Friedhof gewohnt. Tränen in die Augen getrieben hat mir erst das bescheidene Grab von Christiane Vulpius auf dem Jacobskirchhof. Doch am beeindruckendsten im Osten Deutschlands ist der hallesche Stadtgottesacker aus dem 16. Jahrhundert - so schön!

11. Ich suche gerne die Gräber mir persönlich wichtiger, prominenter Menschen auf und lege dort eine Blume, einen Stein oder anderes nieder.


12. Ich kenne natürlich alle Friedhöfe meiner Stadt, auch solche vergessenen wie den Geusenfriedhof in Köln-Lindenthal, dem ältesten evangelische Friedhof des Rheinlandes.

13. Ich gehe gerne in den Ruheforst in der Eifel, in dem mein Bruder bestattet ist, oder zum Baum meines verstorbenen Schwagers. Ich selbst möchte aber ganz herkömmlich meine letzte Ruhe finden und werde ein historisches Grab "adoptieren", weil ich die Friedhöfe als Hort der Ruhe, der großen Bäume und vieler Tiere und als "grüne Lunge" unserer Städte erhalten wissen will.


14. Ich schmücke auch gerne Gräber mit Pflanzen & Blumen und finde Friedhofsgärtner nicht überflüssig.

15. Ich werde den Wunsch meines Vaters erfüllen und ein altes schmiedeeisernes Kreuz auf seinem Grab aufstellen lassen ( statt eines monumentalen Steines ), das er vorm Alteisen bewahrt hatte.

Wie haltet es ihr mit Friedhöfen, liebe Leserinnen? Vielleicht mögt ihr auch darüber schreiben? Es müssen ja nicht fünfzehn Fakten sein... 
Ich biete euch den ganzen Monat über eine Möglichkeit, hier eure Beiträge zu verlinken!








Kommentare:

  1. Liebe Astrid,
    da geht es uns ja sehr ähnlich, ich weiß nicht, ob Du Dich noch an meinen Post im vergangenen Jahr zu Allerheiligen erinnern kannst. Und auch bei mir war es der jüdische Friedhof in Prag, der mich besonders berührt hat. Ich weiß jetzt nicht, ob ich den Beitrag vom vergangenen Jahr hier verlinken darf?
    Liebe Grüße und einen friedvollen Allerheiligen-Tag.
    Kebo

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  2. ruhe auf deine fried*höfen bilder * habe letzte woche einige Bilder von den Kreuze über die Mauer von S. gemacht * daneben spielen jeden Tag die älteren "boules" zwischen den Mandelbäume. mir war der "cimetière marin de Sète" mit dem Meer als Panorama sehr eindrucksvoll * auch der von Forcalquier der sogar als "monument historique" wegen seiner "ifs" klassiert wurde dort sieht man Bergen und hier in der nähe ist der cimetière de Iguerande oben in dem alten Dorf mit Sicht auf den méandres der Loire. in der Fremde betrete ich diese Orte nicht * denke man könnte stören.
    liebe grüsse

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    1. Hast du den von S. Auf dem dritten Foto erkannt?
      GLG

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    2. oui Astrid ! comme le clocher est à gauche en le regardant à l'arrière, j'avais d'abord qq doutes mais ton image est sans doute inversée ? juste avant la Toussaint le cimetière était très fréquenté. les croix de pierre dépassant le mur m'ont toujours impressionnées * bonne journée

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  3. Liebe Astrid,
    mir ist der heutige Feiertag ein sehr lieber. Hier im katholischen Münster ziehen Scharen von Menschen auf die Friedhöfe und machen bei ihren Verstorbenen die Kerzen an. Wir gehen immer am Abend, wenn der Friedhof leuchtet im roten Kerzenschein. Die Menschen sind sehr leise und man hat das Gefühl, die Zeit dehnt sich über den Gräbern und ein Stückchen Ewigkeit sickert in die Gemüter.
    Unsere Kinder waren früher immer sehr emsig, der " Supernonne"( so nannten sie die inzwischen selig gesprochene Euthymia, die hier sehr verehrt wird) die ausgebrannten Öllichter zu entwenden und sie , neu mit Teelichten gefüllt, auf unbedachte Gräber zu stellen.
    Uns Menschen tut es gut, zu wissen, woher wir kommen. Und es tut gut, ans Grab derer treten zu können, die wir immer noch lieben, auch wenn sie vielleicht dort viel weniger sind, als in unseren Herzen. So nehmen wir sie mit zurück in unser Leben.
    Hab einen schönen Feiertag!
    Lieben Lisagruß!

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    1. Es fällt mir heute auch etwas schwer, keine Kerzen auf das Grab der Eltern zu stellen ( der Bruder wird es heute Abend nachholen . Aber dafür habe ich das junge Leben im Haus...
      Dir auch einen schönen Tag!

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  4. Ach, der Post tut gut zu Allerheiligen. Ich bin gern auf Friedhöfen und mir fällt ein, dass ich in den letzten Monaten auf zweien fotografiert habe... Wo es sich ergibt, gehe ich auf Friedhöfe. Wenn ich darüber nachdenke, fällt mir jetzt ein, dass es ganz schön viele sind... Eine historische Grabstätte zu adoptieren, ist ja auch eine Idee. Aber die Friedwälder haben auch was. Lieben Gruß Ghislana

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  5. Oh wow! Also ich bin grad ziemlich beeindruckt! Dein Post gefällt mir total gut. Ich selber war bisher selten auf einem Friedhof. Wieso, weiss ich nicht. Dabei stell ich mir das gerade total schön vor. Vor allem die Ruhe dort. Das sollte ich unbedingt auch mal machen.
    Ganz herzlichst Nica

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    1. Da fällt mir auf, dass ich in Züri noch auf keinem Friedhof war. Jesses!
      LG

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  6. liebe astrid,

    es war eine sehr gute idee, dies zu teilen und anzustoßen. auch wenn es seltsam klingt, diese auseinandersetzung, wenn auch nicht leichte kost, ist etwas (zwischen all dem schweren, was die welt gerade so zu bieten hat) handfestes und unmittelbares in jedermans umfeld. etwas was ich beeinflussen kann, begreifen, sehen, verarbeiten und leben. weniger ohnmächtig also.

    du hast in weimar gewohnt? wann denn? ich von 1995 bis 2000. übern digitalen stadtplan musste ich gleich weinen, weil es so bedeutsam war, damals für mich. am friedhof bin ich täglich vorbei, zur uni im vdv-bau. und ich fand meinen kastanienwald nicht mehr. einen kleinen friedhof auch nicht? komisch. oder ich hab mich verguckt.

    also ich habe tatsächlich einen friedhofsbesuch als post. schon länger aus meiner rochlitz serie. stell dir vor, beim letzten foto werde ich auf dem friedhof angesprochen, dass ich das ja gar nicht darf, einfach so fotos machen, schon gar nicht zeigen ... somit liegt das alles auf der halde, bis ich mir ein erlaubnis oder abfuhr besorgt habe. die entsprechende stalle hat keine e-mail. daher schiebe ich es nun seit wochen vor mir her.

    sag mal, ist das typisch ost-haft? mit der strege beim fotografieren? wurdest du je angemacht, weil du auf dem friedhof fotografiert hast?

    die tabea grüßt

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    1. Leider habe ich Weimar nur öfter besucht. Es war mein erstes Anlaufziel, nachdem die grenze gefallen war. Und dann immer eine kleine Wohnung in einem Hotel neben dem Friedhof. An die Hochschule erinnere ich mich vage.

      Ich glaube ( hatte dazu gerade auch ein Gespräch mit meiner Tochter, die jetzt immer alles mit München vergleicht ), hier in Köln nimmt man inzwischen einfach alles sehr lässig. Da würde keiner auf die Idee kommen, dich anzusprechen. Warum auch? Jede Jeck is anders, ist halt die Devise. Soll sie doch Friedhöfe fotografieren, schwul sein, Ausländer oder wer weiß was.
      Ich glaube, da gibt es wirklich diese Sollbruchstellen in unserer Gesellschaft.
      Einen schönen Tag noch!

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    2. stell dir vor, habe mir gerade ein herz gefasst und telefoniert mit der entsprechenden verwaltung. und alles toll. darf posten! muss mal sehen, jetzt ist erst mal mail-art-post-woche ;o)

      ich dachte, es liegt am misstrauen. angst. spionage. die vergangenheit der ddr. da ist der osten vielleicht ernster im umgang mit »fotografiert werden«. wer weiß, was da hinter steckt, bloß kunst oder ein kommerzprojekt oder gar eine dokumentation, die am ende demütigend ist ... oder so?

      die tabea

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    3. Super! Das ist doch schön, wenn es durchs Bloggen immer wieder so kleine Anstöße gibt! Jetzt bin ich aber sehr gespannt!
      GLG

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  7. Liebe Astrid,
    mit deinem heutigen Post schreibst du mir sowas von aus der Seele. Friedhöfe ziehen mich auch immer an.
    Ich gehe an Allerheiligen immer,wenn es anfängst zu dunkeln,auf die Friedhöfe. Ich mag den Kerzenschein auf diesen meist ruhigen Flecken Erde.
    Das Grab von meinem Vater ist schon eingeebnet. Doch ist eine Gabstelle nötig um an ihn zu denken?
    Sehr gerne begleite ich dich mal wieder in den Friedwald.
    Einen schönen Tag im Kreise der Familie.
    Klara

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    1. Ich bin dann heute in Gedanken mit dir auf dem Friedhof. Mein Bruder vertritt mich sozusagen in A.
      GLG

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  8. Liebe Astrid,
    ich pilgere nun schon 35 Jahre lang jedes Jahr vor oder an oder nach Allerheiligen zum Grab meines Vaters. Es gab Jahre in denen mir der Besuch Trost war, es gab Jahre in denen in mir Wut war, ob der Tatsache des frühen Todes meines Vaters. Mittlerweile ist mein Besuch nur noch ein Ritual meiner Mutter zuliebe - meinen Vater finde ich woanders. Aber ich liebe diesen Friedhof, denn er ist fast wie ein großer Park mit einem wunderbaren alten Baumbestand. Andere Friedhöfe besuche ich sehr selten, ich war noch nicht mal auf Melaten. Ich persönlich werde mich wohl für einen Friedwald entscheiden, weiß ich doch nicht wohin es meinen Sohn mal verschlägt ...

    Genieße den Tag!
    Astrid rechtsrheinisch

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  9. Sehr schöne Idee, dein Aufruf! Bin eben auf dem Weg nach Bödigheim zum fotografieren...

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  10. Wir wohnen gar nicht weit von einem Friedhof. Allerdings gehe ich an diesem Wochenende bewusst nicht dort hin, da mich der Wettbewerb 'Wer hat das schönste Grab?' aufregt. Das geht so weit, dass Leute vor Allerheiligen Netze über das Grab legen, damit am Feiertag auch ja nicht ein einziges Blatt die schwarze Erde stört.
    Sonst gehen wir öfters mal über den Friedhof, denn dort sind die Schwiegereltern beerdigt, es schön ruhig und es gibt wunderbare alte Bäume.
    Grüßle Bellana

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  11. Hallo Astrid,

    Nur gefällt dein Post zum Thema Friedhöfe.
    Eine Freundin von mir schwärmt vom Zentralfriedhof in Wien...
    Kennst die die Friedhöfe in Stuttgart? Zum einen, den sehr alten Hoppenlau Friedhof in der Stadt, dann den Pragfriedhof und natürlich den Waldfriedhof, den man mit einer Standseilbahn erreichen kann.

    Ich selbst kann mit Friedhöfen nichts anfangen.
    Von klein auf kannte ich keine ,Friedhofs- oder Trauerkultur' in der Familie.
    Mein Vater kommt aus dem Riesengebirge. Die Heimat verloren, die Vorfahren (meine Urgroßeltern) begraben, dort wo die Familie nach Vertreibung und Flucht gerade war.
    Auf Seite meiner Mutter war der Besuch des Grabes meiner Urgroßeltern ein Pflichtbesuch, wenn wir zu den Großeltern kamen.

    Meine Großeltern sind nun alle schon lange tot. Ich denke oft an sie, doch nicht auf dem Friedhof, sondern eher im Alltag.

    Vielleicht wird es anders, wenn meine Eltern mal sterben und ich ihr Grab (ist auch das Grab meiner Großeltern) pflegen muss.

    Auf den Friedhof gehe ich heute trotzdem, aber nur, weil wie mit dem Kirchenchor dort singen.....

    LG, Karline

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    1. Leider war ich - bis auf einen Aufenthalt als Vierjährige 1956 - nie mehr in Stuttgart. Bin immer nur durchgefahren. Deshalb sind mir die Friedhöfe nicht bekannt. Vielleicht schreibt ja Eva was dazu...
      Danke fürs "Outen"!
      LG

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  12. Eine schöne Idee, Astrid. Und interessant. Ich mag Friedhöfe ebenfalls, auch wenn ich ihnen nicht mit einer solchen Passion wie du begegne. Früher wohnte ich in der Nähe des Johannisfriedhof in Nürnberg, da gibt es wundervolle alte Gräber mit ganz vielen Persönlichkeiten. Da bin ich immer gerne durchgelaufen. Auch in Frankreich habe ich schon Friedhöfe besucht uns es interessant gefunden, wie unterschiedlich doch die Grabgestaltung in den einzelnen Ländern ist.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  13. Liebe Astrid,
    was für ein passender, schöner Post; ich wollte heute eigentlich auch einen Post über Friedhöfe schreiben. Gestern bin ich mit Bruno über den Melatenfriedhof gelaufen (er weiter zum FC, ich zurück um zu fotografieren). Leider war überall Laub, sodass meine Fotos nicht schön geworden sind.
    Sehr viele von dir beschriebene Friedhöfe habe ich auch schon gesehen, denn wir haben die gleiche Angewohnheit wie du (zusätzlich der Besuch eines Kaufhaus, weil man da auch viel über das Land erfährt). Immer wenn ich über Melaten gehe, denke ich, dass er der schönste ist.
    Begraben werde ich allerdings nicht auf einem Friedhof, sondern zusammen mit 9 anderen lieben Menschen unter einem Baum in der Eifel!
    Ich wünsche dir einen lebendigen Tag:-)
    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Warum es mit dem Baum in der Eifel nichts wird, das erzähle ich dir einmal selbst. Dort gibt es nämlich auch einen, den meine Eltern für so viele Menschen bezahlt hatten...eine traurige Geschichte.
      GLG

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  14. Ich mag Friedhöfe auch gerne, wenn vielleicht auch ein wenig anders wie du liebe Astrid ♥ ich brauche keinen Friedhof zum Gedenken, aber ich liebe den stillen friedvollen Ort.
    Hab einen schönen Feiertag... bei den Evangelischen ist der Tag des Gedenkens übrigens der Totensonntag.... Heilige haben wir nämlich keine ;))
    Liebste Grüße
    Christel

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  15. Ich bin heute mit meiner fast neunzigjährigen Mutter über den Friedhof spaziert - zum Urnengrab meines Vaters.
    Kurzes Innehalten.

    auf dem Friedhof wurde gelacht und geweint - eine junge Kollegin mit ihrem neugeborenen Baby hab ich getroffen - Eichhörnchen schwangen sich von Ast zu Ast - Blätterrieseln - verschiedene Familiengräber von Bekannten entdeckt - viel Kitsch mit viel Liebe - schöne alte Steine - Spuren ...


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  16. Seit meiner Jugend interessieren mich Friedhöfe und ich besuche auch in meinen Urlaubsorten immer welche. Schon als Jugendliche habe ich oft auf Friedhöfen fotografiert. Allerdings trenne ich gedanklich den eigentlichen Bestimmungszweck und sehe das mehr als Kunst-, Kultur- und Rückzugsstätte. Mir persönlich sind alle deutschen Rituale, die mit Tod oder Begräbnis zu tun haben, völlig fremd und fern. Sehr interessant deine An- und Einsichten.
    Lieben Gruß

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  17. Wow, wirklich schöne Bilder! Und schön, dass ich nicht allein bin mit meiner Liebe zu Friedhöfen. In Prag waren wir auch schon auf dem Vysehrad Friedhof, den fand ich auch sehr schön!
    Liebe Grüße!
    Nina

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  18. Friedhöfe sind wunderbare Orte! Ich mag die Ruhe, die ihnen zu eigen ist, schaue mir gern die Grabsteinne an, je älter, desto lieber. Deine Bildauswahl ist großartig und wie viele du schon besucht hast!

    Das mit den Stillleben war mir übrigens wirklich nicht bewusst, ich hab das einfach immer als Setting für das Shooting angesehen ;-)
    Den Kalernder werde ich in Angriff nehmen, die Mutter freut sich bestimmt (sonst hätte sie es ja nicht extra erwähnt ...)

    Liebe Grüße und hab noch eine schöne Woche ... Frauke

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  19. Das du zu dieser Sammlung aufrufst, das hätte ich mir eigentlich denken können. Ich habe mich auch gleich drangemacht, meinen Post zu schreiben. Aber irgendwie wollen die Worte nicht fließen.
    Ich werde bestimmt dabei sein, brauche aber noch ein wenig.
    Liebe Grüße
    Andrea
    (Deine Bilder sind toll. Auch dein Text!)

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  20. Liebe Astritt,
    auch ich mag Friedhöfe z uerst mal den in Cleversulzbach. Hier sind die Dichtermütter Schiller und Mörike begraben und auch in Weimar war ich und habe Christanes Grab angesehen. Aber leider habe ich damals nix mit Foto im Sinn gehabt.
    Ich kann mich heute nur mit ein paar alten Posts verlinken. Schreibe aber gerne mal einen Post über einen Friedhof in Stuttgart, dort gehe ich aber erst nächste Woche hin. Wie lange ist der Link denn geöffnet?
    Mit lieben Grüßen Eva

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    1. Jetzt habe ich mich mal verlinkt. Mit den Fakten mußt du noch warten. Denn ich gehe erst nächst Woche nach Stuttgart und auf den Friedhof.
      Aber dann kann ich mich gerne nochmals verlinken. Die alten Beiträge werde ich gleich bei dir verlinken und ich habe einen ganzen Monat noch Zeit zum Schreiben, vielen Dank.

      Lieben Gruß Eva

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  21. ein sehr inspirierender post, der mich berührt. ich gehe immer gern auf alte friedhöfe, auch wenn ich nicht so weit gereist bin wie du. aber ich liebe die bretonischen calvaires mit ihren wundersamen beinhäusern und mausoleen, ebenso wie die friedhöfe in cornwall mit den wunderbar keltischen grabkreuzen. dort habe ich eins der für mich traurigsten grabinschriften entdeckt - ein junges ehepaar, das mit der titanic untergegangen ist. leider habe ich kein foto davon. zwei meiner lieblingsfriedhöfe ist der große jüdische in berlin-weißensee und der in berlin-stahnsdorf. ach ja, natürlich der in der chausseestr auch noch, da liegen ganz viele wunderbare künstler begraben. ich merke gerade, dass ich schon im geiste einen post schreibe! bis bald dann bei der linkparty...
    liebe grüße von mano

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    1. Da erwähnst du Plätze, die ich noch nie betreten habe... Warum ich in Berlin noch auf keinem Fruedhof war, kann ich gar nicht sagen...
      Freue mich auf deinen Post!
      LG

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  22. Liebe Astrid, ein Thema, das uns alle betrifft. Für mich ist es eigentlich gar kein trauriges Thema, sondern ein selbstverständliches. Du bist ja ganz schön rumgekommen. Die Vielfalt ist wirklich das Faszinierende.
    LG
    Magdalena

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  23. Liebe Astrid,
    wow. Und Vaucluse steht jetzt natürlich auf meiner Reisewunschliste. Und ich freue mich sehr, dass Du bei der Adventspost dabei bist, vielleicht machen wir wieder einen Stempelnachmittag zusammen? Oder schaffen es wenigstens wieder mal auf einen Kaffee? Liebe Grüße,
    Katrin

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  24. Früher kamen mir Friedhöfe unheimlich vor, heute halte ich mich ganz gerne in den stillen grünen Oasen auf.
    Die großen alten Friedhöfe in Paris fand ich sehr beeindruckend. Leider habe ich damals nicht fotografiert.
    Vor einiger Zeit habe ich in der Nähe auch einen wunderschönen alten Friedhof entdeckt und dort viele
    Bilder gemacht. Ich muss sie demnächst endlich mal posten.
    Liebe Grüße
    Sigi

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  25. So, mein Beitrag ist online. Ich könnte auch überall auf Friedhöfe gehen und gucken, wie unterschiedlich sie sind.
    LG, Ingrid

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  26. du bist ja ganz schön herum gekommen..
    deine "Sammlung" von Friedhöfen ist schon beeindruckend..

    ich gehe auch gerne auf Friedhöfe..
    ich liebe die Ruhe dort.. die Menschen die man trifft sind freundlich ..keine Hektik kein Stress
    und man sieht viel kunstvolles.. wie auch banales
    und manche Steine erzählen eine Geschichte..
    betroffen machen mich immer die Inschriften wenn ein Ehepaar kurz hintereinander gestorben ist ..
    da frage ich mich immer ob der überlebende Teil keinen Lebensmut mehr hatte??
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Ja, so ist es, das habe ich ja gerade selbst erlebt...
      LG

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  27. Liebe Astrid,
    da hast du ja schon viele Friedhöfe gesehen.
    Du hast Recht - so ein wenig faszinierend
    sind sie schon - diese Orte. Und der kleine uralte Friedhof
    an unserer etwas abseits gelegenen Dorfkirche, zieht mich
    auf Spaziergängen auch magisch an :-)
    Liebe Grüße Urte

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  28. Liebe Astrid,
    ein schöner Post und eine gute Idee, hier eine Linksammlung zu diesem besonderen Thema anzulegen.
    Heute ist es schon zu spät, aber gewiss werde ich wiederkommen und auf allen beteiligten Blogs lesen.
    Gerade habe ich auch noch meinen (älteren Post aus dem September) hier verlinkt. Es ist eigentlich ein Urlaubsposting über die Zeit mit dem Sohn in Venedig. Wir waren natürlich auch auf der Friedhofsinsel. Im Gegensatz zu dir, gefiel es mir aus verschiedenen Gründen dort nicht so gut und ich habe damals meine Gedanken dazu aufgeschrieben.
    Mir gefällt für mich selbst die Idee eines Friedwaldes.
    Herzlicher
    CLaudiagruß

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  29. Hallo Astrid,
    ich freue mich, dich und deinen Blog heute kennenzulernen. Gern bin ich deinem Angebot der Verlinkung nachgekommen.
    Ich wohne gar nicht weit weg von Bonn und freue mich über den Tipp des Bonner Friedhofes an der Nordbrücke. Dort werde ich sicher nächstes Jahr mal vorbeischauen. Die Bilder hier in S/W zu halten gefällt mir.

    Liebe Grüße
    Arti

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