Freitag, 22. Juli 2016

Wo bleibt das Licht im Orient?


"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."
Recep Tayyip Erdoğan, 1998

"Dieser Putsch hat uns zweierlei gelehrt: Erstens sind die Moscheen jetzt das Zentrum einer politischen Partei geworden, und zweitens ist das Land in Händen von Leuten, die ihren eigenen Kindern den Kopf abschlagen."
Metin Akpınar, türkischer Schauspieler, 2016


Die Gretchenfrage, die sich alle westlichen Demokratien unserer Zeit in ihrem Verhältnis zu den Regimen im Orient stellen müssen ( nachdem man mittlerweile im Nahen und Mittleren Osten nur noch die Wahl hat zwischen Pest & Cholera, also autokratischen Herrschern wie Erdoğan oder den islamistischen Eiferern ): Dürfen wir diesen Regierungen immerzu Narrenfreiheit und Nachsicht bei den von ihnen politisch eingeschlagenen Wegen gewähren, weil sie eine geopolitische Bedeutung haben oder - wie im Falle der Türkei - sogar Bündnispartner in der Nato sind? Die drei Militärputsche in den Jahren 1960 bis 80 und eine unblutige Intervention 1997 in der Türkei wurden im westlichen Bündnis folgenlos hingenommen oder in stillem Einvernehmen unterstützt.

Auch die schon massiven Eingriffe in die Meinungsfreiheit, Enteignungen und ein beispielloser Angriff auf die Justiz vor dem Putsch vom letzten Freitag haben am Dogma von der überwältigenden Bedeutung der Türkei bei den Regierungen im Westen nicht rütteln können. 

Die ersten Statements unserer Politiker in Richtung "eine Demokratie dürfe nicht von ein paar Obristen oder Generälen gesteuert werden" konnte ich als erste Reaktion noch mit erheblichem Zähneknirschen hinnehmen, äußerte sich doch auch ein türkischer Mitbürger im Tagesgespräch des WDR 5 dahingehend, dass das Geschehen in seinem "Mutterland" (!) am vergangenen Freitag für ihn & viele seiner Landsleute die Bedeutung einer "Demokratie für einen Tag" gehabt habe. ( Was mich allerdings sehr stutzig gemacht hat: Wenn "das ganze Volk auf der Straße war" - auf den Fotos waren so gut wie keine Frauen zu sehen. Gehören die nicht zum türkischen Volk? )

Eines der weniger brutalen Fotos,
die im Netz
kursieren zum
Umgang mit verhafteten Soldaten -
was rechtfertigt diese bloße Rache ?
Doch die dann sofort erfolgte Repression mit ihrer unverhältnismäßigen Verhaftungs- bzw. Entlassungswelle*, müsste die westlichen Politiker derart herausfordern, endlich, endlich einmal ihre Haltung gegenüber einem religiös autoritären Herrscher, dessen Regierung in Richtung Unrechtsstaat abgleitet, zu klären und zu verändern.

Da ist zum Einen die in Aussicht gestellte mögliche Wiedereinführung der Todesstrafe ( "der Wille des Volkes kann nicht ignoriert werden", so der Premierminister Binali Yıldırım ).

Dann die von ihm ausgesprochene Drohung, man betrachte sich mit jedem Land im Kriegszustand, das an der Seite des Predigers Fethullah Gülen stehe, und die in der Türkei - und selbst in geringerem Maße bei uns - ausgelöste Hexenjagd neuen Ausmaßes gegen ( vermeintliche ) Mitglieder dieser Bewegung, gegen Aleviten, Laizisten bzw. Kemalisten, Sozialdemokraten und Kurden.

Schließlich Erdoğans Verständnis von Demokratie im Sinne von "Die Mehrheit regiert über die Minderheit, die Minderheit hat sich in das zu fügen, was die Mehrheit will". Die "Minderheit" sind immerhin 48% der Bevölkerung, die ihn nicht gewählt haben. In der Demokratie wird die Macht der Mehrheit von der Macht des Rechts gebremst und kontrolliert, so dass die Minderheit respektiert wird. Das ist in der Türkei nicht mehr gewährleistet.

Bei den vielen Verhaftungen handelt Erdoğan ohne Beachtung der Gesetze. Inhaftierten werden ihre Grundrechte verwehrt, indem ihnen Kontakt zu ihren Verwandten und ihren Anwälten verboten werden - mit Rechtsstaat hat das alles also nichts mehr zu tun, was da seit einer Woche im Lande abgeht!

Inzwischen wird auch deutlich, dass Erdoğan den Weg der Humanität völlig verlassen hat, wenn als Begründung für die Todesstrafe ( die rückwirkend gelten soll - ein juristisches Unding! ) gesagt wird: "Warum sollte ich sie jahrelang im Gefängnis halten und füttern?" Oder Imame angewiesen werden, bei der Bestattung von Soldaten, die beim Putsch getötet worden sind, keine Gebete zu sprechen ( für gläubige Muslime eine Schmach ). Durch seine Sprache ( er nennt sie "Viren", Metastasen", die sich in "ihre Höhlen wie Tiere zurückziehen" sollen ) entmenschlicht er seine Gegner zudem.


Ich für meinen Teil erwarte von unseren Politikern zu all dem eine klare, deutliche Ansage und eine Ende der Strategie des "in Watte packen". ( Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich mich einmal mit der Ansicht eines CSU - Politikers anfreunden kann, der die Europäische Union auffordert, ihre "Heranführungshilfe" für die Türkei in Milliardenhöhe ( 2014-2020 sind 4,45 Milliarden Euro eingeplant ) "einzufrieren"...)


Für viele in meiner Umgebung, auch für mich & den Herrn K., erinnert die Entwicklung an den Reichstagsbrand, und die Aktionen der türkischen Regierung nach dem Putsch kommen uns gut vorbereitet vor...


Meine Gedanken sind aber auch immer wieder bei all den türkischstämmigen Mitbürgern, die ich kenne, und von deren innerer wie äußerer Zerissenheit - denn sehr häufig geht der Riss durch die ganze Familie -  ich weiß ( dieses Interview mit der Kölnerin Lale Akgün ist ein Beispiel für eine Meinung in der türkischen Gemeinde hier ). Ich finde, das Gespräch mit ihnen zu suchen, bringt viele neue Aspekte und Erklärungen für das Verhalten der Menschen in der Türkei und ihre stark divergierenden Meinungen über das Geschehen.

In der Geschichte dieses Landes haben es die Herrschenden immer wieder praktiziert, Teile des eigenen Volkes zu Gegnern zu erklären und mit allen Mitteln zu bekämpfen. Das hat viel Hass, Wut & Trauer in den Herzen der Menschen hinterlassen, wie ich immer wieder feststellen kann, von dem wir aber nicht allzu viel wissen.

Eine Polarisierung hierzulande unter den diversen türkischen Gruppierungen bzw. zwischen Erdoğan- Anhängern und Deutschen mag ich mir momentan gar nicht ausmalen. Das Vorhandensein einer Hotline, über die man Hinweise auf türkische Oppositionelle in Deutschland hinterlassen kann, wurde inzwischen vom BKA dementiert. Massive Hetzkampagnen auf der Gülen - Bewegung zugeschriebene Schulen in Köln & Stuttgart, auf Lebensmittelläden und Restaurants in meiner Stadt laufen in den sozialen Medien auf vollen Touren und bedienen sich in ihren Formulierungen aus dem "Wörterbuch des Unmenschen".


Zur Ruhe kommen wird das Land nicht. Und wir mit ihm. Emotionen, starke Worte und Unverhältnismäßigkeit der Mittel & menschenrechtlich fragwürdiges Vorgehen sind keine guten Vorzeichen. In meinen Augen nimmt das Verhalten Erdoğans wahnhafte Züge an. Und wenn einer davon spricht, dass der Putsch ein "Geschenk Allahs" sei, dann kommt mir in den Sinn, dass hierzulande einer vor 83 Jahren von der "Vorsehung" nach einem gescheiterten Attentat sprach.

Wie DIE Geschichte für uns Deutsche mit diesem Herrn ausging, muss ich hoffentlich niemandem mehr erzählen... 






* Seit dem Putschversuch sind etwa 60 000 Soldaten, Polizisten, Richter und Lehrer festgenommen oder suspendiert worden. Die türkische Hochschulverwaltung hat allen Akademikern bis auf weiteres die Ausreise verboten. Sieben Personen wurden festgenommen, weil sie in sozialen Medien den Putschversuch gelobt oder Erdoğan kritisiert hätten. Inzwischen haben die Behörden die Reisepässe von mehr als 10.000 Staatsbürgern für ungültig erklärt, bei denen angeblich Fluchtgefahr bestehe. Staatsbedienstete dürfen nicht mehr ohne weiteres aus der Türkei ausreisen. Sie müssen eine Bescheinigung ihrer Behörde vorlegen. Mehr Zahlen hier.


Wer wieder Neuigkeiten zu Raif Badawi vermisst: Ich weiß nicht mehr, als dass die österreichischen Grünen ihre 82. Mahnwache abgehalten haben und die australische Bürgerrechtsorganisation Liberty - Victoria ihr Voltaire - Dinner mit einem freien Stuhl für Raif am Samstag begehen wird...

Kommentare:

  1. Ja, liebe Astrid, dem ist leider überhaupt nichts hinzuzufügen. Was in der Türkei gerade abläuft, ist das, was ab 1933 in Deutschland begann.
    Und wieder steht die Staatengemeinschaft taten- und sprachlos herum.
    Jetzt braucht man sich nur noch einen Wahlgewinn von Trump und Le Pen hinzu zu fantasieren (hoffentlich bleibt es nur eine Fantasie), dann hat man das Horrorszenario fast perfekt.
    Zukunft, mir graut's vor dir.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ja, der jahrelang hochgelobte Herr Erdogan, der fromme Mann aus dem Volke, jetzt zeigt er sein wahres Gesicht. Freunde in Antakya fürchten sich schon immer vor ihm und seiner schleichenden frömmelnden sunnitischen Islamisierung. Dass man in der Türkei plötzlich von spitz schauenden Damen Tücher zum Verhüllen gereicht bekam, bevor man eine Moschee betrat, war schon vor Jahren eine der ersten Neuerungen, die jedem auffallen konnte, der ein bisschen das Land bereiste. Viele wollten es nicht wahrhaben. Vielen war der wirtschaftliche Aufschwung einfach zu lieb und teuer( der mit einer ungeheuren Umweltzerstörung einherging- dies nur nebenbei), als nicht gerne die gar nicht mehr schleichende Islamisierung des Landes zu verdrängen.
    Wie hätte E. die Türkei zum strahlenden angesehenen Lande machen können, das vom Islam geprägte Land, das sich wirklich um Demokratie, Minderheitenschutz, Gleichberechtigung, Bildung, liberale Gesetze, Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Laizismus bemüht. Welches Ansehen hätte er geerntet in der Welt!...

    Du benutzt das Wort "Wahn". Und das ist schlimmerweise genau das, was diesen Rumpelstil vom Bosporus so gefährlich macht. Er überholt sich grad täglich selbst 3 mal in seinem Fanatismus und seinem Größenwahn. Und weil er selbst so intrigant ist, traut er allen um sich her das Schlimmste zu und wittert überall "Verrat".
    Ich bin einfach nur sprachlos, dass nicht augenblicklich Wirtschaftssanktionen verhängt werden, die deutschen Soldaten abgezogen werden( es gibt, wenns denn sein muss, noch andere Mittelmeerflughäfen, oder eben nach französischem Muster, Flugzeugträger) jegliche Partnerschaftlichkeit auf Eis gelegt wird.
    Dieses Regime zeigt offen Bilder von Gefolterten, und wird weiter als Partner in einem "Flüchtlingsdeal" gehandelt. Ich frage mich, was werden wird mit all den Verfolgten aus diesem "sicheren" Herkunftsland.
    Ich erreiche Freunde aus der Osttürkei nicht. Es ist zum Verrücktwerden.
    Hab Dank für Deinen gut recherchierten Bericht.
    Wir dürfen nicht schweigen jetzt. Müssen sprechen für all die zum Schweigen gebrachten.
    Lieben Lisagruß!

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  3. Liebe Astrid, mir fehlen im Moment zu diesem ganzen Wahnsinn die Worte und die Tränen laufen mir herunter. In München hat sich gerade auch die Hölle aufgetan.
    glg zu Dir
    Susanne

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    1. Ich versuche seit der 1. Nachricht genaue Informationen zu bekommen - vergeblich. Ich bin ganz benommen...
      LG

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  4. Liebe Astrid, bis heute haben mein Mann und ich uns gewundert, dass niemand die Parallele zu 1933 sieht. Auch wir verstehen nicht die Zurückhaltung der Politiker. In was für einer Welt werden unsere Enkel bloß leben. Auch ich habe "Angst" vor der Zukunft.
    LG Petra B. aus W.

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  5. Ehrlich gesagt, frage ich mich nicht nur, wo das Licht im Orient bleibt, sondern wo es in der gesamten Welt geblieben ist. Zur politischen Situation in der Türkei können einem nur noch die Worte fehlen. Im Prinzip sollte man spätestens jetzt die Konsequenzen ziehen und hier einen klaren Cut machen. Ich bin jedoch überzeugt, dass nichts dergleichen geschehen wird und unsere Frau Bundeskanzlerin weiter brav Männchen vor ihrem türkischen Spezialfreund machen wird. Die Parallele zu 1933 ist überdeutlich und schon bei dem Wort "Säuberungen" sollte jedem halbwegs klar denkenden Menschen ein Würgereiz die Kehle hochsteigen.

    Andererseits muss man sich auch fragen, was man von den Entscheidungsträgern der sog. demokratischen, westlichen Nationen zu halten hat. Die sind keinen Deut besser, wissen es aber nur geschickter zu verpacken und unter dem schönen Namen "Demokratie" der Weltöffentlichkeit zu verkaufen. Das ganze ist ein makabres Spiel auf der Weltbühne und der Normalbürger ist gezwungen, sich die ganze Tragödie bis zu ihrem bitteren Ende anzusehen.

    LG, Varis

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  6. liebe Astrid,
    kannst Du hellsehen?- ich war gerade bei Dir und habe Deinen Post gelesen als Du bei mir den Kommentar geschrieben hast.
    Gut, dass es solche Menschen wie Dich gibt, die genau das niederschreiben was wir alle denken und fühlen.
    Ich bin im Moment auch sehr traurig, was gerade in München passiert.
    liebe Grüße
    Gerti

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  7. liebe Astrid..
    auch ich habe schon vor Kurzem Parallelen zum 3. Reich gesehen..

    und doch denke ich ..das persönliche Auftreten passt eher noch zu Stalin..
    die Verfolgung von ehemaligen Weggefährten.. auch die Brutalität die jetzt aus den Säuberungswellen spricht ist in meinen Augen eher stalinistisch
    Er projeziert sein eigenes Denken und Handeln auf Andere
    das was er jetzt diesen Menschen unterstellt ist seine eigene Denk- und Handlungsweise..
    Ich fürchte die unbedingte Gefolgschaft seiner Untergegebenen wir erst in einer Katastrophe enden..
    als ich die ersten Bilder von einem verhafteten General gesehen habe .. wie sein Gesicht aussah.. war ich zu tiefst erschrocken..
    ich fürchte.. Demokratie ist etwas was in der Türkei noch nicht angekommen ist ..geschweige denn in vielen anderen islamischen Ländern..
    sie haben auch eine ganz andere Entwicklung genommen als die westliche Welt..
    Individualität war dort nie gefragt.. denn nur im Familienverbund konnten die Menschen überleben und so ist der Clanchef immer der der das sagen hat..
    Leider hat die Demokratie bei und auch gerade sehr zu kämfen :(

    eigentlich müsste man diese Leute mit Nichtachtung strafen.. ihnen die mediale Aufmerksamkeit entziehen

    schlimm finde ich auch diese Medienpräsenz bei sochen Ereignissen wie gerade in München.. es würde doch wirklich eine Meldung reichen.. und wieder dann wenn es etwas Neues gibt..
    muss denn alles live in unsere Wohnzimmer??
    Früher hat man was im Radio gehört und morgens in der Zeitung gelesen.. das hat doch auch gereicht..

    ich versteh manchmal die Welt nicht mehr

    traurige Grüße
    Rosi

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  8. Stimmt schon, was Rosi schreibt...es sei denn man sitzt mittendrin und möchte schon gerne wissen, wann man das Haus sicher wieder verlassen kann...
    Ich könnte heute verzweifeln und so viel Zorn und Hoffnungslosigkeit hegen.In so vielen Dingen.In so viele Richtungen.
    Dein Artikel in seiner Deutlichkeit tut gut.Danke, danke, danke!
    Die Welt ist überall und geht uns alle an.Unbedingt!

    Viele Grüße aus München, Taija

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    1. sicher.. wenn man mittendrin ist schon..
      aber da gibt es ja auch regionale Durchsagen..
      man bietet diesem Terror..egal von wo er kommt viel zu wiel Raum..
      das sind keine "Helden" oder Märtyrer.. das sind Verbrecher.. oder geistig kranke Menschen.. :(
      ich hoffe du hast trotzdem eine gute Nacht
      LG
      Rosi

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  9. Es wird wohl so schnell kein Licht geben - jedenfalls nicht aus dem Orient ...

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  10. Liebe Astrid,

    schon das Erdogan-Zitat von 1998 zeigt sehr deutlich, wessen Geistes Kind er ist. Mich ekelt es schon lange vor diesem Menschen. Es sind viele Kleinigkeiten, die ihn in der Vergangenheit schon eher als Diktator, denn als demokratisch gewählten Politiker erscheinen ließen. Er beschnitt die Meinungsfreiheit, die Frauenrechte und traf einige sehr skurrile Aussagen, wie zum Beispiel, dass sich lautes Lachen nicht mit der Tugendhaftigkeit türkischer Frauen verträgt.

    Was bei mir ein großes Unbehagen auslöst, ist dass sein Arm bis Wien zu reichen scheint, wie die Proteste in der Putschnacht vor der türkischen Botschaft und am Stephansplatz zeigen. 4000 Menschen maschierten mitten in der Nacht durch die Straßen mit Wolfsgrüßen, faschistischen Parolen und "allahu akbar" Rufen. Ein kurdsches Lokal wurde zerstört.
    So kann es nicht weitergehen.

    Liebe Grüße,
    Veronika

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    1. Er hat hier schon vor Jahren Riesenwahlveranstaltungen abgehalten und wurde mit großen Plakaten gefeiert als "unser" Präsident, der sich als Souverän im Gastland aufführte. Seitdem habe ich ihn auf dem Kieker, sprich: verfolge, was er tut und sagt sehr genau. Ein Demagoge wie aus dem Bilderbuch...
      GLG

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  11. Mir fehlen zur Zeit irgendwie die Worte, was alles auf der Welt passiert....jeden Tag neue Schreckensmeldungen.....
    Hast Du eigentlich meine E-Mail bekommen? Vielleicht ist die irgendwie untergegangen....hatte Dich am Donnerstag angeschrieben.....
    Schau einfach mal kurz in meinen Blog, und melde Dich! :-)
    Lieben Gruß
    Gisi

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  12. Liebe Astrid,
    ich kann mich den vorherigen Kommentaren nur anschließen....die Menschen lernen meist nicht dazu-leider-.
    Grüße RIKA

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  13. Unglaublich, was da gerade alles vor sich geht... Ich war froh, als unsere Bundeskanzlerin deutlich sagte, dass die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei sofort abgebrochen würden, sollte die Todesstrafe dort wieder eingeführt werden. Die Verbindung der Türkei zu Staaten wie dem Iran könnte natürlich noch zu einer weit größeren Gefahr werden, wenn die Verbindungen gen Westen gekappt werden - eine diplomatisch sehr bescheidene Situation, um es mal milde auszudrücken... Mir graut es vor den nächsten 10 Monaten mit den weiteren Ereignissen in der Türkei, den Wahlen in den USA und Frankreich sowie all dem, was sonst noch so in der Welt schreckliches passiert. Und das Tag für Tag! Ohnehin schon seit viel zu langer Zeit, nur dass Terror und Angst nun auch bei uns ankommen. Wo das wohl alles hinführt?

    Ich danke dir für das Teilen deiner Gedanken!

    Herzlich
    Steffi

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  14. inzwischen wird mir auch angst und bange vor hier lebenden türkischen mitmenschen, die andersdenkende nicht e-anhänger auf übelste art und weise anprangern und verfolgen.
    danke für deinen artikel. er spricht mir aus der seele.
    mano

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Der Kommentar ist für den Blogger wie der Applaus im Theater - also: worauf wartest du?

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