Dienstag, 24. März 2015

Shirts, shirts, shirts



...und ein Grenouillère! Und es gibt drei Gründe, weshalb ich solch profane Dinge wie T - Shirts & Schlafanzüge selbst nähe:



  • Mir macht Nähen Spaß, und ich kann dabei wunderbar entspannen.


  • Ich kann dabei auf die Individualität meiner Enkelkinder eingehen.


  • Ich möchte keine Kleidung kaufen, an der "ein bitterer, fieser Beigeschmack" klebt, wie es Susanne/mamimade hier geschrieben hat: "Die Bezahlung der Leute, die diese Stücke herstellen ist unter jeder Kritik. Hunger, Not, Ausbeutung sind die Worte die mir dazu spontan einfallen. Der Preis am Ende der Kette, also der, den ich zahle, gibt keinerlei Auskunft, ob ich damit die Frau, die das Teil genäht hat, auch ordentlich bezahle."




D'accord! Und deshalb auch bei mir hier dieses Statement:






Schnittmuster: Shirt 1: "Hilde" mit "KleinFanø" - Ärmelchen, Shirt 2 & 3: "KleinFanø",


Und zu guter Letzt noch der Grenouillère/Schlafanzug ( Ottobre 2/2014, Modell 17 modifiziert ):































Kommentare:

  1. Guten Morgen Astrid,

    mich beschäftigt dieses Thema schon sehr,sehr lange,. Nicht erst seit dem Drama in Bangladesch. Leider hat jede Medaille ihre zwei Seiten. Boykottiert man bzw. schränkt man ein, hat das schwächste Glied der Kette dies zu tragen. Kauft man weiterhin billig, billig, billig und konsumiert Kleidung (ich schreibe absichtlich nicht Mode) geht es auch auf Kosten des schwächsten Gliedes. Es wird mehr produziert, zu immer billigeren Preisen ... was soll man nur tun?
    Es ist eine Gratwanderung, die ich für mich so entschieden habe, ich bevorzuge Kleidung von Herstellern, die im europäischen Raum gefertigt wurden. Kleidung aus dem asiatischen Raum vermeide ich, wenn es mir möglich ist, so leid es mir für die Menschen tut. Aber so lange Nachfrage nach billiger Kleidung durch den Konsumenten besteht, so lange wird weiter ausgebeutet.
    Im Geschäft gebe ich die Kleidung, die mir von der Verkäuferin in die Hand gedrückt wird, nach einem Blick auf das Label mit den Worten zurück:"Bitte keine Kleidung aus asiatischer Herstellung." Meistens wird's dann eng und oft genug habe ich den Laden, unter den irritierten Blicken der Verkäuferinnen, ohne etwas zu kaufen verlassen. Würden es mehr Menschen so halten, gäbe der Einzelhändler diesen Druck weiter nach oben, bis hin zu den internationalen Einkäufern. Man muß bereit sein "Nein" zu sagen, dazu gehört auch der persönliche Verzicht - nicht jedermanns Sache nur 2 Jeans statt 6 im Schrank zu haben.

    Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die späten 70er als, aufgrund von hohem Konsumentendruck, die Schildkrötensuppe aus den Regalen der Supermärkte verschwand. Es funktioniert also, wenn der Kunde sich verweigert.

    Mode ist relativ ... Menschen sind es nicht.

    LG Doris

    P.S. Sag einmal, wo kann man den Stoff vom 3. Shirt von oben käuflich erstehen?

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  2. Es ist wirklich erbärmlich, was diesen Frauen bezahlt wird. Sie arbeiten 12 Stunden am Tag und bekommen dafür 48 € im Monat! Wenn überhaupt. Für dieses Geld würde so manch einer von uns pro Tag nicht mal aufstehen. Es reicht oft nicht mal für eine Mahlzeit am Tag.
    Würde es besser werden, wenn alles viel transparenter wäre? Oder wissen wir es und schauen bloss weg? Ist es so, wie Edmund Burke schreibt: Alles, was nötig ist, damit das schlechte in der Welt gewinnt, sind genügend gute Menschen, die nichts tun?
    glg Susanne
    PS: Deine Shirts sind einfach bezaubernd.

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  3. Liebe Astrid, ich stimme dir zu. Punkt.

    Hier werden, außer Jeansleggings (second hand) und Wäsche, keine Sachen mehr gekauft und noch das aufgetragen, was die beiden Großen übrig gelassen haben. Zu den Kinderabteilungen der großen Klamottenketten habe ich seit geraumer Zeit keinen inneren Zugang mehr. Jüngst nahm ich einen Packen Socken mit -die mag ich nicht nähen... :)

    Viele Grüße an dich und hab einen schönen Tag,
    Antje

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    1. Ich auch nicht! Vor allem nicht tragen wegen vorhandener Nähte...
      GLG

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  4. Guten Morgen,

    so geht es mir auch, deshalb versuche ich möglichst viel selber zu nähen. Bei den Oberteilen gelingt es mir gut, bei Hosen muß ich leider auf gekaufte Jeans (meine genähten Hosen halten bei meinen wilden Kindern nicht lange) zurückgreifen. Allerdings kaufe ich diese nicht bei Discounter & Co. Ein großer Kinderversandhandel mit Ja*** stellt seine Hosen in Europa her. Dort gehe ich einfach davon aus, dass gewisse Standards eingehalten werden.

    Liebe Grüße
    Charlotte

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  5. Ich finde deine offenen Worte zu diesem Thema sehr positiv! Toll, dass du, die ja auch wunderbar nähen kann, so deinen Enkeln zu ethisch wertvoller Kleidung verhilfst.
    Das Problem bei Kaufkleidung ist ja, dass selbst Hersteller, die teure Mode verkaufen unter diesen menschenverachtenden Umständen produzieren lassen.
    Der Preis ist also kein Maßstab für "gut" produzierte Kleidung.
    Bei mir geht es vorm Kauf erst an Ettikett und dann an die Nase.
    Wenn ich beides, als vertretbar ansehe, kaufe ich.
    Die alternative reine Bio-Kleidung zu kaufen ist mir manches Mal einfach zu teuer.
    Ja so issses leider!
    Natürlich versuche ich bei T-shirts, etc. Bio-Produkte oder fair produzierte Teile zu kaufen, aber beim Mantel , ich gestehe, geht es bei mir doch über die Optik.
    Wichtig finde ich, dass man die traurigen Produktionszustände nicht aus den Augen verliert und sich und seinen Kauf immer hinterfragt.
    Danke für deinen Denkanstoß,
    LG,
    Monika

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  6. Liebe Astrid,
    richtig so! Aber auch ich finde, dass das eine schwere Gratwanderung ist. Meine Konsequenz ist, außereuropäisch hergestellte Dinge zu meiden und dafür auch bereit zu sein, für weniger Dinge mehr zu zahlen. Ist nicht immer einfach, aber ein Anfang ist schon mal gemacht, wenn man nicht mehr allwöchentlich durch Geschäfte bummelt, wunderbarerweise reduzieren sich nämlich die Bedürfnisse, wenn man die Dinge nicht mehr ständig vor Augen hat. Und einfach zu überdenken, ob man wirklich jede Woche eine neue Klamotte braucht. Obwohl, bei deinen bezaubernden Shirts würde ich sofort zulangen, so schön kann man die sowieso nirgendwo kaufen.
    Liebste Grüße,
    Karin

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  7. Spaß, Entspannung und diese wunderbaren Resultate. Perfekter geht es nicht.
    Liebe Grüße und einen sonnigen Tag!
    Jutta

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  8. Alles richtige, wichtige Gründe. Zumal über eine Katastrophe in den Näh-Fabriken nach der anderen berichtet wird. Kurz ist die Empörung groß und dann scheint doch alles beim (billigen) Alten zu bleiben Aber wichtig ist auch der Entspannungs-Spaß-Lust-Faktor!!! Und bei dem Häkeltier-Oberteil habe ich kurz Schnappatmung bekommen. Gibt es eine Möglichkeit, sich von dir adoptieren zu lassen? LG mila

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  9. Das kann ich voll unterstützen. Obwohl ich mich manchmal frage, ob ich nicht durch das Selbst-Nähen viel mehr produziere, als eigentlich erforderlich wäre. Das Kind ist gut bestückt, was Kleidung betrifft.
    Aber da bin ich auch schon bei der Freude am Nähen und beim Glücksgefühl, das sich dabei einstellt. Und darauf will ich - ganz egoistisch - nicht verzichten.

    Der Stoff mit Shaun, dem Schaf, ist ja zu niedlich! Überhaupt sind alle Teile sehr schön geworden. Ganz Frau K. !

    Dir eine schöne Woche, Astrid

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  10. Wie wunderbar!! Deine Sachen sehen nicht nur wunderschön aus, nein, sie tragen auch noch zu Deiner Entspannung bei!! Suuuper!! Herzlichst, Nicole

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  11. Das dritte T-Shirt ist ja der Oberhit...Bei Kindern, die sich im Wachtum befinden, braucht man ja leider immer wieder Nachschub...und das geht ins Geld...schön, wenn man dann Nähen kann, aber das kann nun mal nicht jeder... Doch wenn man nicht mehr wächst, weder in die Höhe noch in die Breite, dann sollte man sehr genau darauf schauen, woher die Ware kommt...denn billig ist auch meist schnell verwaschen und zerschlissen. Qualität zahlt sich da aus, und die kommt nun mal nicht aus Asien...leider. LG Lotta.

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    1. Das Selbernähen ist gewiss nicht preiswerter, im Gegenteil. Es stimmt schon, dass das Wachsen der Kinder ständigen Nachschub fordert. Wir haben tolle Tauschkreise entwickelt, damit es sich auch lohnt.
      "Shoppen" macht mir inzwischen gar keinen Spaß mehr...
      LG

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  12. Ich bin auch immer wieder glücklich, wenn ich den Lockenmädchen etwas nähen kann, weil ich weiß, dass es auch aus ökologischen und sozialen Gründen geschätzt wird. Mir geht es schon seit längerem so, dass ich mir sage: lieber weniger Kleidung kaufen, dafür aber solche, die man mit gutem Gewissen tragen kann.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  13. Deine drei Günde sind auch ganz genau meine drei Gründe!

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  14. Liebe Astrid,
    Du hast vollkommen recht mit Deinen Gründen, aber jetzt spinnen wir den Faden mal weiter:
    Wo kommt die Baumwolle für Deine Stoffe her? Wer baut sie an? Wo wird sie verarbeitet? Wer macht das? Die Farbstoffe? Wer stellt die her? Stimmt immer alles was auf den Etiketten steht - da bin ich nämlich auch ganz schön skeptisch ... Ich möchte manchmal gar nicht wissen, was noch alles dahinter steckt.
    Aber ungeachtet dessen, sind Deine Shirt mal wieder fantastisch geworden.
    GLG Astrid rechtsrheinisch

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  15. Ach Astrid, die Bilder machen mich ganz traurig, weil ich einfach nicht das Talent habe. Du zauberst so wundervolle Kleidung, bei der kaum eine Marke mithalten kann. Ich kann grad mal Baumwolle nähen und hab mit Jersey (seit gestern auch mit Leder) die schlimmsten, krüppeligsten Erfahrungen gemacht. Hätte ich Kinder und du einen Shop, wäre es meine Anlaufstelle erster Wahl!
    Liebe Grüße von der Küste

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  16. Liebe Astrid,
    deine Sachen sind aber auch wirklich wunderschön. So bekommt man nichts in den Läden.
    Klar, es ist furchtbar, wie die armen Frauen ausgebeutet werden - aber: wenn nichts gekauft wird,
    dann bekommen sie keinen Lohn, weil keine Arbeit da ist. Das ist die Kehrseite der Medaille.
    Einen ruhigen Abend wünscht Dir
    Irmi

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