Dienstag, 24. Februar 2015

Summ, summ, summ - ei, wir tun dir nichts zuleide



Source
Fasnacht/Karneval in meiner alten Heimat - gezeigt von meiner Bloggerfreundin Pamylotta




























...möchte ich in Abwandlung des Kinderliedklassikers gerne singen - wenn es denn stimmen würde! Doch die Situation der liebenswürdigen, für uns so überaus nützlichen Insekten in unserer hochindustrialisierten Landwirtschaft ist eine ganz andere.

Der BUND machte mich auf einen Sachverhalt aufmerksam, den ich euch als interessierte, engagierte Leserinnen auf diesem Wege auch nahe bringen möchte:


"Das Neonikotinoid Thiacloprid ist äußerst schädlich für Bienen – das beweist eine aktuelle Studie. Thiacloprid ist ein Nervengift, das z.B. in dem Schädlingsbekämpfungsmittel Lizetan von Bayer enthalten ist. Die deutsche Zulassungsbehörde hat das Pestizid jedoch als „bienenungefährlich“ eingestuft. Die Studie zeigt aber: Auch wenn das Nervengift nicht unmittelbar tödlich auf Bienen wirkt, wird trotzdem ihr Orientierungssinn so geschädigt, dass sie nicht mehr zum Bienenstock zurück finden – und dadurch letztlich sterben. Außerdem können geschädigte Bienen nicht mehr miteinander kommunizieren."


Bayer zweifelt die wissenschaftlichen Erkenntnisse an und besteht darauf, dass die Mittel gesetzlich zugelassen und von den Behörden als nicht gefährlich eingestuft worden seien.  Die Firma hat eine einstweilige Verfügung erwirkt wegen "geschäftsschädigender Behauptungen". Dieser Streit wird seit gestern vor dem Landgericht Düsseldorf verhandelt.

Der BUND möchte wegen oben genannter Erkenntnisse ein Verbot der Verwendung des Nervengiftes in der EU erreichen & hat eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen - hier ist die Möglichkeit, daran teilzunehmen, hier gibt es weitere Informationen.


Vielleicht mögt ihr Bienen ja genauso gerne wie ich und könnt euch ein Leben ohne sie auf dieser Erde nicht vorstellen. Würde mich sehr freuen...



Wer sich über die üblen Auswirkungen von Pestiziden bei unter dem "Fair" - Siegel gehandelten Tees informieren will, dem empfehle ich das Feature von WDR 5 des letzten Sonntags, Download hier möglich.

Kommentare:

  1. Dass die Bienen immer weniger werden ist wirklich ein Problem... gerade auch hier bei uns im Apfelland... wo sie doch für die Befruchtung der Blüten sorgen sollen, aber sie werden weniger... und so schon mittlerweile mit künstlichen Pheromonen angelockt...
    Guter Post, danke Astrid, herzliche Grüße,
    Kebo

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  2. Ja, dass die Bienenvölker schrumpfen liest man immer wieder. Schön, wenn man mal was Konkretes in der Hand hat. Naja, nicht schön, aber nutzbar.
    Dir noch einen schönen Tag, Astrid
    Liebe Grüße
    Jutta

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  3. deshalb die von b°°°°° gesponserten bienenweidestreifen an feldrändern, sehr zynisch. ich geh gleich unterschreiben. magst du mit "wir sind alle eine welt - februar" verlinken???
    herzliche grüße und dank dem unermüdlichen aufzeigen! ich bin dessen im moment so müde, nicht dass mir die welt zuviel wär, aber manchmal dann doch das über den tellerrandschauen. aber mein eigener beitrag kommt noch ;)
    herzliche grüße und eine umarmung!
    dania (die das sich umkehrende mutter-tochter-verhältnis so gut kennt...)

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  4. Liebe Astrid,
    es macht mich manmal wirklich unglaublich wütend, was da so alles passiert, wenn es darum geht, Geld zu verdienen, größer zu werden, Macht zu besitzen oder was auch immer. Selbst vor den Bienen macht man nicht halt. Tiere, ohne die wir gar nicht leben könnten, da sie unsere Existenz sichern. Kann man eigentlich wirklich so doof sein und seinem eigenen Ast sägen????

    Natürlich werde ich unterschreiben!! Und ich danke Dir. Für diesen Post und dafür, dass Du immer wieder auf die Missstände in dieser Welt aufmerksam machst. Das ist sooooo toll liebe Astrid. Da bin ich echt auch ein bisschen stolz, dass Du eines unserer Bienchenbilder dafür genommen hast :)

    Sei ganz lieb gegrüßt,
    Pamela

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  5. danke, liebe astrid für diesen post!
    bei mir sind diesen winter schon 3 von 4 bienenvölkern eingegangen :-(. die stöcke waren einfach verlassen. ich hab eigentlich an die varroamilbe gedacht, die sich letztes jahr so massiv ausgebreitet hat. aber bei der ökologischen schieflage in der wir uns befinden, könnte auch etwas anderes die ursache sein. drückst du mir den daumen, dass das letzte volk heil durch den winter kommt?
    ♥ monika

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  6. Liebe Astrid, da kommt mir das Zitat von Albert Einstein in den Sinn. Dem ist nicht hinzuzufügen:
    „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

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  7. Von dem Prozess habe ich heute auch voller Interesse gelesen. Die Piraten-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag hat heute eine Kleine Anfrage dazu an die Landesregierung gestellt. Sollten in der Antwort interessante Dinge stehen, schreibe ich dir. :-)
    Die Petition unterschreibe ich natürlich - nebem dem Klimawandel hat wohl kaum eine Naturkatastrophe unserer Zeit solche Auswirkungen wie das langsame Sterben unserer Bienen. Ein Drittel (!) unserer Lebensmittel entsteht durch die Bestäubung durch Bienen (Quelle: Der Film "More than honey")...

    Danke dir fürs Informieren und Anstupsen!
    Lieber Gruß
    Steffi

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  8. ja, so grauslig..., in china schickt man tatsächlich bereits drohnen zur bestäubung in die obstplantagen, weil in deren pestizidgeschwängerter luft keine biene (und auch kein anderes insekt!!!) überlebt, und damit auch kein vogel mehr dort was zum verfüttern für die jungen hat... die bund-links bekomme ich immer per mail und unterschreibe fleißig, wo es geht. heute hatte ich einen spaziergang mit einer alten freundin, wir kamen wieder an so manchen geputzten geleckten und so tot wirkenden gartengrundstücken vorbei. kein gänseblümchen und kein klee wird da für die bienen blühen, denn neben den giftproblemen gibt es ja das andere: sie brauchen nahrung..., von der obstblüte können sie sich nur wenige wochen ernähren, dann ist sie durch. liebe grüße ghislana

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    1. Leider hat bei uns im Garten der Verlust der Efeuwand, den du ja mitbekommen hast, zu Nahrungsproblemen für die Bienen beigetragen. Was war das immer für ein Gesumme. Ich bin immer noch nicht darüber hinweg...
      LG

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  9. Ich würde fast soweit gehen, dass ein Leben ohne Bienen fast nicht möglich ist...zumindest massive Probleme auf der Welt mit sich bringen würde...das Gleichgewicht wäre schwer gestört...die Folgen nicht absehbar...Doch wo Geld die Welt regiert...LG Lotta.

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  10. Stell dir doch bloß mal vor: ein Leben ohne Äpfel, Birnen etc. mir wird ganz anders! Diese Dinge ziehen einen solchen Rattenschwanz an Problemen hinter sich her, die keiner wahrhaben will. Gerade deshalb müssen wir aufstehen und was sagen, gegen Monsanto, Bayer, und wie sie alle heißen! Danke für diesen Artikel!
    Gros bisou
    Sandra

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