Donnerstag, 19. Februar 2015

Great Women # 13: Christine Nöstlinger


Barbara/barbarabee hatte seinerzeit den Anstoß für diese Reihe gegeben und damit angefangen, donnerstags in ihrem Blog bemerkenswerte Frauen in Wort und Bild vorzustellen. Da dies eines meiner Lebensthemen ist, habe ich mich gerne angeschlossen.


Im Spätsommer 1977 ist die Junglehrerin, Frau P.K., gezwungen, ihre Klasse außerhalb des Schulgebäudes auf der grünen Wiese unter einem Baum zu unterrichten, denn im Schulgebäude führen Formaldehyd - Ausdünstungen der Deckenplatten des nigelnagelneuen Gebäudes zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Deshalb hat die ganze Schulgemeinde beschlossen, die Nutzung des Gebäudes zu verweigern. 
Doch nicht alles kann man in der freien Natur machen, was im Klassenraum möglich ist. Lesen - das geht. Und so liest sie mit den Schülern ein Buch, das 1973 den Deutschen Jugendbuchpreis gewonnen hatte & gerade als Taschenbuch erhältlich ist: "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig". Die Autorin: Christine Nöstlinger. 

So begann meine Bekanntschaft mit der Wiener Autorin, und es blieb eine lebenslange, begeisterte Beziehung...


Mit ihrem Großvater 1943
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Christine Nöstlinger kommt am 13. Oktober 1936 im 17. Wiener Bezirk ( Hernals ) als Christine Draxler zur Welt.

Wenn man in ihrer Biografie "Glück ist was für Augenblicke. Erinnerungen" die ersten Kapitel liest und von den familiären Umständen, Beziehungen und Verwicklungen erfährt, meint man mittendrin in einem ihrer Kinder- und Jugendbücher zu sein:

Ihren Nachnamen hat die kleine Christine vom Noch- Ehemann der Mutter, die - früh Waise geworden - sich auch mit einem falschen Vater herumgeschlagen  & bei dem sie per Gericht eine Ausbildung zur Kindergärtnerin durchgesetzt hat. Bald darauf bekommt sie selbst ein Kind von einem gewissen Herrn Draxler, zieht es aber vor, statt beim Ehemann auf dem Lande bei der Tante in Wien zu leben. Im selben Haus wohnt die krause Familie des schönen Walter Göth, der dann der Vater ihres zweiten Kindes, eben der Christine, wird.
Der schöne Walter betreut das Kind zwar, weil er gerade arbeitslos ist, hat aber durchaus eine andere Liebschaft, und die Mutter kann erst eine Scheidung einreichen, als die Nazis die Gesetze in Österreich ändern. Geheiratet haben die Eltern dann tatsächlich. Da ist die Christine fünf Jahre alt.

"Auf die oft gestellte Frage, ob meine Kindheit ›glücklich‹ gewesen sei, antworte ich manchmal mit einem strahlenden ›ja‹, manchmal mit einem traurigen ›nein‹. Beides stimmt. Kindheiten sind immer sehr glücklich und sehr unglücklich." ( Quelle: Beltz Pressemappe )

Als 18jährige
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Diese Kindheit an der Grenze zwischen den Bezirken Hernals und Ottakring in der Kriegs- und Nachkriegszeit beschreibt Christine Nöstlinger sehr lebhaft in ihrer Biografie, auch die Jugendzeit mit ihrem Interesse an Mode ( die sie sich selber näht ), Tanzstunden, an hübschen Studenten und ihrem Versuch, sich politisch zu engagieren. Natürlich ist auch ihr Kleid für die Maturaprüfung selbst genäht, denn das Geld ist in ihrer Familie immer sehr knapp, so dass auch die Teilnahme an der Abschlussreise nicht möglich ist. Stattdessen nutzt sie die Zeit bis zur Aufnahmeprüfung an der "Akademie" zum Lesen. Tucholsky wird ihre "oberste Lese - Instanz".

Das Studium - "Industrial Design" sollte es eigentlich sein - kann sie durch ein Begabtenstipendium finanzieren. Sie muss aber schnell feststellen, dass sie ein mittelmäßiges Talent ist. Doch zwei Jahre "für nix und wieder nix" - das geht bei ihrem Hintergrund einfach nicht. Sie widmet sich daher mehr ihren sozialen Kontakten, statt sich täglich auf der Akademie mit ihrer "Mittelmäßigkeit zu konfrontieren". Ihre "Umtriebigkeit" führt dazu, dass sie vor ihrer Volljährigkeit schwanger wird, den Kindsvater heiratet, aber weiterhin pendelt zwischen seiner und der Elternwohnung. Das Kind stirbt kurz nach der Geburt an einem Herzfehler, das Studium wird danach aber nicht mehr aufgenommen.

"Ich lernte halbwegs ordentlich Maschine schreiben und nahm einen Job im Pressehaus am Fleischmarkt an, in der Abteilung, wo die Trafik - Abrechnungen erledigt wurden und die telefonischen Beschwerden... landeten."

Bald wird Christine wieder schwanger, lässt sich diesmal aber scheiden, wohnt weiterhin bei den Eltern und arbeitet in ihrem Job. Das ist nicht das Leben, das sie sich wünscht. Aber: "Da (waren) ja noch die Abende." Sie wird also wieder "umtriebig" und nimmt Kontakt zu ihren alten Freunden auf. Bei einer Jungdichter - Lesung lernt sie den "Nö" - Ernst Nöstlinger - kennen.

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Der "Nö" wohnt in einer Wohngemeinschaft, hat sein Studium auch aufgegeben, arbeitet als Portier und will  "den Roman des Jahrhunderts" schreiben. 
"Mir tat er jedenfalls gut!", schreibt sie in ihrer Biografie. "Endlich war da einer, mit dem ich über Heine reden konnte, auch über Tucholsky, Klabund, Ringelnatz, Ossietzky und alle, die ich begeistert las." Darüberhinaus schätzt sie seine Kontakte zur Wiener Szene im Café Hawelka.

Im Herbst 1960 wird Christine wieder schwanger. Da sie ihren Eltern die Betreuung eines zweiten Enkelkindes nicht zumuten will, gibt sie ihren Job auf, heiratet den "Nö" und zieht zu ihm in die Kurrentgasse im 1. Wiener Bezirk. Ihren Eltern teilt sie das kurz mit ( zur Trauung mochten die sowieso nicht kommen ). Die erste Tochter bleibt weiterhin bei den geliebten Großeltern, und Christine legt den neuen Beruf "Hausfrau" auf ihre eigene Art aus: Heute würde man sie als begeisterte Do- It- Yourselferin bezeichnen. Doch nichtdestotrotz: Sie hat das Gefühl, in einer Falle zu sitzen...

Da kommt ihr ein Zufall zu Hilfe: Ein Freund bittet sie, seine Gedichte zu illustrieren. Christine probiert sich nach langer Zeit wieder auf Papier aus, und dabei entsteht eine Geschichte mit Bildern und eine Figur mit roten Haaren: Die feuerrote Friederike!

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Als Christine mit ihrer Familie im Herbst 1967 zurück nach Ottakring in eine Eigentumswohnung umzieht, ist das Manuskript fertig. Doch mit der Übergabe an den Cheflektor eines Wiener Verlages tut sie sich schwer. Und als es endlich passiert ist, dauert es keine zwei Wochen, dass ihr eine Veröffentlichung in Aussicht gestellt wird. 1970 ist es dann so weit. 
Da hat sie bereits zwei weitere Manuskripte in der Schublade, eines bringt der "Stern" als Fortsetzungsgeschichte, später als Buch der Oetinger - Verlag heraus, das andere der Verleger Jochen Gelberg. Und schon gibt es auch den ersten Preis: den neu eingerichteten Bödeckerpreis in Hannover - Umbruchzeiten in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchszene! ( Davon wurde zu dieser Zeit auch eine junge Bonner Studentin angesteckt, deren Studienschwerpunkt dieses Genre wurde, mit nachhaltiger Wirkung...)

Christine verdient endlich eigenes Geld! Trotz der enervierenden kleinbürgerlichen Umgebung, in der es ihr und ihrer Tochter zu leben schwer fällt, schreibt sie in jeder freien Minute - die Schreibmaschine steht immer in der Küche. Wenn man sich die Liste ihrer Bücher anschaut, kann man sich das auch nur so erklären. Und mit  ihrer Leidenschaft fürs eigene Tun!

Mit ihrem Einkommen durch das Schreiben kann sie nun den Lebensunterhalt für die Familie bestreiten: Ihr Mann arbeitet nur noch als freier Mitarbeiter beim Rundfunk, die ältere Tochter zieht zur Familie, ein Haus im Waldviertel wird gekauft. Dorthin zieht sich vor allem Ernst Nöstlinger zurück:

Mit ihrem Mann Ernst, genannt Nö
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Ab 1980 schreibt Christine für den "Kurier", später für die Wochenzeitung "Die ganze Woche. "Ich arbeitete emsig wie eine Brummhummel, von Jahr zu Jahr mehr. Kinderbücher zu schreiben, reichte mir nicht mehr, ich machte Sendungen für den ORF und das ZDF, und einmal in der Woche die Glosse für "Die ganze Woche". Von mir ging die Initiative nie aus. Ich bekam Angebote und wenn diese mir zusagten, sagte ich zu."

Ernst Nöstlinger lebt inzwischen das ganze Jahr über im Waldviertler Haus. Seine Schwiegermutter leistet ihm in den Sommermonaten Gesellschaft:

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Christine selbst wohnt am liebsten in Wien, in den verschiedensten Bezirken, erst noch mit den Töchtern, dann alleine, dann wieder mit den Töchterfamilien, dann wieder allein - Christine zieht gerne um, denn sie richtet gerne ein.

Ende der Neunziger Jahre wird bei ihr Brustkrebs diagnostiziert, doch das Schreiben hilft ihr auch aus dieser Krise. 2003 erhält sie als allererste den Astrid Lindgren Memorial Award:

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"Man sitzt verwirrt auf Wolke 7, baumelt mit den Beinen, und freut sich, von der Jury als 'Nicht - Erzieherin vom Kaliber Astrid Lindgrens' gelobt zu worden zu sein", schreibt sie in ihrer Biografie dazu. 

Sie freut sich auch sonst des Lebens, fliegt in Europa herum, besucht ihre Töchter. Ihr Mann hingegen verliert zusehends seine Vitalität. 2007 erleidet er nacheinander zwei Schlaganfälle, wird bettlägrig und völlig stumm. 2 Jahre später stirbt er. 
Christine zieht wieder um in eine Wohnung, in der sie nichts an den Partner erinnert. Das hilft ihr, den Verlust zu bewältigen. "Wie es mit mir weitergeht, frage ich mich nicht, Zukunftspläne...habe ich nicht."

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Auch durch eine erneute Krebserkrankung lässt sie sich nicht unterkriegen: "Lachen ist das Beste, um gruselige Dinge auszuhalten." 

Und: "Aber die Ober - Optimistin war ich ja eigentlich nie... So geht es halt Menschen, die schon als Kinder erfahren mussten, dass alle versprochenen gesellschaftlichen Veränderungen zum Besseren leider doch nicht stattfinden. Enttäuschter Kinderglaube scheint lebenslänglich in einem zu stecken.", so das Fazit am Ende ihrer Biografie.

2014
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Was mich für Christine Nöstlinger so eingenommen hat, damals, als ich mit ihren Büchern Bekanntschaft machte? Dass es darin so zuging, wie ich es aus meiner unmittelbaren Umgebung kannte, dass sie das reale Leben abbildete. Nichts gegen Bullerbü - ich liebe es -, aber so wie in den Nöstlinger - Büchern sah es tatsächlich eher bei meinen Schülern zu Hause aus. Und trotzdem gab es darin Fantasie und jemand ergriff Partei für die Interessen der Kinder und wandte sich gegen den Erziehungswahn, so, wie es auch die große Astrid getan hatte. Eine glücklichere Symbiose konnte es für mich damals nicht geben.

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Meine liebste Szene ist übrigens in einem der Franz - Bücher: Da liest die Mutter des Lehrers vom Franz ihm bei seinem Besuch im Altersheim die Leviten, nachdem sie vorher vom Franz gehört hatte, wie sich ihr Sohn als Lehrer in der Schule gegenüber den Kindern so aufführt ( der Sohn wusste nichts von dieser Begegnung ). Köstlich!








Kommentare:

  1. Hach, ich liebe Christiane Nöstlinger!
    zu einem gewissen Zeitpunkt hatte ich bestimmt alle ihre Bücher gelesen....
    und ja, ihre Bücher waren immer unvergleichlich realistisch. Und so wunderbar humorvoll.
    und mit dem gewissen österreichischen Charme.

    Trotz der so unterschiedlichen Schreibstile, ihr Leben weist schon gewisse Parallelen mit dem von Astrid Lindgren auf. Interessant.

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  2. Diese Biografie habe ich wirklich mit Begeisterung gelesen, denn ich kenne einen Teil der Bücher! Danke, liebe Astrid, dass du meinen Horizont jeden Donnerstag auf diese Art und Weise erweiterst! LG Lotta.

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  3. Das Allergrößte an Weihnachten waren Bücher von Christine Nöstlinger. Damit zog ich mich dann direkt aufs Sofa zurück und las und las und las. Ich habe sie immer wieder gelesen. Trotzdem wusste ich bisher nichts von ihrem Leben. Danke. LG mila (und ich nehme an, du warst die Bonner Studentin... oder?)

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    1. Die Bonner Studentin wie die Junglehrerin...
      LG

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  4. Wieder mal wunderbar ins Wort und Bild gesetzt. Mir ging und geht es wie Dir: Astrid und Christine- die großen "Humanistinnen" unter den Kinderbuchautoren. Klar gibt es noch Michael Ende , James Krüss....aber so nah und parteinehmend am Kind, vielleicht auch so vertraut (weiblich?) mitempfindend kenne ich sonst keine. Danke für diese Biografie!
    Herzlichen Gruß
    Lisa

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  5. Wunderschön!!!
    Ich liebe Christiane Nöstlinger, da sind die Kinder wild und die Eltern chaotisch bis desorientiert - aber alle halten zusammen. Ich mag sie und meine Kinder müssen sie auch lesen, ob nun Gretchen Sackmeier oder Friederike :-)

    Liebe Grüße
    Charlotte

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  6. Hallo Astrid,
    wieder eine sehr interessante Persönlichkeit, die Du uns da vorstellst.
    Obwohl ich schon als Kind sehr gerne gelesen habe, sagt mir die Autorin
    nichts. Leider!
    Ich freue mich schon auf die nächste Vorstellung.
    Liebe Grüße, Kerstin

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  7. liebe astrid,
    da hast du heute eine meiner lieblingsautorinnen so liebevoll und treffend vorgestellt - und so ein bisschen zwischen den zeilen auch dich.
    verschlungen habe ich ihre bücher als kind und heute noch lesen der künstler und ich dem wirbelwind aus ihnen vor - vor allem aus den geschichten vom franz im moment. mir kamen/kommen die bücher sehr "österreichisch" vor - aber wie man an deinem porträt sieht, sind die mit viel humor gewürzten "sozialstudien" der christine nöstlinger weit über unsere landesgrenzen bis heute aktuell. schön finde ich das! einer meiner lieblingssätze von ihr aus einem interview auf die frage nach dem rezept einer guten langlebigen beziehung: eine große wohnung und ein zimmer zwischen den partnern (nicht wortwörtlich zitiert).
    herzliche grüße zu dir und eine feste umarmung!
    die neue sorge tut mir leid und ich wünsche auf diesem wege das beste!!!

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    1. Ich habe beim Lesen ihrer Bücher immer den Wiener Tonfall mitgehört ( und geliebt ). bei einem der nächsten Wienbesuche, werde ich mich auf die Spuren in ihren Büchern kaprizieren...Viel Spaß euch Dreien mit dem Franz!

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  8. Christine Nöstlinger ist DIE Autorin meiner Kindheit. Ich habe fast alles von ihr gelesen was an Kinderbüchern je veröffentlicht wurde - und viele Bücher davon mehrmals. Auch jetzt noch als Erwachsne. Besonders nahe waren und sind mir jene Bücher, die sie für Kinder in den frühen 80ern geschrieben hat. Z. B. die Gretchen-Bücher oder Nagel einen Pudding an die Wand und natürlich Luki-Live! In den war ich jahrelang verknallt. Ich hatte immer das Gefühl: Die kennt mich! Die schreibt von mir! Ganz besonders hat da bestimmt die Spreche beigetragen. Unsere Dialektausdrücke, die ganz selbstverständlich darin vorkommen, liest man als Österreicherin normalerweise nicht. Bücher sind immer deutsch - aber nicht österreichisch. Daher bin ich auch irgendwie sehr verwundert, dass die neuesten Bücher eben diese Sprache nicht mehr haben. Irgendwie ist das befremdlich. Die Verlage machen das bestimmt um dem deutschen Markt gerechter zu werden - aber irgendwie fehlt da ein Stück Nöstlinger-Feeling.

    Vor ein paar Jahren gab es im Nachbarort im Turnsaal eine ganz kleine Lesung mit ihr. Nöstlinger war mit der ehemaligen Frauenministerin Johanna Dohnal gut befreundet, die in diesem Ort lebte. Es war großartig ihre Texte aus ihrem Mund zu hören. Es war ein Querdurch- Lesung, da von Kindergartenkindern bis ganz alten Fans einfach alles da war. So bunt wie ihr Programm war auch diese Lesung.

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  9. Liebe Astrid,
    ich bin geneigt, mir diese Bücher wieder vorzuholen. Ich sehe sie jetzt unter ganz
    anderen Zeichen. Danke für deinen hervorragenden Bericht-
    Einen schönen Tag wünscht
    Irmi

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  10. Deine Biographien lese ich jedes Mal mit großer Freude. Bücher von Christine Nöstlinger wurden auch von unseren Töchtern verschlungen. Allerdings überwog bei ihnen die Lindgren-Liebe.
    Herzliche Grüße
    Andrea

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  11. Herrlich, Gretchen Sackmeier haben wir laut mit der ganzen Familie gelesen. Was hatten wir für einen Spaß!
    LG
    Magdalena

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  12. Liebe Astrid,
    danke für deinen Hinweis und danke für die tolle Biografie. Christine Nöstlinger ist eine der drei Lieblingsautorinnen meiner Kindheit und Jugend. (Die anderen beiden waren Astrid Lindgren und - auch ganz wichtig - Mira Lobe. Und von den Männern mochte ich Erich Kästner am liebsten!) An "der Nöstlinger" mag ich ganz besonders, wie EHRLICH ihre Schilderungen klingen. Da ist nichts Verkünsteltes und nichts Beschönigendes, und trotzdem sind ihre Geschichten nicht trist, sondern humorvoll, aussagekräftig, optimistisch stimmend So schreiben können nicht viele. Sie schafft es, mit einer ganz einfach und alltäglich wirkenden Sprache große Wahrheiten auszudrücken. (Sehr passend dazu finde ich das Beispiel von der glücklichen und unglücklichen Kindheit...)
    Ein wunderbares Portrait!
    Ganz herzliche Rostrosengrüße
    von der Traude

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  13. Ein toller Post! Ich mochte die Nöstlinger immer sehr und hab schon als Kind einiges von ihr gelesen!
    LG Mary

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  14. Hallo Astrid,
    von dieser Autorin habe ich noch nie gehört. Nun habe ich als Kind allerdings auch nicht viele Kinderbücher gelesen. Erst als ich selbst ein Kind hatte, begann ich, auch Kinderbücher zu lesen. Aber da war von ihr nichts dabei. Scheint schade. Nun, noch kann ich es nachholen.
    Lieben Gruß
    Katala

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    1. Lies die Biografie! Oder etwas von ihr für Erwachsene...
      LG

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  15. Wohlbekannt sind mir etliche ihrer Bücher von früher. Ich habe sie so gern gelesen. Danke für die Erinnerung daran. Kann mich leider erst jetzt mit einem Kommentar melden, weil die Internetverbindung wieder nicht zustande kam... Liebe Grüße.

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  16. Wie schön jetzt auch soviel über das Leben dieser wunderbaren Autorin erfahren zu haben... Ich lernte Bücher von ihr erst in den 80ern kennen. Unbedingt muss ich meine Enkelbibliothek um Nöstlinger aufstocken ;-) Lieben Gruß Ghislana

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  17. es ist spannend, von dir so vieles "hinter" den büchern von christine nöstlinger zu erfahren. in der kindheit der tochter gehörte sie einfach zum leben dazu.
    eine der tollen frauen, die sich nicht hat unterkriegen lassen! klasse!!
    liebe grüße, mano

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