Montag, 30. Juli 2018

12tel Blick - Juli 2018




Mein 12tel Blick im Juli am 29. Tag des Monats, 13.50 Uhr:






















Die Stratocumulos - Wolken in dichten horizontalen Streifen bedecken 
- entgegen der Voraussage des Wetterberichts - den Himmel.
Darunter herrscht eine Temperatur von 27°C, 
und ein lebhafter Wind aus südwestlicher Richtung lässt das ertragen.

Welche Gluthitze die Stadt in der vergangenen Woche auszuhalten hatte
( und in der kommenden Woche wird es kaum anders sein ),
kann man nicht erkennen,
höchstens am Pegelstand des Rheines:

Die "Colonia 5" liegt tiefer im Wasser 
und auf der "Schäl Sick"
ist unterhalb des Rheinboulevards ein breiterer Uferstreifen zu sehen:






















In den Medien ist auch schon auf die Gefahr eines Fischsterbens hingewiesen worden,
da das Rheinwasser bereits eine Temperatur von 27 Grad erreicht hat
( ein Grad mehr und es wird gefährlich für Wasserlebewesen ).

Ein zweites, regionales Thema der vergangenen Tage
war die verlautbarte Absicht der Deutschen Bahn,
die Liebesschlösser am Brückengeländer zu entfernen, 
um auf selbigen den Korrosionsschutz zu erneuern.
Ein Proteststurm veranlasste einen Rückzieher,
fast am gleichen Tag:


Die werden auch inzwischen am Geländer 
an meinem Standpunkt befestigt...

Die Hitzeschäden kann man an den armen Bäumen ablesen.
Linden...

... Platanen oder Eisenholzbäume sehen bedauernswert aus.

Und nun noch die Übersicht über die vergangenen sieben Monate:

Alle anderen 12tel - Blicke sammelt wieder Eva Fuchs.

Kommentare:

  1. Liebe Astrid,
    bei deinem Bild bin ich gleich ein wenig erschrocken, der Pegel des Rheins ist recht tief. Man erkennt sehr gut auf dem wunderschönen Foto, wie man zu Fuss herunterlaufen muss.
    Dir einen guten Wochenstart und
    liebe Grüsse
    Eda

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    1. Derzeit liegt der Pegel bei 1,38, Durchschnitt ist 3,21 m. Im Jahrhundertsommer 2003 lag er bei 80 cm. Den Kölner an sich interessiert nur das Hochwasser ab 6,20 m. Wir hatten früher bei 9-10 m Grundwasser im Keller ( Altrheinarm ). Die Schiffe fahren mit halber Ladung.
      LG

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  2. Unverhofft ist dein 12tel Blick ein klimapolitischer Blick geworden. Der Rhein ist sehr niedrig, die Fische und Wasserlebewesen sind in Gefahr und die Luft ist extrem heiß.
    Zum Glück nicht in dem Moment, wo Du fotografierst.
    GLG Sieglinde

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  3. Guten Morgen Astrid,
    oh, der Rhein-Pegel ist echt niedrig! Das Wasser hat sich gewaltig erwärmt. Und da gibt es immer noch Leute, die behaupten, es gibt keinen Klimawandel.
    Trotz der anstehenden Wärme wünsche ich dir einen guten Start in die Woche.
    Liebe Grüße
    Tina

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  4. Huch! Das ist ja schauderhaft anzusehen und zu lesen.
    Hier ist es auch enorm heiß. Lästig heiß.
    GLG
    Susanne

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  5. Schlimmes Klima, aber ich bezweifle, dasz sich noch etwas zurückdrehen läszt an dieser Entwicklung.
    Das mit diesen Schlössern habe ich nie verstanden und in Anbetracht der Gewichte, die schon viel Schaden angerichtet haben... würde ich sie rigoros entfernen. Und zwar sofort und regelmäszig. Bin ja sonst eher nicht für restriktive Masznahmen - Grafitti (auszer an Baudenkmalen) liesze ich bleiben, Schlösser dagegen nicht, wenn ich z.B. Bürgermeisterin wäre!
    Auch weckt sowas bei mir die Assoziation von "angekettet sein" und das will ich an niemanden, bei allergröszter Liebe nicht.
    In dem Sinne: freiheitliche Grüsze
    Mascha

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    1. Nach Aussage der Bahn ist das Gewicht überhaupt kein Thema bei dieser Eisenbahnbrücke, du muss generell viel aushalten und ist entsprechend ausgelegt.
      Ich muss bei den Schlössern immer an das mittelhochdeutsche Gedicht denken:
      Dû bist mîn, ich bin dîn.
      des solt dû gewis sîn.
      dû bist beslozzen
      in mînem herzen,
      verlorn ist das sluzzelîn:
      dû muost ouch immêr darinne sîn.
      Und das mochte ich im Gegensatz zu meinen Mitschülern im !°Unterricht gerne. Ich finde das Wort "sluzzelîn" so süß und "darinne sîn"...
      LG

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    2. An das Gedicht habe ich übrigens auch gedacht. Nur mochte ich auch dieses nie sonderlich. Höchstens sprachlich, aber sonst engt mich sowas ein.
      Ich weisz hier paar Geländer, die das nicht lange ausgehalten haben und im Ganzen ist es Materialverschwendung ;-)

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    3. Früher waren es halt die Herzschnitzereien in Baumrinden, in denen sich der Romantizismus vieler Mitmenschen ausdrückte...
      LG

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  6. Stimmt, aus Richtung Bodensee bekommt der Rhein bestimmt nicht mehr viel Nachschub, hier sind die Wasserstände niedrig. Am unseren Teil des Sees (relativ flach) hat das Wasser Badewannentemperatur. Gestern erst sah ich mehrere schwer tragende Obstbäume, bei denen ein oder mehrere Äste abgebrochen waren. Die schwere Last zusätzlich zur Trockenheit macht eine Abstützung der Äste notwendig.
    Wenn Du mein 12tel-Blick vom Land genau anschaust, wirst du sehen, dass es im Wald schon teilweise gelblich aussieht.
    Liebe Grüße an den Rhein vom Bodenseeufer
    Andrea

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    1. Wir sind gerade durch unseren Park vom Sport nach Hause gegangen, da liegt schon sehr viel Laub am Boden und ist schon fast zu Pulver verrieben, so trocken ist es. Büsche und kleinere bäume sind teilweise kahl.
      LG

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  7. Deinem grauen Blick sieht man die Hitze gar nicht an, und alle Achtung, dass du dich aufgemacht hast, um das Juli-Foto einzufangen.
    Die Niedersachsen hatten jetzt ja Regenglück, bei uns dagegen nüscht! Seit Tage rieseln hier die Blätter von den Pappeln gegenüber, die linke ist so gut wie leer!
    Ja, sluzzelîn, das ist ja ein schönes Wort!
    LG Ulrike

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  8. Sehr eindrücklich der Bildervergleich von Feb und Juli... Selbst hier im schattigen Garten werfen einige Gehölze, die ich niemals gieße, die Blätter ab... Mit Gießen erhält man manches am Leben, aber es wächst nichts mehr, nur noch die absoluten Trockenheitskünstler... Wie das weitergehen mag... Ich schaue beim Pflanzenkauf inzwischen allergenauestens auf Standortansprüche und Trockenheitsresistenz und siedle alles andere in große Mörtelkübel um, das beherrsche ich mit dem Gießen... Brandenburg war ja früher schon mal Weingegend und nicht nur, weil FII das schick fand, scheint, dass das wieder kommt und nicht nur für eine Phase... - Die Schlösser-Manie finde ich zwar ganz lustig, aber empfinde selber da ähnlich wie Mascha, käme nie auf die Idee. Ob die, bei denen die Liebe nicht hält, mit dem Bolzenschneider kommen ;-). Wegen der Gärten entwickelt sich bei uns gerade ein Sommer(urlaubs)ritual. Zwei Kurzreisen am Wochenende in D und eine Woche bleibt der Gefährte (arbeitend) bei mir. Letzteres hat dieses Jahr bisher noch nicht geklappt. Lindow war schon und sehr schön... Und es kommt zum Hochzeitstag noch ein Warnemünde-Wochenende. Oje, ich bin ins Schwatzen geraten... Herzlich grüßt aus dem schattigen Garten Ghislana

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  9. Ich kann die Luft auf deinem Bild spüren. Erinnert mich sehr an meine Studienzeit in Münster, diesige, watteweiche stehende Sommerluft (ich bin je eher der Windmensch ;-) das mit dem Wasserpegel ist schon beängstigend. Ich habe noch die Bilder aus 2003 vor Augen. Wir haben ja ordentlich Tidenhub am Fluss, da gibt es jeden Tag tüchtig Ebbe aber die Flut kommt immer wieder zurück, da merkt man es nicht so sehr wenn das Wasser im Fluss weniger wird. LG Aqually

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  10. ....na, wenn das so weiter geht, könnt ihr bald zu Fuß durch den Rhein marschieren und spart euch die Fährkosten ;-(
    Bei uns "grollt" es gerade, könnte sein, dass wir eine Abkühlung bekommen - schön wär´s und das ganz besonders für die Natur!!!
    Schöne Zeit,
    Luis

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  11. Liebe Astrid,
    da müssen der Rhein und seine An-/Bewohner ja wirklich leiden derzeit... In Düsseldorf konnte ich den Rheinpegel jeden Tag beobachten, hier in Aachen gibt es keine Referenzpunkte. Aber auch hier leiden die Pflanzen - abgesehen von unseren auf der Terrasse, die derzeit endlich mal ausreichend gegossen werden. ;-)
    Was die Schlösser anbelangt hatte ich gelesen, dass die Schäden durch die Vibration der Schlösser bei Durchfahrt der Züge entstehen. In Paris mussten ja einzelne Brückengeländer entfernt werden, weil die Last zu groß wurde und ein Absturz in die Seine drohte. :-(

    Dir wünsche ich heute genug Möglichkeiten, dich abzukühlen und von der Hitze abzulenken!

    Ganz herzliche Grüße
    Steffi (exilrh...)

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  12. Zuhause ist es ja genauso heiß wie hier. Wahrscheinlich nur nicht so feucht. Liebe Grüße aus Kuba ( von einem Hotspot, den wir überall den Platz der gesenkten Köpfe nennen)
    Christine

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    1. Tropen halt...Das hätte ich auch vor vierzig Jahren nicht ertragen können.
      Ich wünsche dir weiterhin einen interessanten Aufenthalt!
      Herzlichst A.

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  13. hier auf dem land haben wir ja seit längerem temperaturen zwischen 31 und 35 grad und sogar mir als sommerkind ist das etwas arg warm. aber sowas in der stadt! das stelle ich mir ziemlich ungemütlich vor!
    hoffen wir, dass es bald etwas abkühlt ohne gleich wieder in einer sintflut zu enden!
    ♥ monika

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  14. oh jaa.. man sieht wie der Pegel gesunken ist
    bei uns kann man fast wieder zu Fuß zum Mäuseturm laufen
    leider wurde auch wieder Munition freigelegt
    eine kleinere Bombe wurde an Ort und Stelle entschärft
    das ging diesmal ohne größere Evakuierung nur Straßen - und Bahnverkehr wurde eingestellt

    gestern hat es gottseidank endlich geregnet und sogar etwas ausgiebiger als sonst

    liebe Grüße
    Rosi

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  15. Die Schlösser fand ich allerdings auch eindrucksvoll.
    Es ist einfach zu heiss. Nicht nur die Bäume leiden, meine Kunden auch. Wie das wohl weitergeht.
    Lieben Gruss
    Andrea

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  16. Der Pegelstand ist ja extrem niedrig!!!
    Die Bäume hier sehen ebenso arm aus. Mein Apfelbeum bricht gerade unter der Last zusammen, bereits der dritte große Ast ist abgebrochen.

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  17. Der niedrige Wasserstand ist mir gleich aufgefallen.
    Die Bäume sehen bei uns leider auch so aus. Die Hitze und vor allem die Trockenheit wird wohl einiges kaputt machen.
    Liebe Grüße
    Anette

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