Schon wieder eine bildende Künstlerin! Aber ihr bevorstehender 127. Geburtstag, eine Karte von Mano aus Berlin und die Aussicht auf eine große Retrospektive dieser "sperrigsten und schillerndsten Figur der jüngeren Kunstgeschichte" haben mich den Entschluss fassen lassen, sie hier und heute vorzustellen: Jeanne Mammen. Kennengelernt habe ich sie nicht in meiner Jugend durch die oftmals erwähnte Sello- Rubrik in der "Brigitte", sondern durch Ausstellungen in Bonn um die Jahrtausendwende. Bei einem Berlinbesuch, anschließend geplant, um in der Hauptstadt mehr Werke von ihr zu sehen, standen wir allerdings vor verschlossenen Türen: Die "Berlinische Galerie" hatte den Gropius- Bau wegen Umbauarbeiten verlassen müssen...
Geboren wird Gertrud Johanna Louise Mammen am 21. November 1890 in Berlin als jüngstes Kind einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie geboren. Der Vater Gustav Oskar Mammen kommt aus einer alten ostfriesischen Familie aus Neuharlingersiel, die Mutter Ernestine Juliane Karoline Delhaes aus einer in Köln ansässigen Apothekerfamilie niederländischer Herkunft. Sie ist vor der Ehe Sprachlehrerin gewesen. Bis 1885 hat die Familie schon einmal in Paris gelebt.
Französisch wird ihr zur zweiten Muttersprache, und sie wird eine fleißige Leserin französischer Literatur. Besonders fasziniert ist sie von visionären Texten wie Flauberts "Tentation de Saint Antoine" ( dt. "Die Versuchung des Heiligen Antonius" ), der zu ihrer bevorzugten Lektüre wird ( und zu dem sie später eine Serie von Illustrationen schaffen wird ).
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| 1910 in Brüssel Source |
"Da hatten wir Anatomie und Mythologie und Architektur und Ästhetik und Literatur. Wir mußten furchtbar arbeiten: von acht Uhr früh bis zehn Uhr abends. Da sollen sich mal die faulen Onkels hier auf der Kunstschule zu Herzen nehmen. (... ) Man war den ganzen Tag auf den Beinen: morgens malen, abends zeichnen, nachmittags malen, dazu die ganzen Kurse. Es gab eine herrliche Bibliothek; da waren wir eifrige Gäste. Ich war die jüngste in der Klasse." ( Quelle hier )
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| "Kindsmörderin" Source |
Während oder kurz nach der Brüsseler Zeit ist das 50 Blätter umfassende Frühwerk der Künstlerin entstanden: dunkeltonig aquarellierte ( Tusch- ) Zeichnungen mit biblischen, historischen, mythologischen oder literarischen Bildinhalten. Bei einer Prüfung erhält sie den ersten Preis, eine Silbermedaille und einen Geldbetrag.
1911 geht Jeanne mit Mimi nach Rom, um ein Jahr lang an der Scuola Libera Academica, Villa Medici, ihre Ausbildung fortzusetzen, bevor sie 1912 mit ihrer Schwester ein eigenes Atelier in Paris bezieht, wo sie erstmals ihre Arbeiten präsentieren. Im gleichen Jahr sowie 1913 folgen erste Ausstellungen im Pariser Salon des Indépendants. Stilistisch weisen die Arbeiten noch immer die Einflüsse des belgischen Symbolismus auf, aber es entstehen bereits Skizzen mit Großstadtimpressionen, die an Edgar Degas, Henri Toulouse-Lautrec & Theophile-Alexandre Steinlen geschult sind und den Grundstein legen für die scharfen Beobachtungen, die in den nächsten Jahren zum Markenzeichen der Künstlerin werden.
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| "Schwester im Atelier" (1913) Source |
"...alles, alles gemacht: Puppen angemalt, Schmetterlinge ausgeschnitten, Holzschuhe genagelt, alles um nur Geld zu verdienen." Und weiter: "Ich kannte keinen Menschen, ich habe geheult wie ein Schloßhund, so scheußlich fand ich es in Deutschland. Ich sprach doch nur französisch und hatte Schwierigkeiten, mich auszudrücken. So fiel mir plötzlich nicht ein, wie Kartoffeln hießen. Mit Berlin habe ich mich niemals versöhnt: ich finde es noch heute scheußlich. Wenn ich auf den Kudamm gehe, muß ich kotzen. Die ganze Art der Leute ist mir fremd."
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| Titelblatt (1926) Source |
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| Goldfischfang (1925) Source |
Nach der ersten entbehrungsreichen Zeit kann Jeanne Mammen nun dank ihres Talents ab 1925 erste künstlerische Erfolge feiern.
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| Source |
Und dank ihrer außergewöhnlichen zeichnerischen Fähigkeiten kann sie das auf ihren nächtlichen Streifzügen an zwielichtige Orte des großstädtischen Dschungels Gesehene quasi mit spitzer Feder festhalten.
So wird sie mit ihren Milieuschilderungen aus den Cafés und Clubs, den Tanz- und Travestie-Etablissements, den zahllosen Kneipen und den Straßen von Berlin zur Bildberichterstatterin der wilden 1920er Jahre und prägt bis heute unser Bild der Frau jener legendären Epoche unseres Landes ( wie die Fotografin Lotte Jacobi oder die Schauspiel-Sängerin Lotte Lenya ).
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| (1928) Source |
"Ich habe sie früher wahnsinnig geliebt und habe mich wahnsinnig für jeden Menschen interessiert und für jeden Typ und so."In leichtem Pinselstrich und unverwechselbaren, pudrigen Aquarellfarben, die die Linien eher nur umspielen, verewigt sie Licht- und Schattengestalten und hält skizzenhaft also das Bild der "neuen Frau" fest, die sich im Übrigen nicht nur zum männlichen Geschlecht hingezogen fühlt. Und obwohl alles so locker, leicht und hingetupft wirkt, ist es von stupender Prägnanz und macht die krasse Realität der Weimarer Zeit nur eingängiger, verfügbarer für ihr Publikum. Jeanne prangert das soziale Elend ihrer Zeit also nur indirekt an und reitet keine höhnischen Attacken auf die bürgerliche Gesellschaft. Kurt Tucholsky schwärmt 1929 in der "Weltbühne":
"Die zarten, duftigen Aquarelle, die Sie in Magazinen und Witzblättern veröffentlichen, überragen das undisziplinierte Geschmier der meisten Ihrer Zunftkollegen derart, daß man Ihnen eine kleine Liebeserklärung schuldig ist. Ihre Figuren fassen sich sauber an, sie sind anmutig und herb dabei, und sie springen mit Haut und Haaren aus dem Papier. In dem Delikatessenladen, den uns Ihre Brotherren wöchentlich oder monatlich aufsperren, sind Sie so ziemlich die einzige Delikatesse."Heute wirken diese Blätter als die perfekten Verkörperungen eines Zeitstils...
Was sie an anderen Frauen faszinierte, der "Vamp", die "Garçonne", die "Femme fatale", gesteht sie sich selbst allerdings nicht zu. Sie selbst bleibt unauffällig, sie gehört nicht dazu, sie ist kein weiblicher Dandy, auch wenn sie gern so à la mode ausgesehen hätte. Sie bleibt die diskrete Beobachterin in Staubmantel und Baskenmütze:
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| Selbstporträts von 1926 und 1932, Fotografie ca. 1935 |
"Eigentlich habe ich mir immer nur gewünscht: nur ein Paar Augen sein, ungesehen durch die Welt gehen, nur die anderen sehen."Für Jeanne ist die Zugehörigkeit zur Berliner Szene nichts als ein ernsthafter Broterwerb, betrieben mit graphischem Raffinement und sensibler Beobachtungsgabe. Doch die Zeit der Illustrierten-Aufträge ist dann 1933 schlagartig vorbei ( ab 1927 hat sie zum Beispiel ein Riesenpaket mit Arbeiten nach München geschickt für den "Simplicissimus" und für jedes farbige Blatt 300 Mark erhalten ).
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| Mackensen (1939-42) Source |
Sie fühlt sich zum Rückzug gezwungen, stellt ihre Mitarbeit in den Zeitschriften von sich aus ein, denn sie will sich nicht anpassen, und gerät so wieder einmal in finanzielle Nöte. In der Abgeschiedenheit ihres Ateliers im Hinterhaus, ihrer "Malhölle" zeichnet sie Menschen von nebenan und schafft eine Porträtgalerie der frühen dreißiger Jahre, malt und modelliert Köpfe und Gestalten, kubistisch verfremdet, inspiriert von Pablo Picasso, entwickelt eine für sie völlig neue Bildsprache. Mit dem Kubismus gelangt sie zu einer expressiven und aggressiven Malweise, in der sie sich in Bildern wie "Würgeengel" mit den Nationalsozialisten auseinandersetzt. Die Gegenständlichkeit hat für sie ihre Überzeugungskraft verloren und diskreditiert, weil von der faschistischen Kunst missbraucht. "Sie hat sozusagen bewusst 'entartet' gemalt", wird das später die Kunsthistorikerin Annelie Lütgens sagen.
Ein solches kubo-expressionistisches ist "Mackensen": Es bezieht sich auf den gleichnamigen Generalfeldmarschall des Ersten Weltkriegs und Parteigänger Hitlers.
"Mit Beginn der Hitlerzeit, Verbot oder Gleichschaltung aller Zeitschriften, für die ich gearbeitet hatte. Ende meiner ‚realistischen‘ Periode, Übergang zu einer den Gegenstand aufbrechenden aggressiven Malweise (als Kontrast zum offiziellen Kunstbetrieb). Zweiter Weltkrieg: Keine Ölfarbe, keine Leinwand – alle Bilder aus dieser Zeit sind mit Plakattempera auf Pappe gemalt. Lebensmittelkarten, Stempeln, Zwangsarbeit, Bombenangriffe, Zwangsausbildung zum 'Feuerwehrmann': Brandwache schieben nach Entwarnung bis 3 Uhr früh."So beschreibt sie lakonisch, wie es ihre Art ist, jene Zeit in ihrem "Äußerlichen Kunstbericht".
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| Junger Mann mit Schal (Portrait Max Delbrück um 1935-40) Source |
"Mein Ku-Damm 29 steht noch […]. Die Überreste von Jeanne sitzen in den Überresten von Berlin, haben viel, viel – endlos viel Grauenhaftes und Schreckliches überstanden."Das schreibt sie nach Kriegsende ihrem Freund seit 1935, dem 1937 in die USA emigrierten Physiker Max Delbrück. Er hat Bilder und Aquarelle von ihr mit ins Exil genommen und unterstützt sie nun mit CARE-Paketen, die neben Lebensmitteln auch Dinge des künstlerischen Bedarfs enthalten. Aus der Schnur dieser Pakete, aus Draht und später Glanzpapier von Bonbons entstehen ihre neuen Arbeiten. Der Mangel an Materialien lässt sie zur Collage greifen und sie entwickelt eine eigenwillige, spiritistische, fantastisch-skurrile Bildsprache, die eine geheimnisvolle Welt der Mystik und Magie entfaltet. Mythen, Märchen und Masken sind nun ihr Thema, mit dem sie sich intensiv auseinandersetzt. Auch plastische Arbeiten – Köpfe aus Gips - gehören zu Jeannes Nachkriegswerk.
Ein Gefühl von Ruhe mit einer kräftigen Prise Melancholie strahlen diese Werke der Nachkriegsjahre aus. Bei den ersten Ausstellungen moderner Kunst, unter anderem der ersten Deutschen Kunstausstellung im Berliner Zeughaus und in Dresden sowie in der Galerie Gerd Rosen, ist die Künstlerin vertreten. Gemeinsam mit jungen Maler- und Dichterkollegen ist sie 1949/50 im literarischen Kabarett "Die Badewanne", später der "Quallenpeitsche" aktiv und gehört zum ersten Mal in ihrem Leben einem Künstlerkreis an.
Jeanne Mammen ist nie vergessen, wird aber auch nicht wirklich bundesrepublikweit berühmt. Das liegt daran, dass nur die zeitgenössische abstrakte Kunst als Erbin der verfemten Vorkriegsmoderne im westlichen Teil Deutschlands anerkannt und ausschließlich bei den ersten beiden Documenta-Ausstellungen von 1955 und 1959 gezeigt wird.
"Erbschaft der Verfemten hätte aber auch heißen können, sich jener Generation von Künstlerinnen und Künstlern zu erinnern, die in den Zwanziger Jahren mit ihren Arbeiten eine politische Verantwortung wahrgenommen haben und in deren Werk die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit als Bruchlinien sichtbar sind", so äußert sich noch einmal die Kunsthistorikerin Annelie Lütgens.
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| "Photogene Monarchen" (1967) Source |
Erst in den 1970er Jahren, als man sich wieder der Arbeiten aus der Zeit der Weimarer Republik erinnert und sie zu schätzen beginnt, erfährt auch Jeanne eine erneute Würdigung. Zu ihrem 80. Geburtstag 1970 erhält sie dann eine Einzelausstellung im Berliner Kunstverein. Sie schreibt an den Freund Delbrück:
"Es ging alles glatt, Reden wurden gehalten, Blumen überreicht, à l’étonnement général Dein Telegramm verlesen, Blitzlichter flackerten, Flossen wurden gequetscht. (…) Siehst Du, wenn Du 80 wirst, kriegst Du auch so was Feines – man muss nur Geduld haben."
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| 1974/75 Source |
Am 22. April 1976 ist es so weit: Jeanne Mammen stirbt in Berlin. Ihre Urne wird im Kolumbarium, des III. Städtischen Friedhof Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau aufbewahrt.
Noch im gleichen Jahr gründen engste Freunde die "Jeanne - Mammen - Gesellschaft e.V." in Berlin, um ihren künstlerischen Nachlass zu bewahren und zu betreuen, 2003 werden die "Jeanne-Mammen-Stiftung" und der "Förderverein der Jeanne-Mammen-Stiftung e. V." gegründet, die das noch erhaltende Atelier, Kurfürstendamm 29, 10719 Berlin, betreut.














ein spannender lebensweg.. eine für mich bis jetzt unbekannte frau...mit schönen arbeiten... bises
AntwortenLöschenda ist sie ja endlich!! ich hab ja schon länger darauf gewartet und freu mich, dass du sie gerade jetzt vorstellst. die berlinische galerie widmet ihr nämlich (seit dem 6.10.) eine retrospektive mit mehr als 170 arbeiten. sie läuft noch bis zum 15. januar 2018. falls du also noch einen berlin-besuch planst: diesmal steht dir die berlinische galerie offen!! ich will ihre bilder auf jeden fall noch sehen!
AntwortenLöschendanke für deinen ausführlichen beitrag. ich wusste natürlich kaum etwas über sie und bin sehr beeindruckt, wie intensiv sie sich ihrer kunst gewidmet und sich besonders in diesen schrecklichen kriegszeiten durchgebracht hat.
liebe grüße
mano
Und nun bin ich gerade soweit weg von Berlin. Manche ihrer Berliner Bilder sind mir bekannt. Es ist so toll bei dir jetzt ihre Kunst in den Kontext ihrer Biografie und der Geschichte gestellt zu sehen. Etwas, worauf ich immer noch neugierig wäre, eine große Synopse von Geschichte, Kunst, Musik, Architektur etc. Wenn ich sowas vereinzelt aufgearbeitet finde, finde ich das si unglaublich spannend, dass ich davon gern ein Universallexikon hätte 😃. Jeannes Geschichte auch eine Wanderung zwischen Welten, von Deutschen als Deutsche von Ort zu Ort getrieben. Vielen Dank und liebe Grüße aus Sachsen Ghislana
AntwortenLöschenWieder so eine tolle Frau, von der ich noch nie gehört hatte.
AntwortenLöschenLieben Gruß
Katala
Was für eine begeisternde Malerin. Wie sie alles mit einem feinen klaren Blick sieht und auch so aufmalt... Eine ganze Epoche.
AntwortenLöschenUnd wie tragisch solche Künstlerinnen-Leben sind und mit wieviel Kraft sie dagegen anleben. Ich bin immer wieder beeindruckt.
Eine tolle Frau und ein wunderbares Portrait, das Du von ihr mit Worten gemalt hast. Danke!
GLG Sieglinde
Wie konnte diese Künstlerin mir nur entgehen? Irgendwie drängen sich immer die männlichen Künstler in den Vordergrund oder werden dorthin geschoben.
AntwortenLöschenEine spannende Biographie, wieder einmal umtost von den Stürmen des 20. Jahrhunderts...
Herzlichen Dank für die Biographie (die ich schon beim Frühstück auf dem Smartphone verschlungen habe, mache ich sonst eigentlich nicht...)
Liebe Grüße
Andrea
Es ist mit Sicherheit auch der Kunstbetrieb, der für das Ungleichgewicht verantwortlich ist, aber nicht nur. Meine Erfahrung in Museums- oder Volkshochschulkursen, in meiner museumspäd. Gesellschaft oder privaten Kunstzirkeln, bei Galeriebesuchen und Offenen Ateliers: Frauen sind in der Überzahl, Männer haben fast nur Alibifunktion ( wahrscheinlich allerdings mehr Geld für den Kunstkauf über ). Aber die Frauen nutzen ihr größeres Sachinteresse nicht, um ihre Geschlechtsgenossinen zu fördern, bekannter zu machen. Deshalb auch meine Reihe: Die Frauen ins öffentliche Bewusstsein zu holen, denn sie sind da mit ihren gleichwertigen Leistungen ( vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich bin ich da manchmal mehr als verblüfft ). Die Männer werden ihre Konkurrenz nicht bekannter machen. Wir müssen unser Bewusstsein ändern und selbstbewusster sein.
LöschenLG
Sehr aufschlussreich und diesmal wieder aus meiner Lieblingszeit. Eine zurückhaltende Künstlerin, die sich privat lieber bedeckt hielt. Viele Bilder sind mir bekannt.
AntwortenLöschenDer kurze Anschnitt über die unterschiedliche Sichtweise der gegenständlichen Kunst nach dem zweiten Weltkrieg in den beiden deutschen Staaten ist auch interessant. In der DDR ging man ja sofort wieder über zur gegenständlichen Malweise (jedenfalls offiziell). Und ich kann's nicht ändern, ich bin ein großer Freund davon.
Liebe Grüße
Kann ich fürs erste nachvollziehen, habe ich doch meinen eigenen Weg in die Kunst abseits von Elternhaus & Schule mit der Pop-Art begonnen. Doch nach meinen ersten Kunstsemestern hat mich das alles mächtig gelangweilt und das Malerische, die Farbe die Oberhand gewonnen und die Beschäftigung mit der Nachkriegskunst ( des Westens ) neue Horizonte eröffnet.
LöschenAber eigentlich gibt es für mich kein Richtig & Falsch, kein Besser & Schlechter in der Kunst, kein Disegno versus Colore. Es muss etwas in mir zum Klingen bringen...
LG
Astrid, vielen, vielen Dank für dieses Portrait, einer so großartigen, talentierten und viel zu wenig beachteten Künstlerin! Mir ist es vollkommen unverständlich, dass ich sie bisher gar nicht kannte und bin so dankbar für deinen Bericht! Mich begeistern besonders ihre Aquarelle.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Ulrike
Die Aquarelle sind wundervoll, finde ich auch.
LöschenIhre Zeichnungen sowie die von Elfriede Lohse-Wächtler (hier: https://lemondedekitchi.blogspot.de/2016/03/great-women-54-elfriede-lohse-wachtler.html) haben meinen von George Grosz & Otto Dix geprägten Blick auf die Zwanziger Jahre geändert ( und dazu noch Irmgard Keun ).
Alles Empfehlungen...
LG
Wieder eine faszinierende Frau, liebe Astrid, und faszinierend auch, dass sie es so lange im fremden und verhassten Berlin ausgehalten hat. Irgendwie schräg, dass ihre Eltern für die Töchter so "nobel wirkende" Namen ausgewählt und sie dann total verfremdet haben. Ihr Name war mir übrigens völlig fremd, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich nicht schon mal ein Frühwerk von ihr gesehen habe. Wie fast immer, begeistert mich hier mehr das Gegenständliche, aber Hut ab, dass sie genau in der gefährlichsten Zeit abstrakt und somit "entartet" wurde...
AntwortenLöschenAlles Liebe
von der Traude
http://rostrose.blogspot.co.at/2017/11/1-sommerkleid-viele-herbstlooks-und.html
Liebe Astrid,
AntwortenLöschengehört hatte ich von ihr. Sie aber vergessen. Ich werde mir meinen Kunstband hervorholen, in dem sehr viel von ihr ist.
Einen angenehmen Abend wünscht dir
Irmi
Liebe Astrid,
AntwortenLöscheneine mir nicht bekannte Künstlerin das Bild mit der Kindsmörderin kenne ich aber in einem anderen Zusammenhang. Das ist jetzt interessant. Das Landesarchiv in Ludwigsburg hat eine Austellung bzw. Unterlagen über bestimmte Kindsmörder im Dorf und in Stuttgart. Ich meine, ich habe das Bild da gesehen.
Interessant ist es, was du hier ausgearbeitet hast. Die Geschichte mit der Kindsmörderin werde ich mir aber mal für einen Post vormerken.
Hab einen schönen Abend und man liest sich.
Lieben Gruß eva
Liebe Astrid,
AntwortenLöschendanke dir für dieses tolle Portrait wieder einer wunderbaren Künstlerin. Ich kannte sie bisher auch nicht, das wird sich ändern, du hast mich mal wieder inspiriert1
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Sabine
Sabine
Was für ein großartiges Lebenswerk! Sie muss die Menschen genau beobachtet haben, um sie in so vielfältiger Weise, doch immer treffend darzustellen. Danke, Astrid für Deine Frauenporträts, sie erweitern meinen Horizont.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Sabine
Eine sehr beeindruckende Ausstellung! Ich habe sie eher zufällig entdeckt und war fasziniert. So wie deinen Blog ;-) Liebe Grüße, Christine
AntwortenLöschenWie schön, dass Mano Deinen sehr interessanten Beitrag verlinkt hat. Ich hatte ihn wohl verpasst...Liebe Grüße und ein großes Danke für Deinen unerschöpflichen Fleiß! Taija
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