"Die gefährlichste Weltanschauung
ist die Weltanschauung derer,
die die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
"Putin braucht den Krieg als Idee,
weil Menschen im Krieg nicht wirklich leben,
sie überleben nur.
Er muss sie in den Überlebensmodus zwingen."
Marija Aljochina
Es "ist eine der großen menschlichen Bemühungen
des 20. Jahrhunderts,
... sich aus den Kollektiven zu lösen,
und der daraus folgenden Überforderung mit einem Ich,
das allein in einem leeren Zentrum steht."
Christian Zaschke
"Der Versuch, gegen Adam Riese Politik zu machen,
ist noch immer gescheitert."
Peter Müller
Am letzten Samstag jährte sich der Todestag meines Vaters zum elften Mal. Unter der Buche in der Mitte des linken Fotos ist allerdings die Ruhestätte meines kleinen Bruders im Ruheforst, die mein großer Bruder ganz aktuell besucht hat. Am Abend habe ich mich kulinarisch verwöhnt und kann hier auch mal wieder ein neues Rezept präsentieren für Filoteigtaschen mit Frischkäse - welch ein Genuss!
2 EL kleingehackte Petersilie
2 EL Schnittlauch in Röllchen
8 Blätter Filo- oder Yufkateig, z.B. von "Tante Fanny"
Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Frischkäse, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenabrieb und Pecorino in einer Schüssel vermischen.Die Eier verquirlen, untermischen und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Teigblatt für Teigblatt übereinander auf eine Arbeitsfläche legen, dazwischen aber immer mit etwas Öl bepinseln. Den so vorbereiteten Teigblattstapel erst längs halbieren, dann quer in drei Teile schneiden, so dass sechs Rechtecke entstehen.
Frischkäsemasse in die Mitte eines jeden Teigrechtecks setzen. Die Ränder des Teigs nach oben falten, sodass die Käsemasse nicht auslaufen kann. Die Teigtaschen auf einem mit Backpapier belegten Blech im Ofen etwa 20 Minuten backen.
Dazu habe ich einen Salat aus Ruccola und kleinen Tomaten gemacht.
Gehört habe ich anschließend bei ARD Sounds die erste Hälfte der Lesung von Jane Austens "
Überredung" ( ich mausere mich langsam zum Jane-Austen-Fan ) und am nächsten Abend die zweite. Selbst
gelesen in dieser Woche habe ich zum einen Jeanette Wintersons "
Warum glücklich statt einfach nur normal?". Hat viel mit dem Segen der Literatur fürs menschliche Gemüt zu tun, aber auch mit den Problemen, in der Jugend queer zu sein in einem religiös- rigiden Umfeld. Zum anderen das vorletzte Buch von Iris Wolff „
Die Unschärfe der Welt“, welches wieder Siebenbürgen und das Banat u.a. als Schauplatz hat.
Weil die Temperaturen langsam wieder anstiegen, bin ich auch gerne wieder draußen im Veedel umhergestreift. Das frühlingsfrische Grün mobilisiert einfach ein positives Lebensgefühl. Solche Picknickszenen erinnern an mein noch junges Leben, einst, vor bald fünfzig Jahren. Damit mischt sich dann auch etwas Traurigkeit in die positive Grundstimmung...
"
The Kuhl Kid" hat nun auch an einem Zaun an einem Privatgrundstück am Nippeser Tälchen eine Sichtblende gestaltet. Den zu Ostern mahnenden
Hasen habe ich auch dort
gesehen.
In den Hinterhöfen findet frau immer wieder manche Idylle...
... und an der Hundewiese trifft sie manche Bekannte bzw. Exkolleginnen mit Hund oder Rad.
DAS
Erlebnis der Woche war das Konzert mit den Bläck Fööss in der Nippeser Kulturkirche, wozu mich Freunde mitgenommen haben. Die Lieder der Band begleiten mich seit bald fünfzig Jahren und haben viel dazu beigetragen, dass ich hier
ze Hus bin. Manche Lieder wie "
Drink doch ene mit" ( von 1972 ), "
Unser Stammbaum", "
Du bes die Stadt" und vor allem "
In unserm Veedel" gehören zu einem solchen kölschen Hochamt dazu. Schon lange habe ich nicht mehr so laut mitgesungen ( da bin ich textfest ) und getanzt, eingehenkelt bei ( nicht wirklich ) fremden Menschen.
Ejal wat och passeet - für mich ist das nicht nur blutleeres Gerede, sondern Erfahrung.

Natürlich sind die Mitglieder der Gruppe von 1970 alle mittlerweile im Ruhestand. Der Sänger der
jetzigen Formation,
Mirko Bäumer, ist seit fast zehn Jahren dabei,
Pit Hupperten, der ebenfalls singt und dazu Gitarre spielt ebenfalls. Nur der Mann am Synthesizer ist schon über zwanzig Jahre Mitglied, alle anderen kamen in den letzten Jahren dazu. Genau in einem Jahr werden sie wieder am selben Ort bei uns im Veedel auftreten. Ist vorgemerkt.
Ansonsten noch: Haarpflege, Gartenpflege, ...
... Fußpflege und Grabpflege.
Mein Web-Fundstück der Woche ist diesmal von Eckart von Hirschhausen:
( Übrigens: Milan Nitzschke war der Vizepräsident des Bundes für Erneuerbare Energie, der mit knapp 55 Jahren gestorben ist. Die Besten gehen zu früh... )
Ich wünsche allen ein schönes, sommerliches Pfingstwochenende!
Verlinkt mit dem Samstagsplausch, mit "Niwibo sucht...", den Glücksmomenten bei Annette/ Augensternwelt, dem Mosaic Monday, den "Sonntags Top Sieben" bei Anni, mit "Was blüht denn da?" bei Elke und mit Nicoles/Frau Frieda "Plausch am Gartenzaun"
Jetzt funktioniert das Kommentieren wohl.
AntwortenLöschenAstrid
Deine Abfallsäcke sehen nach Arbeit aus!
AntwortenLöschenWitzig, dass du allmählich auch zum Austen-Fan mutierst. "Überredung" habe ich bislang noch nicht gehört oder gelesen, steht noch für die nächste Zeit an.
Liebe Grüße
Andrea
Auch Dir frohe Pfingsten liebe Astrid.
AntwortenLöschenEine schöne Woche. Zum Glück wird es wieder sonniger und wärmer, da freut sich Seele und Körper.
Wir waren heute auf dem Petersberg, Geschichte schnuppern.
Mehr dazu demnächst.
Lieben Gruß
Nicole