Sonntag, 11. Juni 2017

Abschied von V.


Was habe ich in den ersten siebzehn Jahren dieses Jahrtausends oft Abschied nehmen müssen...

Und jedes Mal fand das in einer ganz eigenen anderen Form statt. So auch heute von meinem am Ostermontag verstorbenen Schwager. Ohne viel Worte sollen die Bilder sprechen...


 Dass um sein Ableben so viel Aufhebens gemacht wird, hätte er ohnehin unangebracht gefunden.

Aber gegen ein Treffen von Familie, Freunden, Künstlern und Mitarbeitern der Museumsinsel Hombroich, die sich...


... inmitten der immer schöner bewachsenen Anlage rund um die ehemalige Raketenstation trafen, um sich zu erinnern und auf seinen Wegen zu wandeln...

...und (kleine) Teile seiner Sammlung zu betrachten, hätte auch er nichts sagen können.

So ein Abschluss eines intensiven Sammlerlebens musste sein,...

... damit auch Ruhe & Frieden für die Zurückgebliebenen einkehrt.

Kommentare:

  1. So ein Sammlerleben stelle ich mir mit Leidenschaft, aber auch etwas Getriebenheit vor. Dann auf einer Museumsinsel leben zu können, ist schon nochmals etwas Besonderes.
    Es liest sich schön, dass Ihr heute dort diesen Abschiedstag mit Freunden und Wohlgesonnenen begangen habt.
    Einen friedlichen Abend wünsche ich Euch,
    Sieglinde

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    1. Nein, getrieben war er nicht. Er hat sich auch lange mit jedem "Objekt" beschäftigt, bis er zum Schluss kam, dass es wert ist, in die Sammlung aufgenommen zu werden...
      LG

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    2. Das finde ich sehr schön, dass er auf diese Weise sammeln konnte.
      GLG Sieglinde

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  2. Liebe Astrid
    Ein schöne Idee, nach einiger Zeit mit Familie und Freunden sich nochmals zu erinnern. Finde ich sehr wichtig für die Zurückgebliebenen.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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  3. Die Bilder, liebe Astrid, sprechen für sich. Eine besondere Art von einem besonderen Menschen und seinem Leben Abschied zu nehmen. Wir wünschen euch nun etwas Ruhe. Herzlichst, Sunni und Fritz

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  4. Ach das war ja wirklich kein einfacher Tag. Aber eine schöne Idee so Abschied zu nehmen. Ich wünsche Dir einen erholsamen Abend. Es ist nicht einfach. Herzlichen Gruß Sylvia

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  5. Ach Astrid, jetzt wär mal ein bisserl Sterbepause recht - oder? Alles Liebe für euch!

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  6. Als legte sich ein Netz von Erinnerungen und gelebtem Leben auf die Wege...
    Ruhigere, freudigere Fahrwasser wünsche ich Euch
    Liebe Grüße
    Andrea

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  7. Abschied nehmen ist schwer. Ich finde du hast es gut gelöst. Mein herzliches Beileid für dich. Liebe Grüße Susa

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  8. guten morgen astrid, ich hadere schon lange mit den hier üblichen (und teilweise streng vorgeschriebenen) bestattungsrichtlinien. es bleibt so wenig raum für das, was einem dabei selbst am herzen liegt. eure kulisse für ein gedenktreffen mit freunden und verwandten sieht so einladend freundlich aus auf deinen fotos. ich hoffe, du darfst jetzt erst einmal eine größere pause einlegen mit den abschieden. ganz liebe grüße zu dir, sabine

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    1. Wir haben - bis auf die erste Feier 2000 - immer die Möglichkeit gehabt, es ganz persönlich und oft sehr anders zu gestalten. Wahrscheinlich haben wir immer gute "Partner" gefunden und uns nicht reinreden lassen. Gestern war das nun ganz von der Norm abweichend...
      LG

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  9. die erinnerungen bleiben so lange wir leben... eine schöne woche wünsche ich dir und familie..

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  10. Danke fürs Zeigen und Dir alles Liebe!

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  11. Hombroich ist ein wunderschöner Ort um das Lebendige zu erleben: und dein Schwager war ja dort an einem < Heimatort<. Und dort zu Gedenken und Abschiednehmen wo man gelebt hat- bis zum Schluß ist einmalig. So sollte es immer sein- Leben und Tod im Einklang und nicht nach > Vorschrift< wie es viele Menschen uns aufdiktieren wollen.
    Gruß und Gedenken zu dir
    heiDE

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  12. Nachrag:: Schade , dass die Sammlung im ROSA HAUS nicht öffentlich waren ::))
    heiDE

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    1. Liebe Heide, ich kann deine Enttäuschung verstehen, denn ich finde die Präsentation seines Lebenswerkes im Haus nur hinreißend. Aber das Testament ist noch nicht eröffnet. Und dann müssen die beiden Nachlassverwalter erst die Übergabe der Kunstgegenstände, Bücher, Plastiken und Mineralien sowie andere Gegenstände an die Stiftung abwickeln.
      Außerdem muss sicher ein Konzept entwickelt werden, wie die Besichtigung ablaufen soll, denn der sonst in Hombroich übliche freie Zugang kann wegen der Unübersichtlchkeit und Größe der Sammlung sicher nicht gewährt werden.
      Die Arbeit der beiden, von mir sehr geschätzten Menschen, wird immens sein.-
      Ja, mein Schwager hat das große Glück gehabt, von Menschen umgeben gewesen zu sein, die seine Wünsche voll respektiert haben. Bisher konnte - nach der schlechten Erfahrung im Jahr 2000 - jedes Mitglied der Familie dort sterben, wo es gelebt hat.
      LG

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  13. ..... und doch ein schöner Abschied. An einem geliebten Ort an den Verstorbenen zu gedenken, ist sehr persönlich und man ist ihm sehr nah. Traurig ist es trotzdem, aber die Erinnerung bleibt
    Drück dich ganz lieb, hoffentlich kehrt ein bisschen Ruhe bei euch ein
    Christel

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  14. Wenn man so Abschied nehmen darf, tut das gut, dem Andenken des Verstorbenen und denen, die bleiben. Dabei so einen unmittelbaren Bezug zum Lebenswerk herstellen zu können, ist sehr schön... Da ich immer auch ein paar Kommentare mitlese, besonders wenn du antwortest, fiel mir der vom Sammeln als - möglicherweise - Getriebensein auf. So habe ich das noch nie gesehen. Für mich ist Sammeln schon immer Finden, und oft findet man mehr als genug. 😃. Liebe Grüße Ghislana

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    1. Bei ihm - so hat es seine engste Mitarbeiterin in ihrer Rede noch einmal beschrieben - stand der Wunsch, die Welt und das Schaffen der Menschen in seinem Innersten zu begreifen. Und Kunst, Kultur & Natur standen da immer in einer Beziehung. gefundenes gehörte auch dazu, gerade in der bisher nicht öffentlichen Sammlung.
      LG

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