Sonntag, 30. August 2026

Mein Freund, der Baum: Die Gemeine Fichte

Warum ich über diesen Baum noch nie gepostet habe, kann ich nicht mehr nachvollziehen, ist er es doch, der bei uns nach der Kiefer den zweitgrößten Anteil ( knapp 21 Prozent) am deutschen Wald einnimmt. Fotos auf einer externen Festplatte erinnerten mich wieder und jetzt hole ich das halt nach.

Die Gemeine Fichte Picea abies, auch Gewöhnliche Fichte genannt sowie Rotfichte oder Rottanne, hieß in alten Zeiten auch Schwarz- oder Pechtanne. Sie ist eine Pflanzenart in der Gattung der Fichten Picea in der Pflanzenfamilie der Kieferngewächse Pinaceae in der Ordnung Koniferen.

Sie ist in Europa und bis weit in das kontinentale Asien zu Hause und die einzige in Mitteleuropa natürlich vorkommende Vertreterin dieser Gattung. Deutschland ist eigentlich natürliches Heimatgebiet von Laubwäldern, heute besteht mit 55,5 Prozent der größte Teil der Wälder aber aus wirtschaftlichen Gründen aus Nadelbäumen. In nur wenigen Regionen des Landes  - in den kühlen und feuchten Hochlagen der Mittelgebirge sowie in den Bayerischen Alpen und im Alpenvorland - wächst sie von Natur aus: Im Harz erreicht sie Höhenlagen bis 1000 m, in den Bayerischen Alpen bis 1800 m ü.NN. Die Fichte ist in der letzten Eiszeit aus dem dinarischen und dem karpatischen Lebensraum sowie dem Böhmerwald und den Ostalpen auf verschiedenen Wegen in die deutschen Gebirge eingewandert.  

Inzwischen heißt es aber bei uns: "Willst du den Wald vernichten, pflanze nichts als Fichten!" Die Gemeine Fichte ist also DER Brotbaum der Forstwirtschaft. Doch der nicht standortgerechte Anbau in Reinbeständen und die Wahl nicht angepasster Herkünfte haben in der Vergangenheit zu Problemen in der Fichtenwirtschaft geführt. Besonders hoch ist der Fichtenanteil in Bayern, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Das hat auch historische Gründe: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatten die Menschen den Wald völlig überstrapaziert, da Holz zum Heizen, Kochen und Bauen entnommen wurde. Zuzüglich kam der hohe Bedarf im Schiffsbau, im Bergbau und bei Glashütten. Das große Bevölkerungswachstum tat sein Übriges. Große kahle Flächen mit nährstoffarmen Böden priorisierten die schnell wachsende und anspruchslose Gemeine Fichte - so kam es zu den Fichten-Monokulturen. Stickstoffbelastungen, die die Ernährung der Fichte ins Ungleichgewicht bringen, sowie die Klimakatastrophe mit ihren heißen, trockenen Sommern setzten & setzen dem Flachwurzler zu. Auch orkanartige Stürme lassen die Fichte schnell "aus den Latschen kippen." Noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden weite Flächen mit reinen Fichtenbeständen aufgeforstet, auch auf wenig geeigneten Standorten. Dem wirkt man entgegen: Seit spätestens 2022 ist die Gemeine Fichte deshalb nicht mehr der häufigste Baum Deutschlands.

Die Gemeine Fichte ist ein aufrecht wachsender immergrüner Baum mit Wuchshöhen bis zu etwa 40 Meter, unter besonders günstigen Bedingungen sogar 50 bis maximal 62 Meter. Damit ist sie neben der Weißtanne Abies alba der größte in Europa heimische Baum. 

Als Stammdurchmesser sind bis zu 1,7 Meter erfasst worden. Aufgrund ihres Wurzelsystems stellt sie hinsichtlich der Wasserversorgung hohe Anforderungen. Die Böden müssen aber gleichzeitig noch gut durchlüftet bleiben. Auf schweren Böden, bei Staunässe und hohem Grundwasserspiegel entwickelt sie nur ein tellerförmiges, flaches und weitreichendes Wurzelsystem ( Flachwurzler ) von nur 20 bis 30 Zentimetern Tiefe, weshalb Fichten eben bei Sturm gefährdet sind. Sagt ihr der Untergrund zu, bildet sich im höheren Alter ein oft mehrere Meter tief reichendes und reich verzweigtes Wurzelsystem aus Senkerwurzeln aus, allerdings ohne eine sichernde Pfahlwurzel wie bei der Tanne.

Um den geraden Stamm bildet sich eine kegelförmige Krone mit quirlig angeordnet Zweigen, die im oberen Bereich aufrecht oder gerade ausgerichtet sind, in der unteren Stammhälfte hängen sie oft malerisch in der Mitte durch und zeigen am Ende nach oben. Freistehend bleiben die Äste bis zum Boden erhalten ( sog. Mantelfichten ). 

Je nach nach geographischer Lage bildet der Baum verschiedene Kronenformen aus, so z.B. die sog. Kammfichte, die rasch breitkronig wächst, daher aber auch schneebruchgefährdet ist, oder die sog. Plattenfichte mit schmaler Krone, vielen waagerechten Ästen und dicht mit kurzen Nadeln benadelt, die weniger gefährdet ist und eher im Hochgebirge und der nördlichen Verbreitungszone vorkommt. Dann gibt es noch die Bürstenfichte ( Pyramidenfichte ), ein Wuchstyp, der dort auftritt, wo es auch ganz normale Fichten gibt: in gemischten Fichtenbeständen. Bis zu einem Alter von etwa 20 Jahren weist die Fichte allerdings durchgängig die plattenartige Verzweigung auf. Die Zweige der Tanne dagegen wachsen in umlaufenden Etagen immer waagrecht aus dem Stamm und bilden sogenannte "Platten". Bei der Tanne ist außerdem die Krone wesentlich schmaler und lichter.

Die Fichte besitzt schon bei den ersten Frösten eine ausgeprägte Resistenz bis unter −60  °C, die mit den kürzer werdenden Tagen zunimmt. Sie kann bis 600 Jahre alt werden; die forstliche "Umtriebszeit" beträgt allerdings nur 80 bis 120 Jahre. 

Der Stamm der Gemeinen Fichte zeigt in tieferen Lagen eine rötlich-braun gefärbte, feinschuppige Rinde, was dem Baum in manchen Regionen den Namen Rottanne eingebracht hat. In Gebirgslagen weicht die rötliche Farbe Grautönen. 

Die so genannten Nadeln sind etwa 1 bis 2,5 Zentimeter lang und ca. 2 Millimeter breit. Sie sind sehr starr & spitz, im Querschnitt vierkantig, häufig säbelförmig gekrümmt und sitzen einzeln auf kleinen braunen Stielen ( sog. Blattkissen; bei der Tanne wachsen sie direkt aus dem Zweig ). Sie sind von dunkelgrüner Farbe und weisen beidseitig schwache weiße Linien ( Spaltöffnungslinien ) auf. Die Lebensdauer der Nadeln beträgt normalerweise 6 Jahre. Sie verteilen  sich rund um den Zweig, an braunen Stielen sitzend. Am einfachsten merkt man sich den Unterschied zwischen den Nadeln von Fichte und Tanne mit dem Spruch: "Die Fichte sticht, die Tanne nicht". Fichtennadeln sind besonders empfindlich gegenüber Luftverschmutzung, was sich bei dem Phänomen des "Sauren Regens" in den 1980er Jahren herausgestellt hat.

Im Bestand blüht die Fichte erst mit etwa 50 bis 60 Jahren, im Freistand mit 30 bis 50 Jahren. Die Blütezeit ist im April/Mai. Die Blüten sind eingeschlechtig und einhäusig. Sie befinden sich an den vorjährigen Trieben im oberen Wipfelbereich. Die männlichen Blüten sind bis 25 cm lange, rotgelbe Kätzchen, die aufrecht auf den Zweigen sitzen. Die weiblichen Blüten stehen in zuerst aufrechten, purpurroten, 2 bis 4 cm langen Zapfen, die sich nach der Befruchtung abwärts neigen.

Die Zapfen reifen im Oktober/November, sind braun, zylindrisch, etwa 10 bis 16 cm lang und geöffnet ca. 3 bis 5 Zentimeter breit. Sie hängen vom Baum ( im Gegensatz zu denen der Tanne ). Die Zapfenschuppen haben glatte Ränder, nur am oberen Rand sind sie meist gezähnt. Die Zapfen benötigen ein ganzes Jahr, um zur Samenreife zu gelangen. Im Spätwinter bzw. Frühjahr darauf öffnen sie sich und die Samen fallen heraus. Danach fallen die Zapfen ab. Im Gegensatz zur Tanne behalten sie ihre zylindrische Form, während Tannen ihre Zapfen nicht als Ganzes abwerfen. Was wir also landläufig am Boden liegend als Tannenzapfen bezeichnen, sind Fichtenzapfen. in der Zapfenzeit lassen sich die beiden Baumarten aber am einfachsten auseinanderhalten.

Diese Zapfen stellen eine wichtige Nahrungsgrundlage für verschiedene Kleinsäuger wie die beliebten Eichhörnchen dar und für Vögel  wie den Fichtenkreuzschnabel.

Das Holz der Gemeinen Fichte ist sehr hell, weißlich, ohne Kernverfärbung, leicht, weich, harzreich und tragfest. Es ist nur sehr bedingt witterungsbeständig und für den Außenbereich ungeeignet, kann aber leicht bearbeitet werden. Als Bauholz wird es für Balken und Latten der Dachstühle, Fenster, Täfelungen, Fußböden und Zäune verwendet. Auch Spielzeug, Möbel und Verpackungsmaterialien werden daraus hergestellt. Darüber hinaus ist Fichtenholz ein wichtiges Produkt für die Papierherstellung. Im Hochgebirge kommt es bei einigen Fichten zu Unregelmäßigkeiten im Faserverlauf des Holzes, dem sog. Wimmerwuchs. Dieses Holz ist für den Bau von Musikinstrumenten sehr begehrt. Das Deckenholz der berühmten Stradivari-Geigen aus dem 17./18. Jahrhundert ist aus Fichtenholz mit besonders engen Jahresringen gefertigt. Für Cellos und Gitarren wird heute noch Fichte verwendet. Auch war sie eine Zeit lang der beliebteste Weihnachtsbaum bei uns, obwohl sie schneller nadelt als die Tanne.



Borkenkäfer sind die größten Feinde der Fichte, sagt man so gerne dahin. Das stimmt nur bedingt: Im natürlichen Verbreitungsgebiet der Fichte ist die Vegetationszeit sehr kurz. Der Frühling beginnt im April/Mai und der Herbst schon im September. Das Klima ist dort feucht und kühl. Das alles bietet keine guten Voraussetzungen für eine Massenvermehrung von Borkenkäfern wie Buchdrucker Ips typographus und Kupferstecher Pityogenes chalcographus. Vitale Fichten wehren einen Angriff mit Verharzung gut ab. Geschwächte sterben, aber es kommt in der Regel nie zu großflächigen Kahlflächen, ganz anders als in trockenen, warmen Regionen, wo die Fichte natürlicherweise eben nicht zu Hause ist. Dort kann der Borkenkäfer riesige Schäden anrichten.

In natürlichen Fichtenwäldern dringt wenig Licht zum Waldboden durch. Andere Bäume und Sträucher haben deshalb kaum Chancen, zu wachsen. Die Krautschicht bilden überwiegend Gräser, Farne und Zwergsträucher wie die Heidelbeere. Fehlt die Krautschicht total, handelt es sich sich in der Regel um sehr dicht gepflanzte, unnatürliche Fichtenforste. Fichtenwald bietet vor allem Pflanzen, deren Versorgung von Photosynthese weitgehend unabhängig ist, allerdings ein geeignetes Biotop. So wachsen dort Orchideenarten wie das Weiße und Rote Waldvöglein. 

Kulturhistorisch spielte die Fichte durchaus auch eine Rolle: Sie galt bei Germanen und in der Antike als Schutz-, Lebens- und Mutterbaum sowie als Symbol für Hoffnung, Ausdauer und die ewige Kraft des Lebens. Seit dem späten 18. Jahrhundert massenhaft im mitteleuropäischen Raum angepflanzt, prägt sie bis heute das Bild des sagenhaften deutschen Waldes, als Metapher und Sehnsuchtslandschaft seit Anfang des 19. Jahrhunderts in Gedichten, Märchen und Sagen der Romantik beschrieben, besungen und überhöht. Er wurde zum Sinnbild germanisch-deutscher Art und Kultur als Gegenbild zur französischen Urbanität. Über dieses Motiv in der nationalsozialistischen Ideologie brauche ich wohl nichts zu schreiben, setzte ich doch solche Kenntnisse voraus.

Vor zwei Wochen hat es fünfzig Kilometer von mir entfernt auf dreihundert Hektar Fläche einen großen Waldbrand gegeben ( der glücklicherweise durch den Einsatz von mindestens 1800 Menschen nach zwei Tagen unter Kontrolle war ). Was hat das nun mit der Fichte zu tun? Nun: ein Drittel der brennenden Fläche waren sogenannte Kalamitätsflächen, nachdem monokulturelle Fichtenpflanzungen vom Borkenkäfer befallen, gefällt & abtransportiert worden waren. Auf den so entstandenen freien Flächen haben sich neue Bäume angesiedelt. Aber die waren noch nicht tief genug verwurzelt, so dass sie bei der nun seit Wochen andauernden Dürre nicht mehr an Wasser gekommen & abgestorben sind. Die bieten einem Feuer durch Brandstiftung, fahrlässig oder beabsichtigt, ein willkommenes Futter. So lange wir den deutschen Wald  noch "umbauen" auf Laubwälder, wird es solche Flächen immer wieder geben und zusammen mit erwartbaren Dürren solche Angriffsflächen eben auch. Übrigens liegt den Bränden zu 99% Brandstiftung zugrunde. Die Glasscherbentheorie ist durch große Versuche widerlegt, die hohen Temperaturen oder Blitzeinschlag vermögen in unseren Breiten das auch nicht auszulösen. Bleibt nur die menschliche Blödheit...

                                                                      



Und nun zuletzt wieder die Gelegenheit, 
eure eigenen Posts zu unseren Baumfreunden 
bis zum  26. September zu verlinken.

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8 Kommentare:

  1. Kann ich mir vorstellen, dass bei der Fichte Monokultur ein echtes Problem ist. Nadelwälder haben für mich tatsächlich etwas "Düsteres" an sich, ich mag Laub- oder Mischwälder mehr.
    Danke für die Informationen zur Fichte, vieles wusste ich nicht. Hier rund um Helsinki gibt's auch jede Menge Bäume und Wald, war gerade eben dort spazieren... Wald tut gut.
    Dass 99 % der Brände von Brandstiftern gelegt wurden, ist echt schlimm und kaum zu fassen. Klar kommt es dann erst recht zur Katastrophe, wenn alles trocken ist, wie du beschreibst. Gut, dass einige schnelle Einsätze wie der in deiner Nähe Erfolg haben.
    Liebe Grüße
    Maren

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  2. Liebe Astrid,

    ich habe bis eben gedacht, dass die Fichte noch mehr Waldanteile hat als die Kiefer.
    Auch, dass der Borkenkiefer ihr Hauptfeind ist.
    Wieder was gelernt.

    Fichte wächst schnell, so hat man den Wald schnell mit Bäumen voll kriegen wollen.

    Ist ja auch schön, wenn zwischen den Laubbäumen Nadelbäume sind, vor allem im Winter.
    Und wenn dann noch Schnee draufliegt...

    Dass die meisten Waldbrände durch den Menschen ausgelöst werden, wen wundert's noch.
    Unachtsamkeit, weggeworfene Kippen oder einfach Vorsatz.
    Der Mensch zeigt sich dann von seiner "besten" Seite.
    Was die vielen Feuerwehrleute und freiwilligen Helfer alles geleistet haben, um die Waldbrände unter Kontrolle zu bekommen, Chapeau!!
    Das war Knochenarbeit und in der Hitze.

    Danke fürs Vorstellen !

    Liebe Grüße,
    Claudia

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  3. Dobrý večer, milá Astrid, smrkovými lesy jsem byla obklopena od dětství, naše chata totiž stojí uprostřed smrkových beskydských lesů. Jsou to čistě monokulturní smrkové lesy, takže to je první strom, který jsem jako malá bezpečně poznala. Babička vl étě sbírala smrkové šišky a těmi v zimě topila v kamnech. Vyjímečně v těchto lesích byla malá skupinka modřínů nebo břízy na jejich okraji. To jsme se naučila poznávat podle toho, jaké hřiby jsme v lesích nacházeli. V modřínových to byli klouzci, pod břízami kozáci a křemenáče. Samozřejmě většina vánočních stromků mého dětství byly smrčky. Vždycky v teplém panelákovém bytě brzy opadalo jehličí, které se skrylo v koberci a ještě na jaře se nám zapíchávalo do nohou. Krásný zbytek neděle přeji! Katka

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  4. Bei Deinem Beitrag musste ich sofort an unseren Einzug ins Haus denken, liebe Astrid. Unser Grundstück war damals rundherum mit Fichten eingefriedet und am Ende des Gartens war ein kleines Wäldchen angelegt. 142 Bäume, die alle etwa 20 Meter hoch waren. Alle mussten im Laufe der Jahre durch Sturm und Trockenheit weichen, aber diese ganz besondere Atmosphäre ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Umso lieber habe ich Deinen Beitrag gelesen und die vielen interessanten Informationen über die Fichte entdeckt. Gerade alte Bäume haben für mich etwas ganz Besonderes und ich finde es immer wieder schade, wenn solche beeindruckenden Bäume verschwinden. Grüne Grüße, Nicole

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  5. Liebe Tina, deinen Kommentar habe ich aus versehen gelöscht, hatte ihn aber noch als Emailtext und daher kopieren können. Und weil es eine lustige Geschichte ist, füge ich sie hier selbst ein:

    "zur Fichte habe ich eine Anekdote: 1984 habe ich mir eine Fichte als Weihnachtsbaum gekauft, was zu der Zeit ja noch üblich war.
    In meiner Wohnung hatte ich Schlingenware als Teppichboden und einen
    billigen Staubsauger mit niedriger Wattzahl.
    Ich weiß nicht wie viel Monate später ich noch immer wieder auf dem Boden
    herumgerobbt bin und mit einer Pinzette die Nadeln aus den den Schlingen
    gezogen habe.....es war die letzte Fichte, die ich gekauft habe!
    Im WDR habe ich einen Bericht über Blauglockenbäume gesehen, sie sind Tiefwurzler, das Holz ist leicht und die Bäume wachsen schnell und auch bei Trockenheit. Die werden zwar niemals Weihnachtsbäume, aber sind ein Kandidat
    für die künftige Forstwirtschaft...
    LG, Tina!

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  6. Als ich deinen Beitrag las, musste ich daran denken, was ich heute morgen bei einem der sehr vielen Kahlschläge hier entdeckte. Was für Bäume haben sie gerade wieder dort gesetzt? Na? Dreimal darfst du raten.
    Mit Freude habe ich im Wald zwei junge Blauglockenbäume entdeckt. Ein Trost. Denn hier am See wurde soviel abgeholzt, dass man in diesem Sommer nur mit Mühe mal schattige Waldwege gefunden hat. Der Waldboden heizt sich so ungemein auf.
    Danke für deine interessanten Baum-Posts. Ich werde meine Blauglockenbäume im Auge behalten und mal berichten.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  7. Ja, die menschliche Blödheit, liebe Astrid, die soll ja unendlich sein... Ich glaube, da ist was dran.
    Auch bei uns gibt es noch zu viele Fichten-Monokulturen, doch zum Glück wird hier ebenfalls nach und nach auf Mischwälder umgestellt. Ich hoffe, dass es trotz Klimawandels gelingt, diese Veränderung halbwegs zügig zu vollziehen. Schließlich brauchen wir Bäume mehr denn je!
    Dass der berüchtigte Borkenkäfer gar nicht überall, sondern nur am falschen Standort ein so großes Problem darstellt, wusste ich noch nicht... wieder was dazugelernt bei dir!
    Alles Liebe, 🤗
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2026/09/reisebericht-2025-okanagan-valley-lake.html

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  8. in den letzten jahren haben wir hier im harz gesehen, was durch die monokulturen mit fichten angerichtet wurde. riesige flächen sind durch trockenheit und den folgenden borkenkäfer und durch stürme vernichtet worden. die heißen sommer von 2018 und 2019 waren wohl die grundlage dafür. im nationalpark, wo nicht eingegriffen werden darf, kann man sehen, dass es sich seit einiger zeit wieder ganz von selbst begrünt. wie die anderen flächen jetzt weiter bearbeitet werden, weiß ich nicht. ich hoffe, die vernunft siegt und es werden dort mischwälder angebaut.
    liebe grüße von mano

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Danke, dass du dir für ein paar liebe Worte Zeit nimmst! Kommentare ohne ein Blog- Konto bei Google oder Wordpress bitte nur mit Namensnennung!

Wenn jemand im Kommentar Menschen nach Herkunft, Religion, Liebe oder Behinderung sortiert und einen Teil davon zur Zielscheibe erklärt, ist für mich Schluss. Egal wie berechtigt der Ärger ist, den sie eingesammelt hat. Das hat nichts mit links oder rechts zu tun, das steht im Grundgesetz, in Artikel 1 und Artikel 3.
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